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Erlebtes & Belebendes

Kategorie: Lebenskunst-Texte Seite 1 von 11

Nicht kooperieren

Manchmal ist es total okay und geradezu angezeigt, nicht zu kooperieren. Sich in Nicht-Kooperation zu üben. Wer mich schon länger liest, weiß, wie wichtig mir den anderen wertschätzende, echte Kommunikation ist. Kommunikation, in der beide sich möglichst auf Augenhöhe, ihre Gefühlswahrheiten ehrlich mitteilend, begegnen.

Total richtig und gut. Gerade dieser Tage, in denen so viel innere Stabilität, genaues Hinschauen und Hinfühlen und vor allem Mitgefühl gefragt ist. Das ist auch mein Weg: anderen Geborgenheit schenken, mich und andere stärken, immer wieder an die eigene Selbstermächtigung erinnern. Für alle astrologisch Interessierten: Mein nördlicher Mondknoten liegt in der Waage, meine Entwicklung geht zum Verbindenden. Es geht um die Bereitschaft, auf andere Menschen zuzugehen, das Gemeinsame und Verbindende zu erkennen und Brücken zu schlagen.

Hin und wieder neige ich jedoch dazu, mich auch dann verstehbar machen zu wollen, wenn mein Gegenüber gar nicht verstehen will. Oder anders: Wenn etwas so verstanden werden will, wie es verstanden werden will. Wenn diskutiert werden möchte, wo es gar nicht meiner Intention entspricht, oder wo ich schlicht fühle: Hier will jemand zänkisch sein. Ich bemühe mich meistens sehr darum, auch dann an mein Mitgefühl, meine Liebe anzudocken – auf der Suche nach Verständnis auch für den anderen.

Was ich jedoch auch feststelle: Es raubt mir Energie. Aktiv formuliert: Ich lasse mir meine Energie nehmen, oft sicher auch unbewusst. Mir dann klarzumachen: Ich habe immer wieder die Wahl – wie möchte ich mich jetzt fühlen, wo ist mein Fokus, was kann ich bei mir (!) ändern – sprich die Energie wieder zu mir zu lenken und die Energie des anderen beim anderen zu lassen. Darum geht’s, das ist für mich die Kommunikations-Kunst. Wir können auch entscheiden: Für dieses Gespräch, für dieses Verhalten stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Voll fein.

Denn was mir bewusst wird: Ich habe noch viel vor und möchte meine Kraft dort lassen, wo ich etwas bewirken kann, wo ich gebraucht werde. Für Aggression und Frust des anderen bin ich nicht verantwortlich, nicht zuständig.

In diesem Sinne: Eine wunderbares Wochende!

Was war und was ist

Ihr lieben Menschen hier, ich freue mich, wenn meine Seite immer mal wieder aufgesucht wird, auch wenn ich mich in den vergangenen Wochen selten mit einem längeren Artikel zu Wort gemeldet habe.

Morgen vor genau sechs Jahren habe ich mir selbst in einem schönen, besonderen Ritual im Wald das Ja-Wort gegeben. Seit dem trage ich zwei Eheringe – den mit meinem Mann und den mit mir selbst (letzterer ist Oma Ernas Ring, den ich nun bei mir trage). Seit dieser Zeit mache ich tatsächlich kontinuierlich immer mehr von dem, was mich stärkt. Was mich ruft und mich mit Freude erfüllt.

Mein seisofrei-Blog ist Teil und zugleich Ausdruck dieses Weges: hinein in eine innere Freiheit, das nach außen tragend, was ich für mitteilungswert halte.

Auch mich haben die vergangenen Wochen und Monate sehr bewegt. Ich habe viel beobachtet, nachgedacht, mich ausgetauscht. Das Mich-öffentlich-Mitteilen über Politisches – gerade die Geschehnisse der jüngsten Zeit – ist nicht Teil meines Weges. Oder anders: Ich teile eher meine Beobachtungen, die natürlich auch eine gewisse gesellschaftliche, gesellschaftskritische Komponente beinhalten. Und: Ich tausche mich lieber von Aug‘ zu Aug‘ mit Menschen in meinem engeren Umfeld hierüber aus. Es gab und gibt wahrlich viele kritikwürdige Tendenzen  – Impfzwang, Maskenpflicht, Regularien die mich aufhorchen ließen, negative Auswirkungen auf das soziale Gefüge, dadurch dass Menschen andere Menschen als potentielle Bedrohung wahrnehmen – und gerade jetzt gilt es, gut auf sich Acht zu geben und zugleich den anderen im Blick zu haben.

Ich lächle Menschen nun noch bewusster an, versuche sie auch unter ihrer Maske wahrzunehmen. Die Energie zu erspüren, Kraftvolles – sofern ich selbst in meiner Kraft bin – nach außen zu schicken. In der vergangenen Zeit ist mir das überwiegend sehr gut gelungen: Ich fühlte Aufbruchsstimmung, Entschleunigung, innere Freiheit und fühle es immer noch – trotz der sich einschleichenden „Gefahr“, wieder in alte Muster und Strukturen zurückzufallen. Trotz der äußeren Limitierungen ist da etwas sehr sehr wach und neugierig in mir geworden. Und ist es immer noch. Denn ich glaube nicht daran, dass nach dieser Covid 19-Zeit – was & wann auch immer das ist – wieder alles komplett beim alten sein wird.

Mein Mann stellte schon nach kurzer Zeit Ende März Anfang April fest, dass die Luft viel besser geworden sei. Wir haben innerhalb unserer kleinen Familie wunderbare Rituale entwickelt und uns überwiegend sehr gut verstanden. Unser Sohn wird älter, er verändert sich, Konflikte sind seltener bzw. gestalten sich anders. Meine Gedanken gingen gleichzeitig immer wieder zu den Familien meiner Musiktherapie-Klientinnen: Manchmal wollte ich gar nicht wissen, wie schwer die eine oder andere Familie, die eh schon oft an Belastungsgrenzen ist, diese Zeit des Einkokonierens erlebt haben muss und immer noch erlebt!

Ich habe viel Angst und in den jüngsten Wochen viel Dünnhäutigkeit im Feld wahrgenommen – neben der Ruhe, die auch zu spüren war. Viel Gereizt Sein, Druck. Ein innerer Druck, der oft in Form von Aggressivität, lautem Hinausposaunen der eigenen Wahrheit offenbar ein Ventil finden musste. Einerseits habe ich Verständnis, andererseits ist mir ein freundlicher, wohlwollender Kontakt untereinander wichtig, so dass ich mich auch immer wieder zurückgezogen habe, um aufzutanken.

Auch ich habe selbstverständlich Ups und Downs erlebt, doch konnte mich meist wieder sehr gut zu mir zurückholen. Atmen, meine ätherischen Öle nutzen – mehr denn je – und für mich Yoga praktizieren. Zugegebenermaßen waren da auch keine Existenzängste und –nöte in mir: Als Angestellte im öffentlichen Dienst erhielt ich weiterhin mein Gehalt und habe aus Selbstständigen- und Künstlerkreisen natürlich etwas ganz anderes mitbekommen.

Was ich auch wahrgenommen habe und wahrnehme: In dieser Zeit hat sich ganz klar heraus kristallisiert, was wirklich zählt. Was uns in der Tiefe ruft, was wir wirklich wollen, was uns brennen lässt, wovon unsere Sehnsucht flüstert. Und auch: Was wir interessanterweise gar nicht vermissen, wen wir endlich wieder sehen wollten, und auf welchen Kontakt wir auch verzichten konnten.

In dieser Zeit halte ich Klarheit und Fokus-Halten für so wichtig: immer wieder zu wählen, aus welcher Quelle wir schöpfen und uns informieren wollen. Welchen (Informations-) Kanälen wir uns widmen, mit wem wir in Austausch kommen wollen.

Alles Liebe zu euch,

eure Carolin

Und dann wird es echt schön

Nadine Beißwenger – Lichtdiamantpriesterin, Kundaliniyoga Lehrerin

Nadine kenne ich nun seit gut sieben Jahren. Sie war es auch, die mich Kundalini Yoga gelehrt hat und es heute tut – worüber ich sehr glücklich bin.
Es war und ist spannend zu beobachten, wie Nadine sich über die Jahre weiter entwickelt hat.

Liebe Nadine, ich freu mich so, dass du uns heute einen kleinen Einblick in deine Welt schenkst und offen für meine Fragen bist. Für diejenigen, die dich noch nicht kennen: Wer bist du?

Liebe Carolin, herzlichen Dank für das Interview und deine wundervolle Idee diesbezüglich. Wenn ich mich in drei Worten beschreiben sollte, würde ich feinfühlig, vielseitig und neugierig wählen. Heute bin ich – mit einigen anderen Lichtpionieren, gleich mal den Klopper zu Beginn – Diamantlichtpriesterin. Ich bin Ausbilderin in diesem Bereich und biete Aurareinigungen und intensive Prozessbegleitungen an. Außerdem bin ich Kundalini Yogalehrerin und leite das Kundalini Yogazentrum Bliss mit. Bevor ich mich diesen Aufgaben hingegeben habe, absolvierte ich mega klassisch aber erstmal meinen Master of Business Administration. Die Arbeit als MBA in der Wirtschaft hat mir auf verschiedenste Weise jedoch gezeigt, dass das so was von nicht meiner Bestimmung entspricht. *lach*.

Ja und dann  habe ich mich nach und nach geöffnet für das was mir wirklich Freude macht und mich erfüllt. Ich begann meine Yogalehrerausbildung vor 10 Jahren, und in dieser Zeit des Umbruchs begegneten mir viele meiner verdrängten Gefühle und Wünsche. Eine schlussfolgernde Konsequenz war, dass ich mich aus dem “du wirst vor allem akzeptiert und geliebt so lange du schnell und brav funktionierst” befreite. Somit war in dieser Zeit meine Herausforderung das Entspannen und Meditieren zu lernen, das so nötig war, um mich für meine oft unerwünschten und überfordernden Gefühle zu öffnen, also sowohl meine Verletzlichkeit als auch meine Stärke zu zeigen und zuzulassen. Nach und nach habe ich meine wahrhaftigen Bedürfnisse erkannt und gelernt sie immer mehr wertzuschätzen, sie in diesem Zuge auch auszusprechen, einzufordern und zu manifestieren. Heute begleite ich viele durch diese Prozesse.

In meiner Freizeit gehe ich gerne schwimmen, ich lese gerne, ich liebe lustige Filme, koche sehr gerne gesund und ich liebe es zu Reisen und Neues zu entdecken. Manchmal gehe ich aber auch auf Technoparties um alles abzuschütteln und das Leben und meinen Körper zu feiern.

Ich spring gleich zu Beginn mal in die Zukunft, da ich das Gefühl hab, du hast feine Antennen nicht nur für das was ist, sondern auch für das, was kommt: Welcher menschlichen Qualitäten bedarf es zukünftig besonders?

Mit dir – also mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen, die da sind, aber auch mit deiner Vergangenheit und vor allem mit deinen Handlungen im Reinen sein, ist natürlich das Optimum. *lach*. Ich finde auch super wichtig, ein gutes Verständnis der eigenen Ängste und Gedankenprogramme zu haben, die sich oft bei neuen Schritten und Herausforderungen im Leben immer noch mal von einer anderen Seite zeigen. Wenn du dir dann darüber bewusst bist, kannst du den Kreislauf durch deine weiteren Entscheidungen und Handlungen immer mehr durchbrechen und dann auch auflösen. Und dann wird es echt schön :), also deutlich leichter, friedlicher, entspannter und liebevoller – und das braucht die Menschheit definitiv noch viel mehr. Stell dir nur mal vor, alle wären jetzt friedlich und entspannt – herrlich.

Für mich bist du eine sehr kraftvolle, zugleich sanfte, lichtspendende Frau. Was tut deiner Erfahrung nach uns Frauen gut, was dürfen viele von uns noch mehr in sich entwickeln?

Lieben Dank Carolin für diese Frage 🙂 .Was uns Frauen gut tut ist höchst komplex – wie wir ;). Was ich wahrnehme und sehe ist, dass viele von uns noch viel zu viel denken: Ich muss vieles und darf jenes nicht z.B.:

  • Ich muss sehr oft stark sein
  • Ich muss funktionieren, sonst bricht alles zusammen
  • Ich muss es immer allen recht machen u.v.m, oder:
  • Ich darf nicht entspannen und einfach mal nur faulenzen
  • Ich darf nicht sagen, was ich denke und brauche, oder was ich nicht mehr möchte, sonst erfahre ich Ablehnung und werde schlimmstenfalls nicht mehr geliebt, verlassen oder entlassen
  • Ich darf nicht so sein, wie ich bin, denn dann bin ich nicht mehr genug.

Ja und nun ist es an einer jeden, diese alten Muster aufzulösen und immer mehr ein entspanntes und gleichzeitig dann erst recht ein höchst schöpferisches und erfülltes Leben zu Leben.

Nimm dir regelmäßig Zeit für dich – selbst wenn du dafür einen Babysitter brauchst, bzw. dann erst recht :). Und in dieser Zeit mache das, was dir richtig gut tut z.B.: Baden, Meditieren, einfach nur rumliegen und für mindestens 11 Minuten entspannen ohne Handy oder Ähnliches,…..

Meine Tipps für Frauen sind:

Mache mehr von dem was du genießt und was dir Freude bereitet. Wenn du in einer Partnerschaft bist, dann zeige deinem Partner die Göttin in dir und wie sie behandelt und berührt werden möchte. Vernetze dich und lasse dich von anderen Frauen unterstützen – hol dir Hilfe bei Aufgaben, die dir schwer fallen oder die dich extrem nerven (z.B. Buchhaltung, Massage, Fensterputzhilfe etc.).

Neben Kundalini-Yoga-Unterricht bietest du Meditations-Workshops mit Lichtkristallen und außerdem Aurareinigungen an. Kannst du uns verraten, wo der Schuh bei uns am ärgsten drückt. Sind es Ängste?

Wir erlauben uns oft noch viel zu wenig, nehmen uns zurück und machen uns unnötig klein. Manche träumen ihre Zukunft viel zu klein und unkonkret…wie soll es sich da manifestieren?!? Ja und klar hängen bei solchen Mustern oft die Ängste dahinter, nicht gut genug zu sein oder die Angst für Fehler bestraft zu werden oder auch einfach die Angst nicht liebenswert zu sein. Wer von uns zu übermäßiger Kontrolle neigt hat oft auch die Angst vor Ohnmacht…und dann ist es z.B. auch kein Wunder, warum wir dann sehr ungern unsere Komfortzone verlassen, Neues wagen und z.B. einfach mal vertrauen und geschehen lassen und auch dem Gegenüber Handlungsfähigkeit zusprechen. Oft zeigen sich auch Körpersymptome, die es immer ernst zu nehmen gilt. Hierbei erlebe ich oft, wie diese Signale ignoriert werden oder nicht klar ist, was die Seele dadurch mitteilt. Wenn dann in der Arbeit mit mir klar wird, was die Ursache und die Wurzel der Symptome ist, kann auch da im Alltag konkret etwas verändert werden. Alle Schmerzen, Ängste, Blockaden und negativen Gedanken rauben uns Energie, welche wir jedoch benötigen, um unsere wahre Größe zu leben. Also mein Tipp: Sprengt bitte diese Ketten mit mir.

Ich vermute, dass dein ureigener schöner Weg auch nicht immer leicht zu begehen war: Unter einem bodenständigen BWLer-Dasein  können sich sicherlich viele etwas vorstellen; Aurareinigungen wiederum tönen eher etwas abgefahren. Was ist das Besondere an (d)einer Aurareinigung?

Eine Aurareinigung von mir ist eine therapeutische Behandlung. Das Schöne dabei ist, dass meine Klientinnen die meiste Zeit entspannt liegen und somit einfach diese Lichtbehandlung genießen können. Außerdem arbeite ich eben mit einem riesigen Lichtteam aus der Geistigen Welt, was oft schön spürbar präsent ist und dadurch kann natürlich vieles noch auf ganz anderen Ebenen fundiert erkannt und befreit werden. Ich diene auch oft als Türöffnerin, Brückenbauerin oder Übersetzerin zwischen der geistigen Welt und der “3D Welt”. 🙂

Am liebsten arbeite ich mit feinsinnigen sensitiven Menschen, denn die beschreiben mir meist am klarsten, was während einer ca. 1,5-2 stündigen Aurareinigung geschieht. Und was in ihrem Körper wie zurechtgerückt wird und wieder ins Fliessen kommt, aber auch was sie sehen. Sie teilen mir oft auch sehr schön mit, wie sie die einzelnen Lichtkristalle und Lichtdiamanten, die ich auf ihren Körper lege sofort spüren und auch ihre unterschiedlichen Qualitäten/Energien deutlich wahrnehmbar sind. In einer Aurareinigung zeigen sich meist mindestens 5 Ängste und diverse andere Blockaden in der Aura, die dann auch in der Zeit danach durch klare neue Entscheidungen und Handlungen immer weiter gelöst werden können. Bei besonders hartnäckigen und umfangreichen Themen kreiere ich mit meinen Klientinnen zusammen positive Affirmationen, die dann in der Zeit danach wie ein Mantra in den Alltag mit eingeflochten werden dürfen und so weiterhin helfen das Thema zu transformieren. Um nach der Aurareinigung weiter dran zu bleiben, empfehle ich am Ende auch immer noch einen Lichtkristall, der die lichtvolle Transformation unterstützt und beim Tragen ständig die Energie in der Aura erhöht.

Für viele ist, auch wenn sie es sich im Vorfeld nicht richtig vorstellen konnten, der spürbare Kontakt zur Geistigen Welt und zu Ihren Geistführern, die sich während der Aurareinigung zeigen, eine Riesenfreude und eine Horizonterweiterung. Denn ab da können diese Lichtwesen ja jederzeit wieder gerufen werden und können viel aktiver zur Unterstützung im Alltag gebeten werden.

Eine letzte Frage: Freiheit ist ein mir sehr wichtiger Wert – was ist Freiheit für dich ganz persönlich?

Oh eine super Frage an einen Freigeist wie mich :). Freiheit ist für mich:

so leben zu können, wie ich das mag; entspannen zu können, wann ich es brauche, zu reisen und viel Neues zu entdecken, ohne große Geldsorgen zu sein. Dass ich jederzeit etwas verändern kann, wenn es mir nicht mehr gut tut. Mich immer weiterzuentwickeln und jede Fortbildung, die mich wirklich ruft auch zu machen. So bunt zu sein, wie es mir gefällt, auch mal wild zu sein; auszudrücken was ich fühle, brauche und was ich mir wünsche und aber auch mir zu erlauben, zu sagen was ich nicht mehr will. Alles was mich beflügelt, z.B.: Durch meine Verbindung zur Geistigen Welt erlebe ich viel Leichtigkeit, Ausdehnung, Weite und Klarheit, wann immer ich mich dafür entscheide.

Zu guter Letzt meine eigenen Erfahrungen mit Nadines Aurareinigung und den Lichtkristallen: Lange Zeit war ich etwas skeptisch. Doch da ich Nadine als bodenständigen und zugleich sehr “fühligen” Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten kennenlernen durfte, zog es mich zu ihr. Mittlerweile weiß ich, wie tief und aufdeckend ihr Wirken und Schaffen ist.

In einer behüteten, durch die Lichtkristalle am Körper unterstützten Atmosphäre kommen wir gemeinsam zum Beispiel alten Glaubenssätzen und Ängsten auf die Spur und können diese ins Licht schicken. Die Behandlung geht einerseits total tief, gleichzeitig ist soviel Leichtigkeit im Spiel. Nach einer Aurareinigung fühle ich mich befriedet und aufgeräumt: Aus diesem Frieden heraus kann ich in mich lauschen, es wird leiser, Blockaden werden für eine Weile mal still, und ich kann mich fragen: Was will ich, was brauche ich? Können Ängste und Glaubenssätze erst einmal erkannt werden, können sie auch gesprengt werden. Und dann besteht die Möglichkeit, aufgeräumter und leichter als zuvor, neue Entscheidungen zu treffen. Nadines Aurareinigung hat mich zum Beispiel sehr darin unterstützt, noch klarer und präsenter als zuvor meinen Platz einzunehmen, in meine Größe zu wachsen.
Ich kann Nadine und ihre Arbeit jedem wärmstens ans Herz legen.

Herzlichen Dank, du Wundervolle!

Erreichen kannst du Nadine unkompliziert unter ihrer Nummer:

+49 163 4016463

Durch die Unterwelt

Manchmal wiederholen sich Situationen, in denen uns das Leben erneut auffordert, etwas zu fühlen, zu erkennen und zu wandeln. Schattenanteile unserer selbst tauchen zum wiederholten Male auf – Aspekte, die wir überwunden und integriert glaubten. Das Leben selbst, der Alltag holt immer wieder Anteile in uns hervor, die wir offenbar weiterhin gut gedeckelt in uns tragen – altes Zeug, welches wir nicht mögen, welches unsere Widersprüchlichkeiten, unsere ganze Ambivalenz zum Ausdruck bringt.

Es ist, als würden wir mehrere Schichten ein- und derselben uns unangenehmen Thematik in uns tragen. Die Einladung, eine weitere Schicht zu erkennen, zu fühlen und abzutragen, nehmen wir meistens ungern an: Lieber wieder schnell weg, alternativ: zurückschießen. Doch bitte nicht fühlen. Mir sagte vor ungefähr drei Jahren mal ein sehr fähiger Astrologe (danke, Harry!), mein Weg führe durch meine Tiefen, durch die Unterwelt, den Morast. Gefreut habe ich mich damals nicht über diese Ansage, doch instinktiv spürte ich die ihr innewohnende Wahrheit.

Jeder trägt Seiten in sich, die er ungern zeigen mag. Jeder hat dünnhäutige Tage, an denen innere Schleusen leicht geöffnet sind – doch immer noch weit genug, um Fragen oder nur einzelne Wörter des anderen etwas auslösen zu lassen. Manchmal auch unerwartet heftig. Wenn du gräbst oder einfach ganz still wirst – nach einem sogenannten Trigger-Moment zum Beispiel – wirst du Bilder und Sätze in dir entdecken. Sätze wie zum Beispiel “Ich bin dumm” oder “Ich werde nicht ernst genommen” oder “Ich hab das nicht verdient”. Es lohnt sich, diesen Sätzen auf die Schliche zu kommen, mit ihnen zu spielen: Dich zu fragen, was sie auslösen, wo sie im Körper spürbar oder verankert sind oder auch, welche positiven Aspekte, welcher Spielraum in diesen Annahmen steckt. Bei “Dummheit” zum Beispiel schwingt kindliche Unbedarftheit, Offenheit und Lernfähigkeit mit. Wenn wir all das an und in uns auch in Ordnung finden, es vielleicht sogar lieben können, wird das Leben uns reich beschenken.

Mit unserer Selbstzuwendung gelingt es uns zunehmend müheloser, auch anderen – selbst wenn wir spüren, dass sie gerade irgend etwas an uns auszusetzen haben – wohlwollender zu begegnen. Dieses Übungs- und Lernfeld betrete ich immer wieder emsig von Neuem. An manchen Tagen bin ich müde oder genervt davon, auch braucht mein System Pause. Kürzlich konnte ich wieder ein paar Tage bei meiner Schwester am Meer verbringen – diese helfen mir, mich wieder in mir selbst zu verankern, in Gegenwart eines mich gänzlich liebenden Menschen. Ein solches Sein und Miteinander ist Nährboden für Prozesse der Selbstreflexion und -entwicklung. Zutiefst dankbar und gewissermaßen wieder neu bin ich nun imstande, diese Zeilen zu schreiben.

Und natürlich ist jeder eingeladen, seine eigenen Schatten zu ergründen. Es bringt nichts, sich mit seinem Gegenüber zu sehr zu  verhakeln, sich hineinziehen zu lassen in die (Schatten-) Welt des anderen. Wir dürfen selbst auch sehr achtsam sein, wie es um uns bestellt ist, ob wir gerade einen anderen in unsere Geschichte hineinziehen. Berührbar zu sein für die Belange und die Innenwelten des anderen ist wunderschön. So können Nähe und Intimität entstehen. Doch manchmal – in übermüdeten, reizüberfluteten Momenten – treffen auch zwei Egos aufeinander und jeder versucht, eher zu senden als zu empfangen und letzten Endes möglichst gut dazustehen. Was ich mehr und mehr ablegen möchte: die Angst, Fehler zu machen. Wenn wir keine Angst haben, Fehler zu machen, können wir viel lernen – über uns, den anderen.

Wir dürfen wählen, wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Oft kippt die Kommunikation, und wir landen in Themen, die wir gar nicht zu beleuchten, zu teilen beabsichtigten. Meinen Fokus kann ich immer wieder schärfen und auch schützen: die Taschenlampe herausholen und nur das anstrahlen, was wirklich gerade Sinn macht, hervorgeholt zu werden.

Furchtloser mitten ins Feld

Wie geht es dir in dieser Zeit, an diesen Tagen? Hast du auch das Gefühl, etwas großes Neues steht an, eine Umwälzung? Immer wieder höre und lese ich vom Pluto-Saturn-Zyklus, vom Wandel. Der Sturm der jüngsten Tage brachte eine brachiale Kraft mit sich – als würden unsere Erde und Gesellschaft einmal ordentlich durchgepustet.

Manch einer liebt dieses Stürmische, andere macht es unruhig, aggressiv. Mir war, als seien viele Menschen in den vergangenen Tagen arg reizüberflutet, auch kratzbürstig. Als versuche ein jeder, seine Energien und Gedanken möglichst beisammen zu halten, um nicht – wie so viele derzeit – krank zu werden, einzuknicken.

Das Jahr begann für mich gefühlt zäh: Mir fehlte Orientierung, es mangelte mir an Perspektive. Ich befand mich in einer Art Warteschleife – nicht-wissend, wohin konkret der Weg mich führen würde. Tageweise lustlos, getrieben, diffus. Kundalini-Yoga, meine Öle und der Wald schenkten mir Erdung und Alltagsfreuden. Vor kurzem erfuhr ich, dass ich – analog den aktuellen astrologischen Gegebenheiten – auch arg gebeutelt war, mein Chiron war gefordert, Rückzug war angesagt. Und diesen habe ich mir genommen: Oft habe ich „nein“ sagen müssen, zu Einladungen, Treffen, Aktionen. Mir war häufig nicht danach. Ich brauche den Rückzug immer wieder, genauso wie ich das Kreativsein – gestalten, fotografieren, schreiben, singen, in die Tiefe tauchen – brauche, wie die Luft zum Atmen. Ich spürte eine starke Sehnsucht – nach etwas Größerem, nach Abenteuer, nach noch mehr in meine eigene Kraft wachsen.

So habe ich es tatsächlich immer wieder geschafft, mich dem hinzugeben. Sauna, Häuslich-Sein und meine Familie taten mir gut. Und nun spür ich wieder Aufwind: Lust auf neue kreative Abenteuer, den Drang, mein Schreiben, meine Texte noch mutiger und stärker in den Äther zu werfen. Noch mehr Menschen mit meinen Zeilen zu berühren, mich noch entschlossener und furchtloser mitten ins Feld zu stellen. Da passiert gerade einiges, auch im Außen: Immer mehr Besucher schauen vorbei auf meinem Blog, Menschen schreiben mich an – mit Anregungen, Fragen, mit Neugier. Das freut mich so!

Ich traue mich, noch kodderiger im besten Sinne, mitunter auch provokanter, polarisierender zu schreiben. Die Angst vor Ablehnung wird weniger, je mehr ich mein Herz öffne und nichts in mir deckele. Denn bei jeder Erfahrung, bei jedem nochmal angetickert werden, spür ich: Es geht vorbei, das Herzklopfen, der Zorn, das sich verteidigen wollen. Es zieht von dannen. Auch muss ich nicht mehr auf alles re-agieren, was mir vor die Füße fällt. Es ist total in Ordnung, sowohl eine Frage einmal nicht zu beantworten, als auch einen Kommentar stehen zu lassen – soziale Medien sind hier ein gutes Übungsfeld. Ich fühle mich immer noch zu diesem und jenem verpflichtet, so dass ich von mir selbst genervt bin. Je mehr ich mit mir und meinen Seiten experimentiere, je mehr ich neu kreiere und mit Gewohnheiten spiele, umso lustvoller und facettenreicher wird mein Leben.

Was ich auch immer öfter mache: Direkt jemandem gegenüber ausspucken, was es in mir zu ihm oder ihr denkt. Oft mache ich die Erfahrung, dass mein Impuls an den anderen von diesem als hilfreich oder heilsam empfunden wird. Ich glaube, ich habe ein sehr feines Gespür dafür, was ein anderer gerade braucht, wo es hakt, wie ich ihm dienen kann. Lange Zeit habe ich dies für mich behalten – aus Angst, mein Gegenüber zu überfahren. Nun denk ich: Sollte sich jemand überrumpelt fühlen, fällt dies in seinen Verantwortungsbereich. Ich versuche, das was mir auffällt, sehr klar und voller Liebe zu transportieren, selbst wenn es inhaltlich für den anderen zunächst nicht so gut zu verdauen ist.

Es mag profan klingen, doch ich erschrecke immer mal wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Ich weiß noch genau, was vor einem Jahr war – es ist gefühlt, als habe es sich gerade erst zugetragen. Mir kommt’s bescheuert vor, mit mir wichtigen Dingen zu warten, mich nicht vollständig einzubringen. Auch glaube ich, die Welt braucht mehr denn je Menschen, die ihre Energie im Wohle vieler einsetzen und sich trauen, etwas zu bewegen. Es wagen, auch Delikates anzusprechen, keine Angst vor der eigenen Unterwelt haben.

Ich wünsche uns allen viel viel Schönes, Leichtigkeit, und dass wir das leben, was wir wirklich leben wollen und damit nicht warten.

An schlechten Tagen

Gestern kam mir ein Gedanke, den ich in meinem Facebook-Feld teilte:

Mir bekommt es nicht, mich jedem überall anzuvertrauen, wenn es mir nicht gut geht. Wenn die Scheiße gerade richtig am Dampfen ist. Ich in meinem Leid, meinem Drama sitze. Denn was oft passiert, wenn wir zu häufig, gegenüber vielen Menschen und „an überforderten Stellen kommunizieren, wenn es uns nicht gut geht“ (ich zitiere Transformations-Coach Petra Methner, aus unserem schriftlichen Austausch. Danke Petra!): Unser empfundenes Leid wird größer, erhält mehr Aufmerksamkeit, mehr Energie – respektive wird unbewusst durch die Aufmerksamkeit genährt. Hier frage ich mich: Wer hat was konkret davon?

Während ich vor Jahren noch dazu tendierte, mein Herz sehr auf der Zunge zu tragen, bin ich nun also deutlich vorsichtiger, wem ich mich anvertraue. Ich frage mich offen und ehrlich: Worum geht es mir gerade, was ist meine Absicht? Lange Zeit saß ich dem Irrglauben auf, es entspräche meinem Wert der Ehrlichkeit, der Wahrhaftigkeit, mich anderen möglichst vollständig mitzuteilen. Was ich jedoch oft spüren konnte: Mir ging es überhaupt nicht besser nach dem einen oder anderen Gespräch, nach einem: „Oh Gott, du Arme“! Das Negative, Schwierige hat für viele einen besonderen Reiz, ich nehme mich da nicht aus: Auch ich ertappe mich manchmal dabei, besonders sensationsgeil  zu sein, eine Diskussion, einen Disput mit lustvoller Erregung zu verfolgen. Vermutlich kennt das jeder – es hat eventuell damit zu tun, dass wir dabei sehr stimuliert, auch vom Eigenen abgelenkt werden.

Mittlerweile, da ich in erster Linie mir selbst gegenüber sehr ehrlich bin – und daraus resultiert auch die Ehrlichkeit gegenüber anderen – wähle ich bewusst, wo ich meinen Schmerz, meine Traurigkeit, meine Wut lasse. Das empfinde ich nicht mehr als unehrlich, sondern als einen wohlwollenden Akt der Selbstzuwendung.

Ich bin ein – viele würden sagen – sehr positiver Mensch: Mir gelingt es, auch auf schwierige, auf den ersten Blick aussichtslose Situationen positiv zu schauen, sprich den Situationen Lehrreiches, Gutes abzugewinnen – mögen sie noch so kompliziert sein. Mein Gegenüber mag das hin und wieder als schönredend, „das Negative ausblendend“, naiv betrachten. Auch ich selbst zweifle immer wieder an mir und meiner Wahrnehmung. Doch wenn ich auf mein Leben blicke, fällt mir auf, dass die Tage, die ich als schön, bereichernd, genussvoll erlebe, deutlich in der Mehrzahl liegen. Oder anders: Ich kann tatsächlich (fast) jedem Tag etwas Schönes abgewinnen.

Kontemplation ist eine Möglichkeit, mich in schwierigen Phasen zu navigieren. Mir helfen Yoga, meine Öle, Aufenthalt im Wald und viel Bewegung. Natürlich mag und schätze ich auch den Austausch mit anderen bewussten Menschen, die mich gut und tief kennen. Mir hilft es außerdem, mich meinem Mann, engen Freunden oder Familienmitgliedern anzuvertrauen, die um die Ecke denken können, meine Geschichte nicht mit ihrem eigenen Drama, das eventuell durch meine Schilderung berührt wird, verwechseln und mir dabei helfen, mit anderen Augen auf mich und meine Situation zu blicken. Auch möchte ich nicht unmittelbar Rat hören, sondern wünsche mir oft nur ein Ohr. Während wird aussprechen, was es in uns denkt und fühlt, gewinnen wir bereits Klarheit und mit ihr Heilung.

Es kann ebenso angemessen und stimmig sein, bestimmte sensible Themen – bei mir ist es zum Beispiel das Thema Familie, Erziehung, Muttersein – nur mit ausgewählten Menschen, die mich und meine kleine Familie schon lange begleiten, zu teilen. Es bringt mir nichts, die Konfliktpalette, die sich auch oft wiederholt und wiederholt, jedem unter die Nase zu reiben.

Fühl dich eingeladen, da mal genauer hinzuschauen und zu –spüren, was für dich stimmig ist, was du wem gegenüber teilst. In diesem Sinne, alles Liebe für deine Prozesse!

Vom Lästern und sich erheben

Heute vor drei Jahren habe ich innerhalb meiner Ausbildung zur Kundalini-Yoga-Lehrerin eine Präsentierstunde gegeben. Aufgeregt war ich damals. Gleichzeitig selig, freudig erregt, wissend: das wird. Es hat mich schon immer fasziniert – ob musizierend, Yoga praktizierend oder einfach seiend mit Menschen einen Raum der gemeinsamen Erfahrung zu teilen. Selbstverständlich macht jeder dabei seine ganz eigene Erfahrung, und gleichzeitig wird etwas geteilt und gemeinsam gestaltet.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als alleine zu sein, den Dingen nachzugehen, die mich gerade rufen. Genauso liebe ich es, mit Menschen zu sein und Zeit zu verbringen, denen auch daran gelegen ist, eine schöne, entspannte Zeit zu haben. Da ich schon immer mir sehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt war, da meine Familie ein unkonventioneller Haufen ist und ich wiederum sehr offen, wurde und werde ich auch gerne zu dritten, nicht anwesenden Personen befragt. Höflich wie ich lange Zeit war, habe ich fast reflexartig geantwortet. Mittlerweile habe ich eher Lust, mit den Anwesenden über das, was uns verbindet, was denjenigen selbst gerade umtreibt, zu sprechen. Ich spüre nun sehr genau hin: Will ich antworten, was ist meine Intention? Gerade, wenn’s etwas tratschiger, sensationsgeiler zugeht frage ich mich: Ist es wirklich notwendig, das jetzt zu teilen?

Vielleicht ergeht es dem einen oder anderen ähnlich. Natürlich kann es dem besseren Verständnis dienen, sich hin und wieder auch über andere auszutauschen. Das machen wir alle. Entscheidend ist für mich: Wie fühlt es sich an? Was macht es mit meiner Energie, mit der Energie im Raum? Erhebt es mich und uns, oder fängt es an, unruhig, eng, nervig zu werden? Das spür ich sehr genau. Und während ich früher um der (Schein-) Harmonie willen dennoch Rede und Antwort stand, wahre ich nun immer öfter meine Integrität und sage – je nachdem wie gut ich den anderen kenne – ach komm, es gibt Spannenderes. Lass uns über etwas anderes reden.

Auch im Internet-Äther – und hier besonders, da die Hemmschwelle sinkt – beobachte ich, wie schnell andere eine negative Bewertung raushauen. Wie schnell Frauen andere Frauen, die sich etwas Ungewöhnliches trauen oder erlauben zu teilen, diskreditieren. Viele scheinen es immer noch nicht auszuhalten, wenn andere sich aufrichten und sich trauen, sich groß zu zeigen. Dabei haben wir alle am meisten davon, wenn wir uns gegenseitig erheben, weder uns selbst noch andere deckeln. Worte haben eine starke Macht – es lohnt sich, sehr genau darauf zu achten, was du denkst, sprichst und was du hörst!

Anstelle also mit deinem Fokus, deiner Energie vermehrt nach außen zu gehen, prüfe doch lieber öfter, was genau sich gerade in dir abspielt! Wie sagte Bahar Yilmaz neulich so treffend in einem Video zum Lästern und zur Missgunst? Wir lästern, da wir nicht den Arsch in der Hose haben, mal Tacheles mit uns selbst zu reden.  Als Übung empfiehlt sie, eine Runde ordentlich über sich selbst und sein wohlmöglich langweiliges Leben zu lästern. Da ich weiß, dass schlecht über andere reden auch viel mit Angst zu tun hat, finde ich auch immer wieder schnell in mein Mitgefühl zurück.

Und an dieser Stelle zurück zum Anfang meines Textes: Mir ist es wichtig, dass Menschen sich in meiner Gegenwart in sich selbst hineinentspannen können – sowohl beruflich als auch privat ist das immer wieder Thema für mich. Ich liebe es, Räume von Geborgenheit und Nestwärme zu schaffen – mit viel Humor, so sein lassen, auch die Tiefen und Abgründe auslotend, sprich nichts ausklammernd. Bis ich jemanden mal so richtig ätzend finde, muss schon viel passiert sein. Da ich mich oft und stark mit meinen unterdrückten Aspekten auseinander setze, begegnen mir diese auch nicht mehr so oft – und vor allem mich nicht störend – im Außen.

Ich schließe meine Zeilen mit einem weiteren Zitat von Bahar aus besagtem Video:

„Lass dich selbst wieder in dein Herz hinein!“

Wo ich hin will

Gerad schau ich auf mein 2019 zurück und spüre nach: Was hat sich getan, ent-wickelt, verändert? Ich stelle fest: Ich lebe immer radikaler im Sinne von: an meiner Wurzel. Die Frage „Was würde ich tun, wenn ich nur noch xy Tage zu leben hätte?“ birgt die Schwierigkeit, dass wir uns in der Situation selbst, in der sich die Frage stellte, mit Sicherheit gänzlich anders fühlen würden, als wir jetzt glauben, dass wir uns fühlen. Abgesehen davon, dass es sicherlich keine Garantie für eine bestimmte, vorhersagbare Lebensdauer gibt. Vermutlich reduzierte sich unser Sein auf ein Sein, dass Meilen von unserer Vorstellungskraft entfernt liegt.

Und doch haben wir eine Ahnung, was für uns wirklich zählt, je länger wir hier auf Erden verweilen. Ganz oft blitzt eine solch‘ krasse Liebe in mir auf – zum Leben, meinen Lieben und Menschen im Allgemeinen – dass mich die Vorstellung, zumindest dieses Dasein hier irgendwann verlassen zu müssen, schmerzt. Ich liebe mein Leben sehr, ich liebe das, was sich durch mich ausdrücken will – schöpferisches, musikalisches Tun, Dienen mit meinen Werkzeugen Yoga und ätherischen Ölen, wertschätzende Räume der Geborgenheit kreieren. Was ich festgestellt habe: Je näher ich mir komme und mich ausdrücke, umso magnetischer werde ich auch. Je klarer ich bin, was ich leben will und je mehr ich mich lebe, umso mehr fühle ich mich als Pionierin für Ehrlichkeit und Offenheit – Qualitäten, die es meiner Ansicht nach dringend braucht in unserer Gesellschaft. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, Selbstoptimierung und viel Fake.

Meine Schwester beschäftigt sich derzeit intensiver mit Astrologie und erzählte mir heute, 2020 sei eine Zeit, in der ich noch stärker als sonst ein Wissen, ein Gefühl dafür haben würde, was anderen gut tut – dem Zeitgeist entsprechend. Das resonierte stark bei mir, und ich dachte: Ja, das wird so sein, so kommen. Ich bin zum Beispiel sicher, dass immer mehr Menschen nach alternativen, sicheren, Körper, Geist und Seele vereinenden Wegen und Mitteln suchen werden, um in ihre Kraft zu kommen und Selbstermächtigung zu erfahren. Kundalini-Yoga und hochwertige ätherische Öle sind meine Werkzeuge, und ich glaube, ich werde diese Werkzeuge mit immer mehr Menschen teilen.

Ich habe Lust, sowohl kleine als auch große Bühnen zu betreten, mich auszuprobieren und andere auf eine schöne, mir entsprechende Weise dabei mitzunehmen, sie anzustecken. Ich habe Lust, jeden Tag neu zu sein. Und am nächsten Tag wieder zu entscheiden, neu zu sein. Wenn ich ganz klar für mich einstehe, mir erlaube, nicht nur etwas neu zu beginnen, sondern auch etwas abzuschließen – mich aus Gruppen oder unter Umständen auch Beziehungen zu verabschieden oder mich rar zu machen – öffnen sich meiner Erfahrung nach neue Türen: Mein Blog hat dieser Zeit eine deutlich höhere Besucherzahl als noch vor ca. einem Vierteljahr. Ich habe meinen Newsletter eingestellt und schreibe nur noch wann ich will, und das, was direkt aus mir herausströmt. Ich lege Ängste nach und nach ab, ob ich jemanden mit meinen Zeilen auf die Füße treten könnte oder nicht.

An guten Tagen, an denen ich mich versorgt und geführt fühle, ist dies ein leichtes für mich. Doch natürlich gibt es hin und wieder Zweifel, es gibt Rückschläge. Es stört mich nur weniger. Ich störe mich deutlich weniger.

Als ich kürzlich eine Kundalini-Yoga-Stunde für meine Kolleginnen an meiner Blindenschule gab, bedankte sich anschließend eine Teilnehmerin mit den Worten: „Du bist eine wunderbare Frau mit besonderer Aura.“ Ich fühlte mich sehr beschenkt und dankbar. Und dachte: Wir können uns alle so oft wie möglich gegenseitig erheben, uns Mut machen.

„Der erste Schritt besteht darin zu lernen, gute Schwingungen auszusenden. Werde ein Leuchtfeuer deiner Seelenkräfte und berühre unendlich viele Ufer.“

(Yogi Bhajan)

Auf und ab und vor allem tief

Mit dem Thema Grenzen habe ich mich schon oft und ausgiebig auseinander gesetzt. Ich entdecke hier immer Neues: Noch viel häufiger kann ich Grenzen setzen, wenn sie benötigt werden. Für ein „Nein“ glaube ich immer noch hin und wieder, mich rechtfertigen oder zumindest erklären zu müssen. Doch nein: Es ist vollkommen in Ordnung, nein zu sagen.

In den letzten Wochen und Tagen schaue ich nochmal genauer hin, wenn es darum geht, meine Zeit mir entsprechend zu gestalten und zu füllen. Auf meine erste Bauchreaktion kann ich mich stets verlassen. Oft bügelt mein Verstand jedoch über einen ersten Impuls hinweg („Ach, das kannst du doch machen, da freut sich der andere, „Das passt schon noch“). Menschen ticken schlicht unterschiedlich. Oder leben ein vollkommen anderes Leben als man selbst. Ich habe sehr liebgewonnene Menschen in meinem Feld, die einen komplett anderen Lebenswandel haben als ich: Manch eine hat irre viel Freizeit, wenig Pflichten. Das kann sie ja auch, doch ich selbst reagiere allergisch, wenn ich das Gefühl bekomme, jemand greift arg auf mich und meine Zeit zu – nicht berücksichtigend, dass mein Leben ganz andere Dinge und Aufgaben beinhaltet oder dass ich in jedem Moment nicht die Kraft habe, um dem Wunsch des anderen nachzukommen.

Ich neige dazu, viele Bühnen gleichzeitig zu bespielen, es möglichst für viele angenehm und schön zu machen. Diesen Zug möchte ich mir unbedingt erhalten, und dennoch muss ich erst selbst aufgefüllt sein, um zu geben. Ich spüre sehr schnell, wenn ein Kontakt sich als anstrengend und kompliziert gestaltet – insbesondere auch in meiner Arbeit mit den ätherischen Ölen. Gerne gebe ich Impulse raus und berate so gut ich kann, doch nimmt der andere zu viel meiner Zeit in Anspruch, setze ich eine Grenze. Die Öle-Arbeit ist ein wundervolles Übungsfeld in Sachen Persönlichkeitsentwicklung. Ich persönlich mag Worte, Zuschreibungen wie zum Beispiel „Energievampir“ oder „Zeitfresser“ nicht. Doch wenn uns diese Qualitäten begegnen, können wir besondere Achtsamkeit walten lassen.

Vor ein paar Wochen habe ich beschlossen, meinen Blog-Newsletter zu canceln. Bin hier meinem Gefühl gefolgt, es gab keine wirklich rationalen Gründe für diesen Schritt. Auch dazu möchte ich ermutigen: Wenn etwas für uns nicht mehr stimmt, sich nicht mehr richtig anfühlt, können wir es bleiben lassen. Wir müssen auch nicht stets wissen, was uns zu diesem oder jenem Schritt veranlasst. Es reicht oft ein schales Gefühl von „Das will ich nicht mehr“.

Mein Eindruck dieser Tage ist, dass viele Menschen durch tiefe, emotionale Prozesse gehen, die sie erneut mit sich und alten Wunden konfrontieren. Ich habe mir von astrologisch bewanderten Menschen sagen lassen, dass dieses Prozessieren auch Entsprechungen in der aktuellen Zeitqualität bzw. der momentanen Planetenkonstellation findet: Es scheint eine Zeit zu sein, in der wir stark gefordert sind, es emotional auf und ab und vor allem tief geht.

Oft lassen wir zu vieles in uns einströmen: Social Media, (An-)Fragen, Einladungen, Erwartungen anderer und vieles mehr. Diese Zeit fordert uns heraus, kristallklar zu werden und unsere ureigene Spur wieder aufzunehmen, sollten wir sie zwischenzeitlich verloren haben. Ich kann jeden Tag sehr bewusst starten und wirklich nur das angehen, was gerade Priorität hat. Was mich nicht ruft, lasse ich. Was ich will, tue ich. Wen ich treffen mag, treffe ich.

Nicht nur unseren Körper können wir reinigen, sondern auch unseren Geist und unser Seelisches können wir tagtäglich einem Reinigungsprozess unterziehen, in dem wir – seien es nur 3 oder 5 Minuten – täglich meditieren. Ich halte es für so enorm wichtig, sich sehr regelmäßig mit sich selbst hinzusetzen und nur zu spüren. Zu fühlen, was es gerad zu fühlen gibt. Das reicht meist schon, um wieder bei sich anzukommen. Uns nicht mehr Dienliches sollten wir aus unserem System entlassen, wenn wir weiter gehen und wachsen wollen.

Alles Gute für Euch & Eure Prozesse!

Ausdrücken was da ist

Immer mal wieder besucht mich mein Schatten. Auch auf die Gefahr hin, dass es in dem einen oder anderen nun denkt: „Jetzt schreibt sie schon wieder über Schatten!“ – das Thema ist so essentiell, für mich, für andere. Und ich glaube, es ist wesentlich für uns alle: Wir kommen nicht drum herum, uns ehrlich zu begegnen. Vor allem nicht, uns selbst in unseren Kellerräumen zu besuchen.

Soziale Medien sind eine äußerst interessante Spielwiese. Wir können uns hier auf mannigfache Weise begegnen: Wir können der Welt ein ganz bestimmtes Gesicht hinhalten, wir können uns jedoch auch sehr offen und verletzlich zeigen, wenn wir das wollen und den Mut dazu haben.

Mir sagte kürzlich ein sehr liebgewonnener Mensch, ich hätte eine starke Persönlichkeit, im positivsten Sinne“, und dadurch könne ich auch schnell angegriffen werden (Danke, Heidi!). Im Laufe der Jahre des Sich-mehr-Zeigens, Sich-und-seine-Stärken-Ausdehnens und auch des Selbstbestimmt-Lebens – hin und wieder auch Regeln, Konventionen, Tabus brechend – konnte ich feststellen, dass ich viel positive Resonanz erhalte, jedoch mir auch immer wieder Gegenwind entgegenbläst.

Veit Lindau spricht davon, dass die Angst vor Wirk-Kraft eine der Hauptblockaden auf dem Weg zum Erfolg darstellt: Es mag leichter und bekömmlicher erscheinen, sich, seine Meinung und auch sein Potenzial zurückzuhalten, als sichtbar und selbstbestimmt zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Denn Erfolg – in welchem Bereich auch immer – bedeutet auch, mehr Macht anzunehmen.

Wenn ich nun also stark und für mich einstehend auftrete, kann es passieren, dass manch einer mein Licht und meine Kraft verkleinern möchte – vielleicht, da er Verunsicherung spürt. Je mehr ich jedoch in die Selbstliebe komme und dadurch insgesamt viel Liebe in mir trage, umso weniger macht Gegenwind mir auch etwas aus. Verletzlich bin ich natürlich dennoch, bzw. meine Persönlichkeit, mein Ego, wenn man so will. Doch je öfter ich meine Gefühlswahrheiten (Danke, Harry!) ausdrücke, sprich dass was es in mir fühlt – gerade Angst ist so unangenehm! – umso besser lerne ich mich kennen. Ausdrücken was da ist – unabhängig der Konsequenzen, das ist der Schlüssel für wahrhaftige Kommunikation und Intimität. Meine Wahrheit kann so ans Licht kommen und tiefe Begegnung stattfinden.

Wie antwortet Ilan Stephanie, Autorin und Körperforscherin, so treffend auf die Frage: „Können wir kommunizieren, ohne zu verletzen?“ Dem Sinn nach sagt sie, nein, denn wir seien ja alle bereits verletzt – was uns davon abhält, unsere Wahrheit auszusprechen, sei die Angst, für diese angegangen, kritisiert zu werden. Weniger die Angst, den anderen zu verletzen. Wir kommen um die Punkte Verwundung, Verletztheit und jemanden verletzen können, verletzt werden können, nicht drum herum. Es ist nicht möglich, niemanden zu verletzen.

Und wenn wir uns nun also – ob analog oder digital – wirklich begegnen, kann es natürlich vorkommen, dass sich unser Schatten meldet. Es ist sogar mehr als wahrscheinlich. Ich spürte neulich Scham in mir aufkommen, als mir bewusst wurde, dass ich in einer Facebook-Korrespondenz, die dazu auch noch für alle sichtbar war, die „goldene Regel der Kommunikation“ missachtete und nicht mit einer Person, sondern gewissermaßen über diese sprach: Als ich Dinge zum Ausdruck brachte, die noch, ausgelöst durch unseren Austausch, in mir nachhallten und verarbeitet werden wollten – jedoch Dritten gegenüber. Auf die direkte Konfrontation mit der entsprechenden Person hingegen hatte ich keine Lust. Letzen Endes ist genau das mir klar geworden – ich ließ die Angst, als „falsch“, hinterlistig wahrgenommen werden zu können, Angst sein und fasste mir ein Herz: Ich nahm Kontakt auf und sagte alles, was es in mir dazu zu sagen gab. Das war gut. Befreiend uns sehr bereinigend, sicher für beide. Im Anschluss dachte ich: Wir haben alle Angst davor, mit diesen ganzen „unschönen“ und gleichzeitig so total menschlichen Eigenschaften gesehen zu werden. Lästern, tratschen, meckern, sich nicht mit Ruhm zu bekleckern – all dies ist nicht immer leicht in sich selbst zu erkennen und zu bejahen, oder anders: Wir lieben unsere Schokoladenseiten und das Zeigen selbiger. Verständlich. Doch ist das halt nur die halbe Wahrheit.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Kommunikation – auch als Musiktherapeutin mache ich immer wieder diese Erfahrung: Wir kommunizieren hauptsächlich unterhalb von Worten. Entscheidend ist die Energie, mit der wir Dinge sagen. Wir erspüren sehr deutlich die Energie, die manchmal nicht zum Gesagten passt: So wird manch in der Tiefe passiv-aggressiver Ausdruck, manche Feindlichkeit unter Umständen geschickt mit Zucker übergossen. Wenn wir feinfühlig sind, enttarnen wir dies schnell und können dann entscheiden, ob und welche Energie wir in die Kommunikation stecken.

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