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Erlebtes & Belebendes

Schlagwort: erheben

Atmosphäre

Ich finde, ganz vieles steht und fällt mit Atmosphäre: Für ein wertschätzendes Miteinander – ob privat oder im Job – ist eine angenehm-ausgelassene, gute Atmosphäre entscheidend. Ich spüre sofort wenn ich einen Raum betrete und hier „Disharmonien“ vorherrschen. Auch mache ich die Erfahrung, dass es meine Stärke ist, Räume aufzuhellen, einfach für ein freudvolles Sein zu sorgen. Manchmal, wenn ich selbst gerad niedrig schwinge oder dünnhäutig bin, ist mein Wunsch dann eher, mich abzugrenzen, für mich zu sein.

Elevation, die freudvolle Mischung von doTERRA, sorgt für belebte und erhebende Empfindungen und füllt Räume mit „guter Energie“. Die Mischung besteht aus Lavandin, Lavendel, Tangerine, Elemi, Zitronenmyrte, Melisse, Ylang Ylang, Osmanthus und Hawaiianischem Sandelholz.Wenn jemand gerad extrem schecht drauf oder hoffnungslos ist, kann Elevation dem entgegenwirken.

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Was wir zu tun und zu lassen haben

Wisst Ihr, was mich tierisch nervt? Wenn andere mich damit behelligen – und dies auf eine insistierende, dogmatische Art – was ich zu tun und zu lassen habe. Sicher habe auch ich einen kleinen Missionierer in mir sitzen, einen Weltverbesserer, eine Besser-Wisserin. Mein Mann spiegelt mir das ab und an – wiederum humorvoll und sehr differenziert, so dass ich es meistens gut nehmen kann.

Doch was ich höchstwahrscheinlich nicht oder selten mache: In schwarz-weiß-getönter Stammtisch-Manier anderen erzählen, wie sie doch besser und sinnvoller ihre Kinder erziehen sollten. Meine Mitmenschen davon überzeugen, warum es Sinn macht, ein, zwei oder drei Kinder zu haben. Oder keins. Ich halte mich insbesondere beim Thema Erziehung sehr zurück, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie verdammt schwer das sein kann – insbesondere als jemand, der noch in internetfreien Zeiten groß geworden ist und Digitalisierung auch kritisch sieht. Was ich auch möglichst vermeide: Einem anderen verklickern, dass er doch bitteschön sein Kind auf diese oder jene Schule schicken sollte, die Vielfliegerei unterlassen oder seinen Fleischkonsum reduzieren oder möglichst gänzlich canceln darf. Problematisch ist auch die Kombination aus „gute Ratschläge verteilen“ und „wenig Empathie aufbringen, keinen Perspektivwechsel einnehmen können“. Da wird’s dann obernervig.

Natürlich macht vieles, was wir in uns denken, wie wir – ethisch – handeln, durchaus Sinn. Auch dürfen wir immer wieder Vorbild sein, liebevoll anstupsen, uns immer wieder neu entscheiden, uns der Umwelt möglichst zuträglich und ihr dienend zu verhalten. Doch es gibt so viele Themen, die den ganz individuellen Lebensstil, die Lebensmethode eines einzelnen oder eines Systems betreffen, wo wir uns meines Erachtens schlicht heraushalten sollten. Leben ist furchtbar komplex, und schnelle, sehr einfache Lösungen gibt es leider nicht immer, eher selten – je nach Kontext.

Ich bin davon nicht frei: Meinen zu wissen, was für mein Gegenüber oder ein System gut ist. In meinem Schatten sitzt ein Teil, der sehr hart und ungefragt auch mal Lebensstil und Verhaltensweisen eines anderen verurteilen kann. Zum Glück reflektiere ich sehr tief und gründlich, auch bin ich mir nicht zu schade, mich zu entschuldigen. Brenzligen, unangenehmen Situationen – sowohl jenen, in denen ich selbst jemanden vor den Kopf gestoßen habe, als auch jenen, in denen mir ein anderer etwas vor die Füße geworfen hat – spüre ich sehr genau nach.

Social Media ist voll von dummem Geschwätz und guten Ratschlägen. Sicher ist hier die Hemmschwelle, seinen Standpunkt in den Äther zu werfen, bei vielen herabgesetzt. Umso wichtiger, finde ich ist es, Worte sehr bedacht und bewusst zu wählen und genau zu schauen, was will ich sagen. Mich zu fragen: Kann ich mit meinen Worten, meinen Impulsen etwas Gutes tun, andere erheben, inspirieren? Oder gebe ich Mitmenschen und -lesenden eher ein schlechtes Gefühl oder Gewissen? Letzteres hilft meines Erachtens niemandem.

Ich gehe immer mehr dazu über, wirklich mein Leben zu leben. Unser Leben als Familie. Radikal zu leben. Mit den ganz eigenen Entscheidungen, einem eigenen Kodex. Es wird mir zunehmend gleich-gültig, ob andere das nun gutheißen oder nicht. Es muss für uns passen, für niemanden sonst. Wenn die eigenen Eltern sterben, ist neben der nicht enden wollenden Trauer, dem Vermissen auch ein Stück Befreiung eine mögliche Konsequenz: Die alten Rollen und Muster dürfen nun noch einmal mehr hinterfragt und abgelegt werden.

Im selben Zuge versuche ich möglichst, auch andere zu lassen. Sie ihr Leben – solange sie mir oder anderen nicht bewusst schaden – leben zu lassen. „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“, wie meine Schwester so schön sagt. A propos Schwester: An ihr schätze und bewundere ich mitunter, wie mühelos es ihr gelingt, andere wirklich zu lassen. Ich glaub sie macht sich auch wenig negativen Kopp‘ um andere. Es juckt sie schlicht nicht, wenn ein anderer anders lebt als sie; ich habe sie sich so gut wie nie über andere auslassen, echauffieren oder gar lästern hören. Find ich großartig.

Kürzlich habe ich mit meinem Mann einen Wandertag in Nienburg an der Weser verbracht. Wir haben unseren Sohn so gut wie erstmals einige Stunden allein gelassen – in dem Wissen oder dem Glauben, dass er viel Zeit am PC verbringen wird. Etwas, wogegen wir gefühlt schon lange ankämpfen. Meistens richten wir uns nach ihm, gehen schwimmen, in die Trampolinhalle, drängen ihm einen Museumsbesuch auf und, und. Doch gestern wollten wir schlicht mal wieder genau das tun, was wir, als Paar, irre gerne tun, und was wir uns selten erlauben. Nicht immer lassen sich Kompromisse finden: Zu dritt loszuziehen hätte bedeutet, mit einem stinkstiefeligen, boykottierenden Jungen durch die Lande zu ziehen. Schon tausendfach erlebt. Nein, nun wollten wir es mal anders. Und ehrlich gesprochen: Es tat saugut.  Was wir uns wirklich wünschen: mehr Unterstützung – meistens sind wir diejenigen, die andere Kinder daheim aufnehmen – doch Tipps und gute Ratschläge können andere herzlich gern behalten.

In diesem Sinne: Lebt wirklich Euer Leben (jetzt habe ich auch einen Tipp;-)) und lasst andere.

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