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Erlebtes & Belebendes

Schlagwort: Kundalini-Yoga Seite 1 von 2

Nase im Wind

Meine astrologie-affine Schwester erzählte mir vor ein paar Wochen, 2020 sei ein Jahr, in dem ich noch stärker als sonst ein Wissen, ein Gefühl dafür haben würde, was anderen gut tut – dem Zeitgeist entsprechend.
Gerad eben stolperte ich erneut über das mir zu eigene Tor 44 (aus dem Human Design, “Das Tor der Muster”). Hier heißt es: “Sie haben einen Riecher für potenzielle und aufkommende Muster und Trends.”Nase im Wind” und Instinkt sind ausgeprägt.
Und genau das spür ich immer stärker: Zum einen meinen Antrieb, über Themen, bei denen es “ins Eingemachte” – analog dem derzeit gesellschaftlich Relevanten – geht, zu schreiben. Zum anderen fallen mir sehr intuitiv Dinge ein – Übungen aus dem Kundalini Yoga, dem japanischen Heilströmen Jin Shin Jyutsu, das ich 2012 kennen lernte, therapeutische Öle – ein, die mir und oder meinem Gegenüber gut tun und die meines Erachtens ebenso gut in die Zeit passen.

Immer feiner entdecke ich meine heilerischen Qualitäten und meine Fähigkeit, mich in den anderen einzuschwingen.
2020 werd ich mehr und mehr die hier angesprochenenen Dinge teilen.

Wo ich hin will

Gerad schau ich auf mein 2019 zurück und spüre nach: Was hat sich getan, ent-wickelt, verändert? Ich stelle fest: Ich lebe immer radikaler im Sinne von: an meiner Wurzel. Die Frage „Was würde ich tun, wenn ich nur noch xy Tage zu leben hätte?“ birgt die Schwierigkeit, dass wir uns in der Situation selbst, in der sich die Frage stellte, mit Sicherheit gänzlich anders fühlen würden, als wir jetzt glauben, dass wir uns fühlen. Abgesehen davon, dass es sicherlich keine Garantie für eine bestimmte, vorhersagbare Lebensdauer gibt. Vermutlich reduzierte sich unser Sein auf ein Sein, dass Meilen von unserer Vorstellungskraft entfernt liegt.

Und doch haben wir eine Ahnung, was für uns wirklich zählt, je länger wir hier auf Erden verweilen. Ganz oft blitzt eine solch‘ krasse Liebe in mir auf – zum Leben, meinen Lieben und Menschen im Allgemeinen – dass mich die Vorstellung, zumindest dieses Dasein hier irgendwann verlassen zu müssen, schmerzt. Ich liebe mein Leben sehr, ich liebe das, was sich durch mich ausdrücken will – schöpferisches, musikalisches Tun, Dienen mit meinen Werkzeugen Yoga und ätherischen Ölen, wertschätzende Räume der Geborgenheit kreieren. Was ich festgestellt habe: Je näher ich mir komme und mich ausdrücke, umso magnetischer werde ich auch. Je klarer ich bin, was ich leben will und je mehr ich mich lebe, umso mehr fühle ich mich als Pionierin für Ehrlichkeit und Offenheit – Qualitäten, die es meiner Ansicht nach dringend braucht in unserer Gesellschaft. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, Selbstoptimierung und viel Fake.

Meine Schwester beschäftigt sich derzeit intensiver mit Astrologie und erzählte mir heute, 2020 sei eine Zeit, in der ich noch stärker als sonst ein Wissen, ein Gefühl dafür haben würde, was anderen gut tut – dem Zeitgeist entsprechend. Das resonierte stark bei mir, und ich dachte: Ja, das wird so sein, so kommen. Ich bin zum Beispiel sicher, dass immer mehr Menschen nach alternativen, sicheren, Körper, Geist und Seele vereinenden Wegen und Mitteln suchen werden, um in ihre Kraft zu kommen und Selbstermächtigung zu erfahren. Kundalini-Yoga und hochwertige ätherische Öle sind meine Werkzeuge, und ich glaube, ich werde diese Werkzeuge mit immer mehr Menschen teilen.

Ich habe Lust, sowohl kleine als auch große Bühnen zu betreten, mich auszuprobieren und andere auf eine schöne, mir entsprechende Weise dabei mitzunehmen, sie anzustecken. Ich habe Lust, jeden Tag neu zu sein. Und am nächsten Tag wieder zu entscheiden, neu zu sein. Wenn ich ganz klar für mich einstehe, mir erlaube, nicht nur etwas neu zu beginnen, sondern auch etwas abzuschließen – mich aus Gruppen oder unter Umständen auch Beziehungen zu verabschieden oder mich rar zu machen – öffnen sich meiner Erfahrung nach neue Türen: Mein Blog hat dieser Zeit eine deutlich höhere Besucherzahl als noch vor ca. einem Vierteljahr. Ich habe meinen Newsletter eingestellt und schreibe nur noch wann ich will, und das, was direkt aus mir herausströmt. Ich lege Ängste nach und nach ab, ob ich jemanden mit meinen Zeilen auf die Füße treten könnte oder nicht.

An guten Tagen, an denen ich mich versorgt und geführt fühle, ist dies ein leichtes für mich. Doch natürlich gibt es hin und wieder Zweifel, es gibt Rückschläge. Es stört mich nur weniger. Ich störe mich deutlich weniger.

Als ich kürzlich eine Kundalini-Yoga-Stunde für meine Kolleginnen an meiner Blindenschule gab, bedankte sich anschließend eine Teilnehmerin mit den Worten: „Du bist eine wunderbare Frau mit besonderer Aura.“ Ich fühlte mich sehr beschenkt und dankbar. Und dachte: Wir können uns alle so oft wie möglich gegenseitig erheben, uns Mut machen.

„Der erste Schritt besteht darin zu lernen, gute Schwingungen auszusenden. Werde ein Leuchtfeuer deiner Seelenkräfte und berühre unendlich viele Ufer.“

(Yogi Bhajan)

Wenn wir uns unverhüllt zeigen können

Die Seele atmet auf, wenn wir Zeit mit Menschen verbringen, denen gegenüber wir uns unherhüllt zeigen können.
Einmal im Jahr begebe ich mich auf Reise mit sehr liebgewonnenen Frauen, die ich im Kontext Kundalini-Yoga kennen gelernt habe. Mittlerweile ist uns das Miteinander, das bloße Sein, Lachen, Austauschen, am Feuer sitzen und spontan Rituale vollziehen wichtiger als die gemeinsame Yoga-Praxis.
Was hier an Wissen, Frauen-Weisheit & -Erfahrung, an Impulsen, gutem, leckerem Essen, genialem Lese-, Riech-, Hörstoff zusammen kommt, ist enorm.
Möchte ich nicht mehr missen & kann ich jeder Frau empfehlen, die in ihrem Alltag viele Bälle jongliert.

Vom Teilen und Heilen

Ihr Lieben, ein neuer compassioner-Artikel von mir ist online:

Es geht um den Zusammenhang von Teilen und Heilen: Wir können auf so vielen verschiedenen Wegen und Kanälen zur Genesung anderer beitragen: “Vom Helfen zum Dienen” , so brachte ein guter Freund und Astrologe (m)einen Weg, zu dem mich das Universum einlädt, auf einen Nenner. Ich spüre auch deutlich: Ja, passt.

Es macht mir zunehmend Freude, meine Gaben und meine Qualitätenenergetisch, über Musik, Worte, Kundalini-Yoga, ätherische Öle – zu teilen und andere dabei zu unterstützen, in ihre Kraft zu kommen und mutig ihres Weges zu gehen.

Mehr erfahrt Ihr hier:

Ent-Wickeln, wie bei einer Garnspule

Ihr Lieben da draußen, ich wünsche Euch einen wunderbaren, klaren Start in dieses noch so frische Jahr! Möget Ihr es in Eurem Sinne beginnen. Ich selbst starte mit Neugier und Freude, spüre ich.

Lange habe ich hier keinen Text mehr in Artikel-Länge veröffentlicht. Mir war eher danach, im “wahren” Analog-Leben und auch auf Facebook in einen lebendigen, mich weiterbringenden Austausch zu kommen. Oft verhält es sich ja auch so, dass sich in äußerlich stilleren, mal anders als sonst gestalteten Phasen sehrwohl einiges tut.

So habe ich für mich noch klarer feststellen können, dass ich nicht “nur” mit Schriftzeilen zum bewussteren, mutigen Leben anstecken, sondern auch weitere “Seins-Formen” und Kanäle nutzen kann, um mich auszudrücken und zu verschenken: Im Herbst habe ich angefangen, Kundalini Yoga zu unterrichten, was mir erstaunlich viel Freude macht und mich zutiefst erfüllt. Seitdem kommt es gehäuft zu Situationen, in denen mein Wissen und meine Erfahrung zu dieser Technologie immer öfter erfragt werden.

“Das Universum lauscht”, sprich es antwortet, wenn wir uns neu hinauswagen und wirklich unseren Weg gehen. Wir können auch sagen: Unser Unterbewusstsein oder unser Beweisführer hört uns und unseren Wünschen zu und wird uns in entsprechende Richtungen lenken. Der Sinn offenbart sich, so meine Erfahrung, mit jedem mutigen Schritt, den wir gehen – gerne auch sanft und sachte. Gelenkt von dem, was uns anspricht, können wir langsame und behutsame Veränderung bewirken. Ent-Wickeln ist vergleichbar mit einer Garnspule, bei der am Schluss nur der Kern, das Herz, übrigbleibt. Danke, Harry, für dieses wunderschöne und hilfreiche Bild!

Meine ätherische-Öle-Leidenschaft will auch immer mehr gelebt und geteilt werden. Hier Verbindungen zu schaffen – zur Yoga- und Meditationspraxis, zum Schreiben, zur bewussten Alltagsgestaltung – wird mir immer mehr zum Anliegen und zur Aufgabe.

Musik ist und bleibt mein mir und anderen dienliches Medium, durch welches Selbstwirksamkeit und –wert und tiefe Verbindung untereinander erfahren werden können. Immer öfter spüre ich: Es reicht auch, einfach da zu sein, präsent im jeweiligen Moment, lang und tief atmend, sich selbst in eine höhere Schwingung bringend, um andere zu erreichen und zu erheben. Letztere ist eine der für mich kostbarsten Erfahrungen, die ich im vergangenen Jahr machen konnte. In mir ist viel Optimismus, eine sehr positive Einstellung zum Leben. Mit dieser Haltung möchte ich sein und leben und liebend gern auch für andere da sein. Vorausgesetzt, ich finde mich in Situationen wieder, in denen ich einfach ich selbst sein kann, in denen niemand versucht, Kontrolle über mich zu haben. Als freier Geist, der es liebt, im Fluss des Lebens zu sein, ist mir dies besonders wichtig.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, noch stärker als bisher zu den richtigen Dingen “ja” zu sagen und weiter meinem Bauchgefühl zu folgen. Was auch meins ist und sicher immer mehr werden wird: ganz unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, on- & offline, um ein starkes Feld zu schaffen, in welchem sich ehrlich und tiefgehend ausgetauscht werden kann.

Sicher werde ich mich noch “schonungslos ehrlicher” ausdrücken und meinem Instinkt auch für delikate persönliche und gesellschaftliche Themen folgen. Die Vergangenheit zeigte mir, dass ich einen ganz guten Riecher für Tabu- und Triggerthemen und auch neue Themen habe, in die ich andere immer wieder gerne einführe. Falls jemand schon einmal etwas vom Human Design System gehört hat – aufgepasst, jetzt wird’s abgefahren: Mir wohnt das sog. “Tor des Erregenden” inne, sprich die Gabe, Überraschungen zu bewirken.

Na dann, ich bin selbst gespannt.

Mantra “I am the light of my soul”

Wenn Ihr Euch – insbesondere dieser Tage, wenn’s um einen herum wuselt – etwas Gutes tun wollt, singt dieses schöne Mantra aus dem Kundalini-Yoga. Lasst es einfach aus Euch heraustönen:

“I am the light of my soul. I am beautiful, I am bountiful. I am bliss. I am, I am.”

“Ich bin das Licht meiner Seele. Ich bin schön, ich bin freigiebig, großzügig, ich bin glückselig. Ich bin, Ich bin”.

Ich finde, es geht besonders tief an Tagen, an denen wir uns unruhig, diffus, unzufrieden und blockiert fühlen. Probiert es aus – Ihr könnt Euch auf die Weise recht schnell selbst erheben.


Sich und seinen Fokus schützen

Kundalini-Yoga hilft mir enorm, in meinem Alltag einen Anker und Fokus zu finden. Es ist interessant zu beobachten, wie überreizt und übererregt sich heutzutage viele Menschen durch’s Leben bewegen. Mich selbst oft eingeschlossen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, während dieser Beobachtungen, wenn es mir also bewusst wird, erst recht langsam zu werden, innerlich zu lächeln oder aufmunternd in ein gestresstes oder ängstliches Gesicht zu schauen.

Letzteres kann nicht jeder nehmen, manch einer reagiert irritiert oder überfordert – suchen wir meiner Erfahrung nach, und ich vermute auch evolutionär bedingt, doch stets nach gleich-schwingenden Emotionen. Die meisten Menschen freuen sich jedoch über ein Lächeln und werden für einen Moment wieder aufmerksam und wach, so mein Erleben.

Wir alle tragen Wunden und Entwicklungstraumata in uns, so dass unsere Selbstregulationsfähigkeit natürlich oft zu wünschen übrig lässt. Wir brauchen heute mehr denn je ein starkes, schwingungsfähiges Nervensystem, das sich flexibel an die herausfordernden Begebenheiten des Lebens anpassen kann. Starke Nerven bedeuten auch, eine starke Aura bzw. Ausstrahlung zu haben, die sowohl von anderen wahrgenommen wird als auch uns selbst zugute kommt, um uns sicher und aufgerichtet zu fühlen.

Kundalini-Yoga ist hier prädestiniert, außerdem hilfreich sind andere Entspannungsverfahren, Spaziergänge oder ätherische Öle, die mich tagtäglich unterstützen. Gerade wenn wir uns in Zeitdruck, Arbeitsstress und Informationsflut eingespannt fühlen, uns der tägliche Spielraum für die freie Entfaltung minimal erscheint, brauchen wir Handwerkszeuge, um wieder in Kontakt mit uns, unserem Körper, unseren Gefühlen und den uns wichtigen Zielen zu gelangen.

Dennoch bin auch ich oft überreizt: Dann greife ich vemehrt zum Smartphone, spüre innere Unruhe, auch Orientierungslosigkeit. Im Sommerurlaub auf der Schwäbischen Alb konnte ich beobachten, dass es mir oft schwerfiel, eine lange Zeit nur analog unterwegs zu sein. Der Grad zwischen “sich von anderen inspirieren lassen”, beispielsweise via Facebook, und dem “Sich-Verlieren-im Mitteilungsstrom” ist schmal. Wenn ich meinen Körper als erfahrenes, weises Instrument zur Selbsterkenntnis nutze und diesem vertraue, kann ich sehr genau spüren, wann ich noch im Flow bin, mich wohl und angemessen stimuliert fühle, und wann ich beginne, unbewusst, hektisch und orientierungslos zu werden.

Was ich oft mache: Mich einfach hinsetzen, auf einen Stuhl oder im Schneidersitz auf meine Matte. Sitzen, Wirbelsäule aufrichten, mich intuitiv bewegen und einfach für ein paar Atemzüge lang und tief atmen. Es ist unglaublich, was allein das bewirkt.

Wenn wir in Menschengruppen unterwegs sind – sei es in einer Teambesprechung oder auf der Straße, in der Stadt – und zudem noch feinfühlig sind, dürfen wir erst recht gut auf uns Acht geben. Ich schütze hier – mit Hilfe von Visualisierungen oder Pranayama-Übungen, sprich Atemtechniken, meine Grenzen und auch meinen Fokus. Immer wieder atme ich tief in den Bauch oder stelle mir eine helle, goldene Bubble vor, in der ich sicher und geborgen bin. Es ist nicht immer leicht, sich von der Hektik im Außen nicht anstecken zu lassen, sich hier abzugrenzen – von negativer Stimmungsmache oder Drama-Sucht. Doch es ist möglich. Und wie ich finde sehr erstrebenswert, um geistig, seelisch und körperlich gesund zu bleiben.

Noch etwas wird mir immer klarer: Manchmal bin ich genervt von meiner eigenen Höflichkeit, meinem Verständnis für viele(s). Denn was ich immer weniger dulde sind Lästerein und Sticheleien – sie verletzen meine eigene Integrität, wenn ich Teil der Szene bin. Sprich vor Menschen, die aus welchen Gründen auch immer gerne gehäuft sticheln, lästern oder ihr Gegenüber versuchen klein zu halten, schütze ich mich zunehmend bzw. halte ich mich fern. Ich spüre dies in Form von Unbehagen und Enge sehr genau, richte mich dann innerlich auf, lächle in mich hinein. Das funktioniert immer besser, davon abgesehen, dass mir wirklich negativ gesinnte Leute immer seltener begegnen. Meine Erfahrung: Es sind in erster Linie unsere – oft unbewussten – Überzeugungen, die Menschen anziehen, die uns schlecht behandeln.

Und hier möchte ich Mut machen, seinen ureigenen, schönen Weg zu gehen, in ganz eigenem Tempo, mit individueller Ausrüstung und mit eigenem Fokus. Denn: Je mehr Liebe und Verständnis ich für mich selbst habe, umso schöner und reicher gestaltet sich mein Leben, auf allen Ebenen.

Habt Ihr in diesen herausfordernden Zeiten manchmal auch das Gefühl, Euch, Euren Fokus – das was für Euch wesentlich oder Herzensanliegen ist – schützen zu müssen, um Euch nicht zu verlieren?

Werkzeuge aus meinem Alltag

Ihr Lieben, ich teile hier heute mit Euch Werkzeuge aus meinem Alltag, die mir helfen, in meine Kraft zu kommen, mich aktivieren oder mich entspannen:

💎Yoga-Asanas aus dem Kundalini-Yoga (manchmal helfen schon 3 Minuten)

💎Meditationen, z. B. auch mit einer Mala

💎gute ätherische Öle (einfach riechen, Fußmassage mit Trägeröl, mit Vernebler im Raum verwenden)

💎11 Minuten Entspannung (entspannt auf den Rücken legen)

💎Waldbaden (raus in den Wald: gehen, wahrnehmen, Bäume umarmen)

💎gute lebendige Gespräche

💎Bücher zum Reinschreiben & mich sortieren: mir Wichtiges notieren – Ideen,  Wünsche, Leit- & Glaubenssätze…

💎Literatur die mich inspiriert, klärt, mir hilft

💎harter Igelball (z. B. unter den Füßen während ich am PC sitze)

💎immer wieder mit kleinen Details – Kerze, Steinen… – für Geborgenheit sorgen.

Viel Freude!

Von Anmut und Würde

Das letzte Wochenende im Oktober verbrachte ich mit einigen wunderbaren Frauen im Wendland, genauer in Zargleben in einem urigen, denkmalgeschützten Bauernhaus. Wir kamen zu einem privaten Frauen-Kundalini-Yoga-Camp zusammen, teilten Yoga, unsere schöpferischen Kräfte und unser Können.

Eine bereichernde Erfahrung war, dass wir kein Konzept im engeren Sinne hatten und es dennoch – oder gerade deshalb – mehr als ertragreich war: Es gab keinen Zeitplan – kein konkretes, zeitlich gegliedertes Programm – sondern lediglich die Idee, dass eine jede das in die Runde wirft, was sie weitergeben möchte: Wir teilten Yoga-Comedy, Breath-Walk an der frischen, stürmischen Luft, Fuß- & Klangmassagen, ausgewählte Meditationen und Yoga-Kriyas. Ich selbst brachte meine Liebe zur Musik mit ein und sang Mantren mit den anderen. Meine ätherischen Öle, die mich immer mehr in meinem Alltag unterstützen, fanden ebenfalls Resonanz.

Auch kulinarisch versorgten wir uns bestens – mit köstlicher Kürbis-Rote-Beete-Suppe, warmem Apple-Crumble, Energiebällchen, Frischkornbrei und Chai-Tea. Ich erinnerte mich einmal mehr, wie gut es tut, in Gesellschaft zu genießen und das Essen bewusst zu segnen.

Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Tage zog, lautete wie folgt: „Mit Anmut und Würde gestärkt durch den Wandel“. Anmut und Würde sind Qualitäten, die uns Frauen ausmachen und dennoch in vielen von uns noch zurückgehalten werden. Für mich haben Anmut und Würde mit Integrität – sprich der Übereinstimmung meiner Werte mit meinem Tun – und darüber hinaus mit einem inneren Strahlen, der eigenen Selbstsicherheit zu tun. „Wandel“ kann vieles bedeuten und steht für Übergang, Veränderung: der Übergang in die Wechseljahre, in eine unbekannte Kraft und Stärke, einen neuen Lebensabschnitt oder auch ein ganz neues Zeitalter. Guru Rattana, eine langjährige Schülerin Yogi Bhajans, sagt, eine Frau habe ein großes Reservoir an Widerstandskraft und ein fast grenzenloses Potential, Dinge geschehen zu lassen. Ihre Energie könne jedoch durch zu viel Stress erschöpft werden. Umso wichtiger, sich hin und wieder Auszeiten zu nehmen, um in die eigene Kraft zu kommen.

Eine Yogini erzählte von ihrem vier-jährigen Sohn, der oft wenn er etwas verzapft hatte und daraufhin “Schimpfe bekam”, klar und deutlich entgegnete: „Das hab’ ICH gemacht“, woraufhin seine Mutter nichts wirklich Sinnvolles erwidern konnte. Wie herrlich selbstbewusst, die eigene Verantwortung übernehmend! Von dieser Haltung wollten wir uns nun etwas abschneiden und immer wenn wir uns vorschnell für jeden Pup entschuldigen, „Das hab’ ICH gemacht!“ in den Raum werfen. Das Ganze gestaltete sich sehr spielerisch und lustig, vor allem: erhellend. Es ist unglaublich, wie schnell wir Frauen ein „Entschuldige bitte“ aussprechen! In den meisten Fällen ist dies schlicht nicht nötig und transportiert ein überflüssiges „Sich-klein-Machen“. Und nicht nur das: Es kann das Gegenüber auch aggressiv machen, wenn sich jemand ständig entschuldigt.

Wir tauschten uns über all das aus, was uns dankbar macht, ferner über (Yoga-) Literatur, Yoga-Unterricht, Ernährung, den Alltag, Träume und Visionen. Was ich besonders schätze: Wir kamen auf Augen- und Herzhöhe zusammen, lachten viel und begegneten uns sehr authentisch. Ich finde nichts angenehmer, als wenn Menschen sich untereinander wertschätzen, Komplimente machen, sich gegenseitig erheben. Gerade bei uns Frauen potenziert sich meiner Erfahrung nach unsere schöpferische Kraft, unser Können, wenn wir gemeinsam für etwas gehen, uns unterstützen und liebevoll begleiten. Dies ist sicher nicht die Regel – oft blockieren wir uns gegenseitig durch Konkurrenzdenken und Sich-etwas-Neiden – doch eine jede, die die Erfahrung des sich Miteinander-Stärker-Fühlens gemacht hat, wird diese nicht missen wollen und immer öfter Felder mit dieser schönen Energie aufsuchen.

Natürlich war da nicht nur Konsens unter uns: Nicht jede steht auf die früh morgens praktizierte sog. Sadhana, und auch Vorstellungen darüber, wie konkret das Japji, Teil der Sadhana, rezitiert wird, variierten. In diesen Momenten ist es interessant genauer hinzuschauen und zu –spüren, was ich aus der jeweiligen Situation mitnehmen kann. Authentische, offene Frauen sind hervorragende Spiegel füreinander.

Ich fühlte beim Ankommen daheim einen tiefen Frieden in mir, eine Weite und Ruhe. Zu Hause stellte ich fest, dass ich bei Kleinigkeiten oder Worten nicht sofort reagierte, beispielweise mit einer Erklärung oder Rechtfertigung, sondern dass es da tatsächlich eine Lücke in mir gab zwischen Reiz und Reaktion. Am folgenden Tag war dann wieder viel Aufruhr in mir, und “meine Themen” – wunde Punkte, Dinge, die mich in der Tiefe bewegen – begegneten mir wie unter einem Vergrößerungsglas.

Es bleibt spannend. Ich wünsche mir, diese dort erlebte Authentizität mit in den Alltag zu nehmen.

Sich im Nicht-Wissen üben

Vergangenes Wochenende musste ich mich im Nicht-Wissen üben. Das fällt mir schwer: in einer Angelegenheit, die in mir routiert, nicht weiter zu kommen – nicht zu wissen, was richtig oder falsch, was gerade angezeigt ist. Verschiedene Stimmen und Instanzen in mir wahrzunehmen und zu keiner befriedigenden Lösung zu finden, noch nicht. Manchmal bedarf es tatsächlich des Fallenlassens eines schon mehrfach durchgekauten Themas, so dass dieses sich zu einem gegebenen Zeitpunkt wieder neu zeigen kann.

Ich wurde von meiner Yogalehrerin wiederholt gefragt, ob ich sie in bestimmten Stunden vertreten könnte. Nun ist es so, dass ich das theoretisch kann: Schließlich bin ich seit Juni diesen Jahres frischgebackene Kundalini-Yogalehrerin. Als diese Frage mich kürzlich wieder traf, war mein erster Impuls: “Mist, jetzt musst du zugeben, dass du das gerade nicht willst, obwohl du kürzlich noch ‘ne andere Ansage gemacht hast.” Was mir auch immer bewusster wurde: Ich möchte meine Rollen und Aufgaben dieser Tage reduzieren, mich voll auf das fokussieren, was die stärkste Freude in mir entzündet: das Schreiben, die Natur, das Mich-Frei-Fühlen und gleichzeitig Anderen-ein-gutes-Gefühl-Vermitteln. Auch möchte ich mir noch mehr Pausen gönnen, da mein (All-)Tag mit den zum Teil “schwer beeinträchtigten”, blinden Kindern oft sehr anstrengend ist und auch unser Sohn uns fordert. Und einfach, weil’s total Sinn macht, der Freude zu folgen. Meine wöchentliche Yogastunde, in der ich als Schülerin teilnehme, ist ein Wochenhighlight, eine Zeit ganz für mich, in der ich mich fallen lassen kann. Als Lehrerin Verantwortung für diese oder eine andere Stunde zu übernehmen würde sich gerad wie ein weiterer “Stein” anfühlen.

Zunächst war ich voll fein mit meiner nun formulierten Ansage bzw. Absage, doch am darauffolgenden Tag kamen Zweifel: War das richtig? Darf ich solch eine Chance ziehen lassen? Gehe ich nur (m)einer Angst aus dem Weg? Eine sehr liebgewonnene Bekannte meinte sehr treffend – auch das gab mir zu denken:

Ich bin immer für die Erfahrung, weil der Verstand einen manchmal austrickst.“

Auch das ist wahr – oft hindern uns diverse Mindgames daran, in das für uns stimmige, uns vorwärtsbringende Tun zu kommen. Stichwort Komfortzone-Verlassen.

Dann tat ich, was ich oft tue, wenn ich nicht weiter weiß: Ich kontaktiere – von Aug`zu Aug`, auf dem Schriftweg – Menschen, von denen ich glaube, dass ihre Sicht der Dinge mir weiterhelfen könnte in genau dieser Frage. So fand ich heraus: Meine größte Angst ist nicht, da vorne als Lehrerin zu sitzen, zu unterrichten (das auch!); meine größte Angst ist es, meine Yogalehrerin zu ent-täuschen, Erwartungen von außen nicht zu erfüllen:”Als frischgebackene Lehrerin müsstest du jetzt unterrichten, vor allem, wenn du zum wiederholten Male solche Chancen erhälst!

In der Tiefe geht es stets um die Angst vor Ablehnung. Auch meine Angst, mich „da vorne zum Affen zu machen“, vor der Gruppe sitzend, sprich meine Angst vor Selbstausdruck, ist im Kern die Angst vor Ablehnung: Die Angst sich zu zeigen, be- oder verurteilt zu werden, nicht gut genug zu sein. Verrückt, denn: Warum eigentlich? Oder deutlicher: Was für’n Scheiß!

Nun bin ich innerlich wieder sortierter, wieder im Wissen, ausgerüstet mit den für mich dieser Tage relevanten Antworten – mehr muss ich noch nicht wissen. Und wie das Leben so spielt, habe ich weitere wunderbare Hinweise bekommen: Heute stolperte ich über den Satz:

Wer glaubt, alles im Griff zu haben, entwickelt sich nicht mehr. Lass das Ufer los und werde zum Fluss.“

Auch das fand ich schön und für mich treffend. Darüber hinaus hat mir ein Text zum „Anders-Sein“ von einer mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsenen Yogini  geholfen. Hier tauchte die Frage auf:

Was dient meiner Seele und was nicht?“

Diese Frage finde ich sensationell und in tiefster Tiefe berührend. Sie rührte mich zu Tränen. Für mich ist sie eine DER existentiellen Lebensfragen.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben. Nur noch ergänzend: Ich glaube, es gibt viele Arten und Wege, Kundalini-Yoga zu unterrichten: Sei es, dass ich Artikel schreibe, in denen ich mich auch der Lehre annähere, sei es, dass ich darauf achte, mich klar und liebevoll auszurichten und die Energie zu heben; in einem Gespräch kann ich ferner eine liebevoll-provokative Frage stellen, die den Fokus in eine neue Richtung lenkt; oder indem ich Menschen in meinem Umfeld ausgewählte Übungen oder den tiefen, langen Atem näher bringe.

Ach ja: Meine Yogalehrerin war natürlich nicht enttäuscht, sondern erfreut darüber, dass ich für mich einstand und das, was sie in ihrem Unterricht lehrt, beherzigt habe. Darüber hinaus hat sie eine andere Lösung gefunden. Und für mich wird es sicher alternative Unterrichtsmöglichkeiten und -gruppen geben. In Kürze werde ich dazu auch Gelegenheit habe, nur in einem anderen Rahmen…

Was dient deiner Seele und was nicht? Lass dich mit Hilfe dieser Frage führen und trau dich, dich dem Leben hinzugeben.

 

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