Wir alle können durch eine jede Begegnung, die etwas mit uns macht, viel lernen.
In den vergangenen Wochen und Monaten konnte ich viele sehr inspirierende, interessante Menschen kennen lernen. Facebook ist ein großes Übungsfeld, eine Sozialstudie: Hier “purzeln” Menschen in dein Leben, die dir so unter Umständen gar nicht begegnen würden. Mir ist aufgefallen, dass mich jene Menschen mit einer klaren, friedlichen Energie besonders beeindrucken. Sie scheinen es auch nicht nötig zu haben, wer weiß wie hervorzutreten und zu betonen, wie sehr sie das Leben bereits begriffen haben und wie hoch sie schwingen.
Manches Verhalten nervt mich auch, gerad wenn ich das Gefühl habe, hier sieht jemand mich so gar nicht, sondern versucht stattdessen, mir seine Macht, sein “Über den Dingen Stehen” geradewegs aufzudrängen.
Natürlich fühl ich mich auch aufgefordert, genau hinzuschauen, weshalb jemand oder etwas mir “schlecht reinläuft”. Dann wieder gibt es Situationen, in denen mich das Leben offenbar auffordert, auch mal deutliche Grenzen zu setzen, eben nicht stets verständig und versöhnlich zu sein.
Wichtig find ich, einerseits sein Angepisstsein auch für okay und angemessen zu befinden – anstelle zu schnell wieder “Licht und Liebe sein zu wollen” – und gleichzeitig sich selbst auch nicht über den anderen zu stellen, sondern bei sich zu bleiben und in neutraleren Momenten wieder das Gute im anderen zu sehen.