seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

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Faltfieber

Origami-Faltkunst unseres Sohnes – ich freu mich riesig, dass er das Falten wieder aufgenommen hat. Talente dürfen auf die Straße gebracht werden. Daran möchte ich immer wieder erinnern und auch dazu ermutigen.

Unterstützt Eure Kinder dabei, beim Ausleben welcher Gabe und in welcher Form auch immer!

Die Faltobjekte können käuflich erworben werden – kontaktiert mich, wenn Ihr Interesse habt!

An den Ergebnissen erkennst du deine Absicht

Heute möchte ich “außer der Reihe” auf meinen aktuellen compassioner-Artikel aufmerksam machen: Die Welt gibt dir Feedback. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Thema bei vielen Resonanz findet, daher teile ich ihn hier.

Das Leben schenkt uns unentwegt Feedback. Die Welt kann zu einem großen, lehrreichen Spiegel werden, wenn wir uns trauen, hineinzublicken und wenn wir bereit sind, niemanden außer uns selbst für die eigenen Lebensumstände verantwortlich zu machen.

Viel Freude & Erkenntnisse beim Lesen, eine schöne Herbstzeit und alles Gute!

Die Welt gibt dir Feedback

Geschichten über mich und andere

Ich beschäftige mich dieser Tage intensiver mit dem Possibility Management. Dieser Ansatz kann dir dabei helfen, ungewohnt neuartig zu denken und Veränderungen zu initiieren. Es gibt die Möglichkeit, für sich selbst die sog. SPARKs – Übungen bzw. Experimente – zu machen, oder an mehrtägigen, transformatorischen Trainings teilzunehmen. Heute möchte ich zwei SPARKs vorstellen, die sich der Thematik Beziehung und Entwicklung in Beziehungen widmen.

Los geht’s:

“Du kannst verändern, wer du bist, indem du die Geschichten anderer Menschen über dich veränderst.”

Das fand ich spannend und fragte mich: Wie geht das? Eine Überlegung vorweg, vielleicht kennt Ihr das auch: Ihr seid der Meinung, ihr hättet eine bestimmte Entwicklung vollzogen, ein spezielles immer wieder kehrendes Thema nun endlich durchgekaut und verdaut, und dennoch begegnet Euch im Außen immer noch derselbe Käse – in Form von den gleichen unerwünschten Situationen und Reaktionen Eurer Mitmenschen. Der Beweis, dass du dich tatsächlich geändert hast, wird sich darin zeigen, dass andere Menschen auch anders auf dich reagieren. So liegt es an dir selbst, zu ändern, auf welche Weise dich deine Mitmenschen wahrnehmen, indem du die Geschichten veränderst, die sie über dich erzeugen. Um die Geschichten über dich zu verändern, musst du deinen Mitmenschen nun also neue Beweise liefern, und hierfür ist es erforderlich, dass du einige Eigenschaften deines Wesens wirklich änderst.

Ich erinnere mich an ein gemeinsames Essen mit meiner Herkunftsfamilie im Sommer 2016, als ich auf meinen Erfolg – es erschien gerade mein erster Artikel im Online-Magazin compassioner – anstoßen wollte. Allein das Wort “Erfolg” hat die eine oder andere Irritation hervorgerufen. Erfolg ist kein Begriff, der in meiner Familie oft benutzt wurde, oder anders: Auf Erfolg im engeren Sinn – Karriere, materieller Natur – wurde nie sonderlich großen Wert gelegt. Auch wenn ich mich noch etwas ungelenk fühlte beim Heben meines Glases, so war es doch ein schöner, spielerischer Moment, der seine Wirkung zeigte. A propos spielerisch: Du denkst vielleicht, hm, Wesenseigenschaften ändern, gar nicht so leicht, bin ich denn dann noch authentisch? Sieh das Ganze doch als bewusstes Theater, sprich zeig dein neues Verhalten als Theater – zum Zweck deiner eigenen Entwicklung. Das denke ich immer mehr: Warum oft so bierernst und immer gleich? Mir macht es Spaß, mit Rollen und Erwartungen zu spielen und nicht immer dasselbe Verhalten an den Tag zu legen. Im Possibility Management heißt es, du musst dich dazu verpflichten, eine Wesenseigenschaft zu verändern.

Mittlerweile reagiert mein Umfeld ganz eindeutig anders auf mich als noch vor 2,3 Jahren: Bestimmte Kontakte schlafen, andere sind von meinem Radar verschwunden, neue Menschen sind hinzugekommen, einige Verbindungen zu schon lange bestehenden, liebgewonnenen Menschen sind deutlich tiefer und intensiver geworden. Auch werden andere Themen und Fragen an mich herangetragen, ich werde viel öfter zu mir wirklich am Herzen liegenden Themen befragt, so z. B. zum Kundalini-Yoga und zu meinen ätherischen Ölen.

Hier ein Vorschlag, ein Experiment zu wagen: Du kannst bei einem Verhalten, das du ablegen möchtest, genau das gegenteilige Verhalten an den Tag legen und im Alltag mit Situationen spielen. Natürlich bedeutet das anfangs Herzklopfen und gefühlt eine große Risikobereitschaft, doch es beinhaltet starkes Transformationspotenzial. Laut sein wo du sonst leise bist. Sprechen wenn du normalerweise in der Zuhörerrolle bist. Bewusst nicht lächeln, wenn dir nicht danach ist und du es für gewöhnlich tust.

Der andere SPARK, der mich umtrieben hat die vergangenen Tage, lautet:

“Du kannst Menschen verändern, indem du deine Geschichten über sie veränderst.”

Mindestens genauso interessant. Auch das kennen wir sicherlich alle: Wir erzählen uns – in Form eines inneren Monologes oder auch im Austausch – stets dieselben Geschichten über Menschen, die wir gut zu kennen glauben. Wir stecken Menschen mit Vorliebe in Schubladen und sind oft viel zu bequem, um sie dort wieder herauszuholen – selbst wenn es noch so offensichtlich ist, dass es hier Neues zu entdecken gibt. Wir halten diese immergleichen Geschichten, die wir über andere erzählen, für wahr. Sprich die Art, wie ich eine andere Person erlebe, wird zwangsweise über meine Geschichten über diese Person beschränkt. Wenn wir davon ausgehen, dass JEDE Geschichte, die ich erfinde, auch als “wahr” bewiesen werden kann, so kann ich auch neu erfinden, wie Menschen sind, indem ich Geschichten neu erfinde, die ich über sie erzeuge. Klingt erstmal schräg und wirft Fragen auf. Doch auch mit diesem Ansatz lässt sich kreativ und spielerisch experimentieren, ohne dass ich mir untreu werden muss. Indem ich Beweise finde, mit denen ich eine neue Geschichte über jemanden stütze, ist diese Person verändert!

Gerade über Menschen, über die ich Geschichten erfunden habe, die tendenziell negativ besetzt sind, kann ich nun beginnen, Neues zu erzählen. Ich kann neue Aspekte am anderen beobachten und bemerken und wiederholt diese neuen Geschichten – auch Dritten gegenüber – erzählen. In diesem Prozess verändert sich auch meine innere Wahrnehmung. Ich habe mir vorgenommen, Menschen immer wieder neu zu sehen – ich glaube, das wird meinem Gegenüber zum einen gerechter, wenn wir bedenken, dass Menschen komplexe und auch widersprüchliche Wesen sind; zum anderen erhebe und ermächtige ich uns beide, wenn ich den anderen in seiner Größe und Vielfalt betrachte.

Wer Lust hat, mehr zu experimentieren, den möchte ich herzlich dazu einladen – ich mache mit und freue mich über Austausch!

Sich und seinen Fokus schützen

Kundalini-Yoga hilft mir enorm, in meinem Alltag einen Anker und Fokus zu finden. Es ist interessant zu beobachten, wie überreizt und übererregt sich heutzutage viele Menschen durch’s Leben bewegen. Mich selbst oft eingeschlossen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, während dieser Beobachtungen, wenn es mir also bewusst wird, erst recht langsam zu werden, innerlich zu lächeln oder aufmunternd in ein gestresstes oder ängstliches Gesicht zu schauen.

Letzteres kann nicht jeder nehmen, manch einer reagiert irritiert oder überfordert – suchen wir meiner Erfahrung nach, und ich vermute auch evolutionär bedingt, doch stets nach gleich-schwingenden Emotionen. Die meisten Menschen freuen sich jedoch über ein Lächeln und werden für einen Moment wieder aufmerksam und wach, so mein Erleben.

Wir alle tragen Wunden und Entwicklungstraumata in uns, so dass unsere Selbstregulationsfähigkeit natürlich oft zu wünschen übrig lässt. Wir brauchen heute mehr denn je ein starkes, schwingungsfähiges Nervensystem, das sich flexibel an die herausfordernden Begebenheiten des Lebens anpassen kann. Starke Nerven bedeuten auch, eine starke Aura bzw. Ausstrahlung zu haben, die sowohl von anderen wahrgenommen wird als auch uns selbst zugute kommt, um uns sicher und aufgerichtet zu fühlen.

Kundalini-Yoga ist hier prädestiniert, außerdem hilfreich sind andere Entspannungsverfahren, Spaziergänge oder ätherische Öle, die mich tagtäglich unterstützen. Gerade wenn wir uns in Zeitdruck, Arbeitsstress und Informationsflut eingespannt fühlen, uns der tägliche Spielraum für die freie Entfaltung minimal erscheint, brauchen wir Handwerkszeuge, um wieder in Kontakt mit uns, unserem Körper, unseren Gefühlen und den uns wichtigen Zielen zu gelangen.

Dennoch bin auch ich oft überreizt: Dann greife ich vemehrt zum Smartphone, spüre innere Unruhe, auch Orientierungslosigkeit. Im Sommerurlaub auf der Schwäbischen Alb konnte ich beobachten, dass es mir oft schwerfiel, eine lange Zeit nur analog unterwegs zu sein. Der Grad zwischen “sich von anderen inspirieren lassen”, beispielsweise via Facebook, und dem “Sich-Verlieren-im Mitteilungsstrom” ist schmal. Wenn ich meinen Körper als erfahrenes, weises Instrument zur Selbsterkenntnis nutze und diesem vertraue, kann ich sehr genau spüren, wann ich noch im Flow bin, mich wohl und angemessen stimuliert fühle, und wann ich beginne, unbewusst, hektisch und orientierungslos zu werden.

Was ich oft mache: Mich einfach hinsetzen, auf einen Stuhl oder im Schneidersitz auf meine Matte. Sitzen, Wirbelsäule aufrichten, mich intuitiv bewegen und einfach für ein paar Atemzüge lang und tief atmen. Es ist unglaublich, was allein das bewirkt.

Wenn wir in Menschengruppen unterwegs sind – sei es in einer Teambesprechung oder auf der Straße, in der Stadt – und zudem noch feinfühlig sind, dürfen wir erst recht gut auf uns Acht geben. Ich schütze hier – mit Hilfe von Visualisierungen oder Pranayama-Übungen, sprich Atemtechniken, meine Grenzen und auch meinen Fokus. Immer wieder atme ich tief in den Bauch oder stelle mir eine helle, goldene Bubble vor, in der ich sicher und geborgen bin. Es ist nicht immer leicht, sich von der Hektik im Außen nicht anstecken zu lassen, sich hier abzugrenzen – von negativer Stimmungsmache oder Drama-Sucht. Doch es ist möglich. Und wie ich finde sehr erstrebenswert, um geistig, seelisch und körperlich gesund zu bleiben.

Noch etwas wird mir immer klarer: Manchmal bin ich genervt von meiner eigenen Höflichkeit, meinem Verständnis für viele(s). Denn was ich immer weniger dulde sind Lästerein und Sticheleien – sie verletzen meine eigene Integrität, wenn ich Teil der Szene bin. Sprich vor Menschen, die aus welchen Gründen auch immer gerne gehäuft sticheln, lästern oder ihr Gegenüber versuchen klein zu halten, schütze ich mich zunehmend bzw. halte ich mich fern. Ich spüre dies in Form von Unbehagen und Enge sehr genau, richte mich dann innerlich auf, lächle in mich hinein. Das funktioniert immer besser, davon abgesehen, dass mir wirklich negativ gesinnte Leute immer seltener begegnen. Meine Erfahrung: Es sind in erster Linie unsere – oft unbewussten – Überzeugungen, die Menschen anziehen, die uns schlecht behandeln.

Und hier möchte ich Mut machen, seinen ureigenen, schönen Weg zu gehen, in ganz eigenem Tempo, mit individueller Ausrüstung und mit eigenem Fokus. Denn: Je mehr Liebe und Verständnis ich für mich selbst habe, umso schöner und reicher gestaltet sich mein Leben, auf allen Ebenen.

Habt Ihr in diesen herausfordernden Zeiten manchmal auch das Gefühl, Euch, Euren Fokus – das was für Euch wesentlich oder Herzensanliegen ist – schützen zu müssen, um Euch nicht zu verlieren?

An manchen Tagen

An manchen Tagen fühle ich mich schlapp und bedürftig: Gestern war mir nach Umarmt-Werden, mich fallen lassen, auch mal betüddelt werden. Von Herzen gern gebe ich viel Liebevolles nach (dr)außen – auf der Arbeit mit meinen Klienten, in privaten Feldern. Ich glaube, nach außen transportiere ich das Bild einer starken, wachen Frau, die gut für sich selbst sorgen kann. Diese Frau bin ich auch, doch natürlich nicht nur und immer.
Wenn wir unsere Wünsche auch aussprechen, stehen die Chancen gut, dass Menschen, die uns sehen und lieben auch unseren Bedürfnissen entsprechend reagieren. Und was immer hilft: wertschätzend mit sich selbst zu kommunizieren und sich zu umarmen, mit allem, was gerade da ist.

Angst vor Ablehnung

Kennt Ihr das auch? Ihr unterlasst bestimmte Schritte – Schritte des Sich-Zeigens, Sich-neu-Erprobens – aus Angst vor Ablehnung? Ich erinnere mich, dass ich im 5. Schuljahr meine komplette Klasse zu meiner Geburtstagsfeier eingeladen habe, nicht da mir alle wer weiß wie am Herzen lagen, sondern da ich mich bei niemandem unbeliebt machen wollte.

Die Angst nicht gemocht zu werden, zu missfallen, begleitete mich sehr lange. Mittlerweile ist es mir meist wurscht – abgesehen von mir sehr nah stehenden Menschen – was andere denken und meinen, wem ich gefalle und wem nicht. Im Gegenteil, ich erlebe es als völlig “normal” und auch wichtig, nicht von allen gemocht zu werden (denn letzteres wäre geradezu verdächtig und auch uninteressant). Das für mich mittlerweile Furchtbarste ist es, heuchlerisch oder kriecherisch zu sein. Lieber nehme ich in Kauf, dass meine manchmal auch schonungslose Ehrlichkeit nicht gut ankommt.

Ich erlebe es immer wieder: Wenn du zu neuen Ufern aufbrechen willst, musst du durch diese Angst hindurch, wiederholt und wiederholt. Spannend und auch befreiend wird es, wenn du erkennst, dass du und deine Schritte wohlmöglich gar nicht abgelehnt werden. Die These, dass Ablehnung eine Illusion sei, habe ich kürzlich bei Veit Lindau aufgeschnappt und lange in mir bewegt. Veit unterscheidet zwischen Ablehnung und etwas anderes wählen. Das habe ich mir auf der Zunge zergehen lassen: Der andere lehnt es oder dich nicht ab, er wählt an dieser Stelle nur etwas anderes! Das heißt ferner: Die Wahl des anderen ist kein Urteil über dich oder deinen Wert. Veit sagt, der einzige Mensch, der die Wahl habe, dich in solchen Momenten abzulehnen, bist du. In dich irritierenden oder auch schmerzhaften Momenten kannst du dich also fragen:

Bin ich von meinem Weg überzeugt? Von meinen Zielen und auch von meiner Vision? Kenne ich meine Werte?”

Momente, in denen ich zweifle – zum Beispiel daran, so offen und ehrlich öffentlich zu schreiben – Momente, in denen ich mich mit mir nah stehenden Menschen austausche, beispielsweise darüber, dass sie nicht möchten, dass irgendetwas über sie im Internet steht – sind also wahre Lehrmeister, wenn auch keine angenehmen. Ich bleibe bei dem Beispiel “private Dinge im Internet veröffentlichen”: Eine liebgewonnene Vertraute schrieb mir neulich – nachdem sie lange und interessiert in meinem Blog gestöbert hatte – sie würde private Dinge nicht ins Internet stellen. Gleichzeitig fragte sie sich selbst: Warum eigentlich nicht? Ich kann sie aus ihrer Warte – sie ist außerdem ein völlig “un-digitaler” Mensch – verstehen. Ich erwiderte, ich würde mein Schreiben als das mit Schönste und Abenteuerlichste erleben, dass ich bislang gestaltet habe. Abgesehen davon, dass mir das Schreiben irre viel Spaß macht, erfahre ich immer wieder, dass meine Zeilen auch anderen Mut machen: Von sich erzählen kann andere ermutigen, es kann sie zum Beispiel spüren lassen, sie sind nicht allein.

Gleichzeitig kann ich nachvollziehen, wenn andere das nicht wollen, sprich sich hier an dieser Stelle für “anders leben” entscheiden. Aus vielfältigsten Gründen. Zurück zum Anfang meines Textes – Ablehnung ist eine Illusion. Natürlich mag der eine oder andere das, was wir tun, ablehnen. Doch ich glaube, viel öfter, als dass etwas abgelehnt wird, wird schlicht anders gewählt, anders gelebt. Die meisten Menschen stecken, so meine Beobachtung, sehr tief und busy in ihrem eigenen Leben, sie registrieren gar nicht alles, was du tust, es interessiert auch nicht jeden alles. Geht mir doch genauso!

Daher meine Empfehlung: Mach doch einfach! Oder wie Veit so schön sagt: “Die, die genau auf dich gewartet haben, werden kommen!” Oft ist es so, dass ich selbst auch viel zu beschäftigt bin, als mir permanent über das Leben anderer Gedanken zu machen: Ich bin super neugierig, lasse mich gerne inspirieren, ich verschenke mich sehr gern – das ‘anderen Dienen und ihnen eine Freude machen’ ist für mich Teil und Konsequenz gelebter Selbstliebe. Da komme ich gar nicht zum ständigen “Abscannen”, Vergleichen und mich fragen, was der andere denn evtl. besser macht als ich. Soll heißen: Ich verbringe kaum bis keine Zeit mit Tratschen, Lästern, Ablehnen. Und frage mich: Warum sollten andere dies tun, Zeit mit Ablehnen verbringen;-)? Im Übrigen glaube ich, dass Selbstliebe, sprich die Qualität der Beziehung zu dir selbst DER Schlüssel ist in diesem ganzen “Werde-ich gemocht/abgelehnt-Spiel”.

Mir ist erneut klar geworden: Ich möchte meine Schritte gehen, sie nicht unterlassen. Der Schritt, mich nun mehr und mehr mit den ätherischen Ölen, die ich sehr liebe, zu zeigen, andere hier zu beraten, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Öle über mich zu beziehen, ist mir auch nicht ganz leicht gefallen. Doch ich sage mir: Wenn es mich ruft, sollte ich folgen. Unbedingt. Und wenn es dann doch nicht meins ist, wird sich genau dies zeigen.

Und was das öffentliche Schreiben, den Einblick in mein Leben angeht: Mir ist es wichtig, offen zu sein und gleichzeitig genau hinzuspüren, wo sind Grenzen – meine eigenen und die des anderen. In die Tiefe gehen, ohne dass es für eine Seite unangenehm wird.

Und wenn du oder das, was du tust, dann doch abgelehnt werden, kannst du dich fragen: Über wen sagt diese Ablehnung etwas aus? In der Regel über denjenigen, der ablehnt – es ist Ausdruck seiner Werte, seiner Ansichten, seiner Moral, seines Geschmacks, seiner Ästhetik und Weltanschauung.

Welche Erfahrungen machst du mit der Angst vor Ablehnung? Kannst du recht entspannt durch sie hindurch gehen? Oder bremst sie dich oft?

Ins Spüren kommen

Hier im schönen Schwabenland-Urlaub wird mir wieder bewusst, wie elementar das (Analog-)Leben ist. Mein Mann spiegelt mir (kritisch), dass ich mittlerweile schon viel Zeit im Netz verbringe.

Hier heißt es nun: Viel mehr und intensiv ins Spüren kommen. All die Dinge tun, die mich erden, mich unmittelbar mit der Natur & somit auch mit mir verbinden. Einfach schauen, beobachten, mit den Händen fassen; riechen, schmecken, sich Zeit nehmen. Wasser spüren. Sommerregen. Den anderen beschenken – mit Zeit, Aufmerksamkeit, Liebevollem. Die Erde spüren, barfuß laufen.

Oh wie schön.

Ätherische Öle von dōTERRA

therapeutische ätherische Öle von doTERRA*Werbung ohne Auftrag

Im Juli 2017 habe ich die ätherischen Öle von dōTERRA kennen gelernt. Was soll ich sagen? Ich bin schlicht begeistert: Diese Pflanzenessenzen sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Öle haben einen therapeutisch zertifizierten Grad und sind hoch potent. Sie begleiten mich im Alltag und auf Reisen:

Die Öle bereichern mein Familienleben, meine Yoga- & Meditationspraxis sowie die Musiktherapiestunden. Ob Konzentration für das Schreiben gefragt ist, Lampenfieber bei einem wichtigen Auftritt genommen werden soll oder eine entspannte Atmosphäre daheim oder im Musiktherapieraum geschaffen werden darf: dōTERRA-Öle haben in vielen Lebenssituationen ihren Platz.

Meine derzeit liebsten Öle sind:

Peppermint:

Dieses “Herzöffner-Öl” weckt dich auf, kühlt gerade im Sommer hervorragend und sorgt für einen klaren Geist. Es hilft dir, dich zu konzentrieren, dich und deine Gefühle zu sortieren. Depressive Gefühle und Gedanken werden vertrieben. Mir hilft es besonders gut bei Kopfweh und in Kombination mit Rosmarin, Basilikum und Kardamom auch bei Migräne.

Wild-Orange:

Dieses wunderbare Öl, welches aus der Schale kalt gepresst wird, speichert in sich die erhellende und wärmende Lichtenergie der Sonne und hebt dunkle Stimmungslagen. Das Tolle ist: Es wirkt stimmungserhebend, belebend UND entspannend zugleich und passt sich gut deinen Bedürfnissen an. Das Wild Orange-Öl transportiert Leichtigkeit und Optimismus.

Rosmarin:

Rosmarinöl ist ein sehr kraftvolles, durchblutungsförderndes, verjüngendes Öl, welches zugleich gedächnisfördernd, konzentrations- und nervenstärkend wirkt. Es wird ferner bei Herzschwäche, nervösen Herz- und Nervenbeschwerden eingesetzt. Rosmarin wurde von Heilern seit Jahrhunderten wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften sowie Muskel- und anderen Schmerzen verwendet. Ferner soll Rosmarin auf die Kopfhaut aufgetragen den Haarwuchs fördern.

Ylang Ylang:

Wenn ich das Ylang Ylang-Öl auftrage oder einatme, habe ich das Gefühl, als umgebe mich ein Mantel aus Liebe und Geborgenheit. Es heißt, das Öl vebinde dich mit deinem inneren Kind. Der recht blumig-intensive Duft beruhigt den Geist – Wachsamkeit und Aufmerksamkeit werden verbessert. Auch in der Haut- und Haarpflege kann Ylang Ylang zum Einsatz kommen: Es wird bei Hautproblemen eingesetzt und fördert den Haarwuchs. Darüber hinaus wirkt es entkrampfend, erotisierend und euphorisierend.

Wenn du auch in den Genuss dieser kleinen großen Helferlein kommen möchtest, kannst du dich sehr gern mit mir in Kontakt setzen. Gerne berate ich dich bezüglich der für dich passenden Öle.

Hier kannst du die Öle von dōTERRA bestellen.

Sei herzlich gegrüßt & kontaktier mich, wenn du magst – ich freue mich!

Carolin

 

Oh die Liebe

Ich schreibe selten zu “Mann-Frau-Beziehungs-Themen”, Geschlechterdiskussionen, Emanzipation. Letzteres hat mich nie wer weiß wie interessiert, vielleicht auch, da ich mich meistens als autonom, weder benachteiligt noch bevorzugt, wahrgenommen habe.

In letzter Zeit stoße ich immer wieder auf interessante Aspekte zum Thema Beziehung – in Gesprächen und auch durch das kürzlich erschienene Buch “Königin und Samurai” von Veit und Andrea Lindau. So möchte ich mich heut diesem schönen Thema widmen. Mir fällt es selbstverständlich leichter, aus Sicht der Frauen zu schauen und zu sprechen, was mich zum großen Thema “Beziehung” derzeit bewegt. Also los.

Zur Zeit erlebe ich diverse Trennungen in meinem Umfeld, bin bewegt von Geschichten über verletzendes Miteinander, sicher auch eine Konsequenz einer Überforderung und tiefen Erschöpfung, von der viele Familien heutzutage betroffen sind. Sowohl Männer als auch Frauen wirken vielerorts auf der Suche – nach (neuen) Rollen, dem Ausdruck und der Integration sowohl männlicher als auch weiblicher Anteile in sich. Ich stelle immer wieder fest: Die Begriffe “männlich” und “weiblich” werfen Fragen auf – ich ahne, was für mich “weiblich” oder “männlich” bedeutet, gleichzeitig laufe ich Gefahr, schnell in alten Klisches zu landen.

Tief verunsichert erscheint mir dabei der, die eine oder andere. Frauen wie Männer halten und jonglieren heute mehrere Bälle in der Hand – alles unter einen Hut zu kriegen scheint tendenziell immer noch eher Frauenintention zu sein. Mir hilft das Bild, möglichst spielerisch verschiedene Hüte zu tragen – je nach Situation und Anforderung, oder auch je nach Lust und Laune Mutter, Wegbegleiterin, Schwester, Ehefrau, Musiktherapeutin, Duo-Partnerin, Autorin, Öle-Beraterin oder auch einfach mal Närrin zu sein. Natürlich verkrampfe auch ich manchmal dabei und komme regelmäßig aus meiner Mitte.

Merkwürdigerweise habe ich mir nie groß Gedanken darüber gemacht, ob ich eher klassisch Familie oder schwerpunktmäßig beruflich unterwegs sein will. Kinder wollte ich im Grunde immer, Karriere machen war zu keiner Zeit mein Ding. Ich folgte stets meiner Intuition, ferner meinem Prinzip “Versuch und Irrtum”. Den ganz großen Lebensentwurf hatte ich nie, auch suchte ich – zumindest nicht bewusst – keinen Mann, der mir (finanzielle) Sicherheit schenkte. Wonach ich stets geradezu dürstete waren und sind: immer tiefer werdende Selbsterkenntnis, schöpferischer Ausdruck – lange Zeit über die Musik, nun auch über Schrift und Wort – und ein Erleben von Freiheit.

Eine Herausforderung für Frauen dieser Zeit besteht meines Erachtens darin, ihre Weiblichkeit in einer immer noch stark leistungsbetonten Gesellschaft zu leben, sprich Mutterschaft zu leben, was nicht gleichzusetzen ist mit “ein Kind gebären”: Ich spreche eher von Qualitäten wie Dienen, Hingabe, Beziehungsgestaltung. Eine Frau kann gleichzeitig weich und empfangend sowie kristallklar und stark sein. All dies sind unsere Qualitäten, ich habe den Eindruck, wir müssen uns nur trauen und auch erlauben, sie herauszuholen und auch zu zeigen.

Eine weitere große Herausforderung für Frauen besteht darin, sich nicht permanent auf den Baustellen der anderen zu verlieren: Natürlich dürfen wir links und rechts schauen und helfen, wo unsere Hilfe benötigt wird. Gleichzeitig sollten wir unsere eigene Baustelle erkennen und uns zunächst selbst auffüllen – mit Kraft, Fürsorge, liebevoller Zuwendung, mit vielen vielen Pausen – bevor wir uns um andere kümmern.

Kürzlich sprach ich mit einer Freundin darüber, dass viele von uns Frauen irre viele Talente haben, sich jedoch immer noch schwer damit tun, mit diesen sichtbar zu werden, sanft und gleichzeitig stark in ihre Größe zu finden und dazu zu stehen, was sie ausmacht. Aufgerichtet und wirklich klar heraus. Auch für mich eine tägliche Übungsmatte, doch ich gewinne an Sicherheit und auch an Lust am Tun und Wirken.

Das Verbinden mit anderen Frauen, das Austauschen und sich gegenseitig Emporheben erlebe ich als immer wertvoller, je älter ich werde. Es macht mir Spaß, mir Vorbilder zu suchen, zu schauen, wie leben andere – ohne sofort in dieses Vergleichen zu kommen, womöglich noch gepaart mit Schwesternneid und –gezicke. Es kann so wohltuend sein, nicht gefallen zu wollen, zu sich zu stehen und würdevoll dieses Frausein zu zelebrieren – mit allem, was dazugehört, mit dem Männlichen und dem zutiefst Weiblichen in uns.

Wenn Frau und Mann immer mehr in ihre Kraft kommen, sich verletzlich zeigen, sich dabei im anderen erkennen und gesehen werden, kann ganz Wunderbares daraus enstehen und wachsen. Lasst uns einander wertschätzen und damit beginnen, den anderen nicht mehr für den eigenen Schmerz verantwortlich zu machen: Wenn wir uns nicht mehr brauchen, um eigene Mängel zu kompensieren, sondern wenn wir einfach Tag für Tag dafür gehen, immer tiefer zu lieben, dann sind wir meines Erachtens auf einem guten Weg. Das gilt meiner Erfahrung nach für alle engeren Beziehungen, die wir in unserem Leben gestalten: Wirklich lebendige Beziehungen leben von diesem “Nähetanz” – sich zeigen, den anderen sehen, da sein für den anderen, und ihn gleichzeitig nicht festhalten zu wollen.

Eine Frage habe ich heute nicht. Dennoch freu ich mich riesig über Rückmeldung und Austausch zu dem großen Thema Beziehung.

 

Deinen Neid willkommen heißen

Heute möchte ich erneut auf meine Artikel, die einmal monatlich regelmäßig im Online-Magazin compassioner erscheinen, aufmerksam machen. Diesen Monat ging es um das spannende und delikate Thema Neid: Wann taucht er auf? Was macht er mit uns? Und sollten wir ihn nicht einfach willkommen heißen?

Hier geht es zum Artikel!

Auf diese Zeilen habe ich schon zahlreiche Reaktionen, u.a. bei facebook, erhalten. Wenn Ihr mir hier noch ein paar Rückmeldungen, Impulse, Erfahrungen hinterlassen wollt, freu ich mich sehr! Auch freu ich mich über das persönliche Anschreiben:-)!

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