seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Schlagwort: Leichtigkeit

Furchtloser mitten ins Feld

Wie geht es dir in dieser Zeit, an diesen Tagen? Hast du auch das Gefühl, etwas großes Neues steht an, eine Umwälzung? Immer wieder höre und lese ich vom Pluto-Saturn-Zyklus, vom Wandel. Der Sturm der jüngsten Tage brachte eine brachiale Kraft mit sich – als würden unsere Erde und Gesellschaft einmal ordentlich durchgepustet.

Manch einer liebt dieses Stürmische, andere macht es unruhig, aggressiv. Mir war, als seien viele Menschen in den vergangenen Tagen arg reizüberflutet, auch kratzbürstig. Als versuche ein jeder, seine Energien und Gedanken möglichst beisammen zu halten, um nicht – wie so viele derzeit – krank zu werden, einzuknicken.

Das Jahr begann für mich gefühlt zäh: Mir fehlte Orientierung, es mangelte mir an Perspektive. Ich befand mich in einer Art Warteschleife – nicht-wissend, wohin konkret der Weg mich führen würde. Tageweise lustlos, getrieben, diffus. Kundalini-Yoga, meine Öle und der Wald schenkten mir Erdung und Alltagsfreuden. Vor kurzem erfuhr ich, dass ich – analog den aktuellen astrologischen Gegebenheiten – auch arg gebeutelt war, mein Chiron war gefordert, Rückzug war angesagt. Und diesen habe ich mir genommen: Oft habe ich „nein“ sagen müssen, zu Einladungen, Treffen, Aktionen. Mir war häufig nicht danach. Ich brauche den Rückzug immer wieder, genauso wie ich das Kreativsein – gestalten, fotografieren, schreiben, singen, in die Tiefe tauchen – brauche, wie die Luft zum Atmen. Ich spürte eine starke Sehnsucht – nach etwas Größerem, nach Abenteuer, nach noch mehr in meine eigene Kraft wachsen.

So habe ich es tatsächlich immer wieder geschafft, mich dem hinzugeben. Sauna, Häuslich-Sein und meine Familie taten mir gut. Und nun spür ich wieder Aufwind: Lust auf neue kreative Abenteuer, den Drang, mein Schreiben, meine Texte noch mutiger und stärker in den Äther zu werfen. Noch mehr Menschen mit meinen Zeilen zu berühren, mich noch entschlossener und furchtloser mitten ins Feld zu stellen. Da passiert gerade einiges, auch im Außen: Immer mehr Besucher schauen vorbei auf meinem Blog, Menschen schreiben mich an – mit Anregungen, Fragen, mit Neugier. Das freut mich so!

Ich traue mich, noch kodderiger im besten Sinne, mitunter auch provokanter, polarisierender zu schreiben. Die Angst vor Ablehnung wird weniger, je mehr ich mein Herz öffne und nichts in mir deckele. Denn bei jeder Erfahrung, bei jedem nochmal angetickert werden, spür ich: Es geht vorbei, das Herzklopfen, der Zorn, das sich verteidigen wollen. Es zieht von dannen. Auch muss ich nicht mehr auf alles re-agieren, was mir vor die Füße fällt. Es ist total in Ordnung, sowohl eine Frage einmal nicht zu beantworten, als auch einen Kommentar stehen zu lassen – soziale Medien sind hier ein gutes Übungsfeld. Ich fühle mich immer noch zu diesem und jenem verpflichtet, so dass ich von mir selbst genervt bin. Je mehr ich mit mir und meinen Seiten experimentiere, je mehr ich neu kreiere und mit Gewohnheiten spiele, umso lustvoller und facettenreicher wird mein Leben.

Was ich auch immer öfter mache: Direkt jemandem gegenüber ausspucken, was es in mir zu ihm oder ihr denkt. Oft mache ich die Erfahrung, dass mein Impuls an den anderen von diesem als hilfreich oder heilsam empfunden wird. Ich glaube, ich habe ein sehr feines Gespür dafür, was ein anderer gerade braucht, wo es hakt, wie ich ihm dienen kann. Lange Zeit habe ich dies für mich behalten – aus Angst, mein Gegenüber zu überfahren. Nun denk ich: Sollte sich jemand überrumpelt fühlen, fällt dies in seinen Verantwortungsbereich. Ich versuche, das was mir auffällt, sehr klar und voller Liebe zu transportieren, selbst wenn es inhaltlich für den anderen zunächst nicht so gut zu verdauen ist.

Es mag profan klingen, doch ich erschrecke immer mal wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Ich weiß noch genau, was vor einem Jahr war – es ist gefühlt, als habe es sich gerade erst zugetragen. Mir kommt’s bescheuert vor, mit mir wichtigen Dingen zu warten, mich nicht vollständig einzubringen. Auch glaube ich, die Welt braucht mehr denn je Menschen, die ihre Energie im Wohle vieler einsetzen und sich trauen, etwas zu bewegen. Es wagen, auch Delikates anzusprechen, keine Angst vor der eigenen Unterwelt haben.

Ich wünsche uns allen viel viel Schönes, Leichtigkeit, und dass wir das leben, was wir wirklich leben wollen und damit nicht warten.

Entspanntsein mit Hilfe ätherischer Öle

In meinem aktuellen compassioner-Artikel schreibe ich darüber, was Entspannung für mich bedeutet und stelle Euch fünf Öle vor, die Euch dabei unterstützen, mehr Leichtigkeit und Entspannung zu erleben.
Habt einen möglichst angenehmen Start in die Woche! Hier in Hannover weht gerad ein starker Wind.

Zum Artikel geht es hier!

Nichts Menschliches fremd

Schlaflager draußenIch finde es ganz wunderbar, mich in einen tiefen, persönlichen Dialog fallen zu lassen. Eine Reihe intensiver Gespräche hatte ich kürzlich mit einer engen Freundin aus Studientagen. Fernab vom Alltag und der Familie hatten wir das Glück, uns ein Wochenende lang auszutauschen und wieder einmal nah zu sein.

Noch heute hallen Ausschnitte unserer Dialoge in mir nach, und ich mache mir Gedanken darüber, was für mich ein gutes Gespräch ausmacht. Voraussetzung ist meiner Erfahrung nach eine Haltung aus „Bei-sich-Sein“ und echtem Interesse am Gegenüber. Ich versuche dem anderen möglichst unvoreingenommen und neugierig zu begegnen, selbst in langjährigen Freundschaften – eine Herausforderung, an der ich auch oft scheitere, da es allzu menschlich und bequem ist, alte Freunde in den bekannten, immer gleichen Schubladen ruhen zu lassen. Als angenehm und wohltuend erlebe ich es, mein Gegenüber möge selbiges tun: mir offen zu begegnen.

Ich möchte den anderen sehen und gesehen werden, bei einem wohlwollenden Gegenüber auch gerne ungeschönt. Vergleichbar mit Prozessen während des gemeinsamen Musizierens und Improvisierens versuche ich, mich auf meinen Kommunikationspartner einzuschwingen. Fragen zu stellen, auch mal unerwartete – für den anderen und manchmal auch mich selbst.

Besonders interessant wird es, wenn wir nichts von uns zurückhalten und uns trauen, uns zu zeigen, auch unsere unliebsamen Seiten und Eigenschaften – unwissend wie der andere reagieren wird. Hier kann das Gespräch nochmal eine ganze besondere Tiefe erlangen, eine neue Dimension gewinnen. Gerade wenn wir Farbe bekennen und offenbaren, uns ist nichts Menschliches fremd, wir alle haben unsere Schwachstellen und wunden Punkte, fühlt sich der andere in der Regel aufgehoben und eingeladen, selbiges zu zeigen -so erfahren beim Tod meines geliebten Bruders:

Als dieser bekannt wurde, erhielt meine Familie zahlreiche liebevolle Reaktionen, auch von Menschen, die uns nur wenig kannten. Diese Resonanz machte deutlich, dass ein jeder unterschiedlich schwer zu tragen hat und es in keiner Familie nur harmonisch zugeht. Wenn auch hier eine Haltung von „Mir ist nichts Menschliches fremd, bei mir läuft auch nicht alles rund, that’s life“ eingenommen werden kann, profitieren meines Erachtens beide Seiten. Der Austausch kann dann als ungemein befreiend erlebt werden.

Es bereichert unser Leben, wenn wir für Glück, Leid und das große Dazwischen bei uns selbst und unserem Umfeld empfänglich bleiben und Erfahrungen, gerade auch jene, denen eine gewisse Schwere innewohnt, immer wieder mit gelassener Ergebenheit und Leichtigkeit nehmen. Wenn wir geradeaus kommunizieren, ohne uns aufzublasen oder klein zu machen, ist für beide viel gewonnen. Indem wir einfach sind, wie und wer wir sind.

Wenn das so einfach wär! Immer wieder probieren können wir es. Das Leben beschenkt uns Tag für Tag.

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