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Erlebtes & Belebendes

Kategorie: Kurz-Inspirationen Seite 1 von 6

Wenn du wächst

Wenn du wächst, wird bei jedem Schritt nach vorn von vorn oder der Seite Gegenwind zu spüren sein. Manchmal erwischt dich auch ne härtere Keule.
Es ist, als frage die Existenz: “Biste wirklich bereit?”

Für mich gibt’s keine Alternative. Gerne möchte ich einen kleinen Unterschied in der Welt machen.

My beautiful picture

Es kann größer und schöner werden

In den letzten Tagen kam ich viel zum Reinspüren und Reflektieren. Mir ist sehr bewusst geworden, dass dieses Jahrzehnt sich in Kürze dem Ende nähert. In einem meiner vielen Notizbücher fand ich einen Eintrag aus den ersten Januartagen diesen Jahres.

Darin stand unter anderem, ich wolle noch mutiger werden dieses Jahr, noch schonungslos ehrlicher: mich noch mehr zeigen, Texte schreiben, die direkt aus mir heraussprudeln, meine Wahrheit aussprechen, auch auf die Gefahr hin, dass es dem einen oder anderen nicht “gut reinlaufen wird”, es auch kritische Stimmen geben wird. Mein Wunsch war und ist es, andere mit meinen Zeilen anzustecken und auch mit innovativen, kühnen Gedanken zu konfrontieren.

Dazu möchte ich auch hier & heute nochmal ermutigen: Ich glaube, wir alle können das Leben noch viel spielerischer nehmen, auch mal etwas riskieren, Fehler machen. Und vor allem: uns in unserer Verletzlichkeit zeigen, Nähe und Intimität zulassen, wenn wir es wollen.

Natürlich machen wir es nicht jedem recht. Das muss auch gar nicht. Vor Jahren noch war ich ein “people’s pleaser” (wie Stefan Hiene so schön sagt): Ich wollte von möglichst vielen gemocht werden, möglichst wenig anecken. Davon komme ich immer mehr weg.

Mittlerweile mache ich die Erfahrung: Je mehr wir uns trauen, je öfter wir uns auf liebevolle Weise verschenken, je stärker wir andere anstecken mit unseren Gaben und Talenten, umso reicher und vielfältiger beschenkt uns das Leben.

Dieses Jahr bin ich schon ein großes Stück gegangen, doch es kann auf unserem Herzensweg immer noch größer und schöner werden.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende uns allen!

Das Schreiben: nach wie vor meins

Einen wunderschönen Tag!
Heute morgen im Bett dachte ich nach. Über das was mir gerade wichtig ist, was sich wie entwickelt hat die letzte Zeit.
Dabei fiel mir auf, dass im letzten halben Jahr die tiefe Beschäftigung mit den Ölen mein Leben sehr bereichert hat.
Und dann dachte ich: Das Schreiben, das Ausdrücken über Worte, ist nach wie vor sehr meins.
Ich fühle Stolz und Freude, dass mein Seisofrei-Blog nun schon dreieinhalb Jahre am Leben ist und nach wie vor – auch ohne dass ich dafür ständig werbe – frequentiert besucht wird.
Auch dank ich Euch, dass Ihr hier immer mal wieder vorbei schaut! Fühlt Euch ruhig eingeladen, hin und wieder zu kommentieren und mit mir in den Austausch zu kommen. Und für alle “Neulinge”:
Ich schreibe über das Leben, mein Leben, über Kommunikation, Kommunikationsschwierigkeiten, über Boebachtungen, was unser Miteinander angeht, über Schatten, Tod, Tabus.
All dies findet ihr unter “Lebenskunst-Texte”.
Darüber hinaus gibt es allerlei Anregungen, beispielweise zu Kundalini-Yoga und den ätherischen Ölen.
Hier ist mein Blog, habt’s gut!

Wenn wir uns unverhüllt zeigen können

Die Seele atmet auf, wenn wir Zeit mit Menschen verbringen, denen gegenüber wir uns unherhüllt zeigen können.
Einmal im Jahr begebe ich mich auf Reise mit sehr liebgewonnenen Frauen, die ich im Kontext Kundalini-Yoga kennen gelernt habe. Mittlerweile ist uns das Miteinander, das bloße Sein, Lachen, Austauschen, am Feuer sitzen und spontan Rituale vollziehen wichtiger als die gemeinsame Yoga-Praxis.
Was hier an Wissen, Frauen-Weisheit & -Erfahrung, an Impulsen, gutem, leckerem Essen, genialem Lese-, Riech-, Hörstoff zusammen kommt, ist enorm.
Möchte ich nicht mehr missen & kann ich jeder Frau empfehlen, die in ihrem Alltag viele Bälle jongliert.

Verletzen und verletzt werden

Die Autorin und Körperforscherin Ilan Stephanie hat mich mit ihrem Beitrag über die Frage “Können wir kommunizieren, ohne zu verletzen?” voll geflasht.

“Warum interessiert uns, unsere Wahrheit so auszudrücken, dass wir niemanden verletzen?”
Wir wollen nicht angegangen, nicht kritisiert werden für unsere Wahrheit. Ein “Wir wollen aber den anderen nicht verletzen” klingt nach einem hehren Ziel, doch dadrunter liegt meist eine Motivation von Angst. Wir kommen um die Punkte Verwundung, Verletztheit und jemanden verletzen können, verletzt werden können, nicht drum herum. Es ist nicht möglich, niemanden zu verletzen.

Und was ich auch mitgenommen habe aus dem Beitrag (siehe Video):

“Was viel unterschätzt wird, ist die Energie, mit der wir Dinge sagen” so Ilan. Wir kommunizieren hauptsächlich unterhalb von Worten. Stimmt total! So erspüren wir auch sehr deutlich die Energie, die manchmal – das meine ich auch schon hin und wieder erlebt zu haben – nicht zum Gesagten passt: Manch in der Tiefe passiv-aggressives Sein, manche Feindlichkeit wird unter Umständen geschickt mit Zucker übergossen. Wenn wir feinfühlig sind, enttarnen wir dies schnell und können dann entscheiden, ob und welche Energie wir in die Kommunikation stecken. Spannendes Thema!

Heidegger mal anders

Mein Mann experimentiert zur Zeit gerne mit Ausschnitten aus Heidegger-Reden und verschiedenen (Gitarren-) Sounds. Wahnsinnig viel möchte und kann ich an dieser Stelle nicht sagen: Finde, das zu Hördende spricht für sich.

Gerad sehr glücklich

Ich bin gerad sehr glücklich: In den letzten Wochen erreichten mich zwei Komplimente, die mir Gänsehaut bescherten: Jemand schrieb mir, ich sei eine Heilerin des gesprochenen und geschriebenen Wortes. In einer weiteren Rückmeldung hieß es, meine Worte seien Medizin für die besagte Person. Das freut mich ungemein und berührt mich.

Heut möchte ich noch etwas teilen – diese Frage wurde mir gestern gestellt:

Wie konkret kann ich mich neu ausrichten – größer, kühner denken und fühlen?
Zunächst find ich’s wichtig, sich so oft wie möglich in Ruh zu lassen, seine Angst vor Zurückweisung, seine Unsicherheit hier und da schlicht zu akzeptieren.
Gleichzeitig nutze ich immer öfter Situationen, die ich sehr intensiv mit allen Sinnen wahrnehme, um neue Gedanken – und mit ihnen ein neues Erleben – in mein System zu pflanzen: in der Wasserrutsche, während ich mit beiden Beinen im kühlen Nass eines Baches stehe rufe ich neue Sätze hinaus – das macht Spaß. Während herausfordernder Yoga-Übungen richte ich meine Gedanken sehr klar und konstruktiv aus.
Und ich trau mich auch, das Neue zu teilen, selbst wenn ich auf Irritation und oder Widerstand stoße.

Gedankenwelten stretchen

Hier im Urlaub hab ich Muße, um mir erneut sehr alte, in mir wohnende Glaubenssätze vorzunehmen und diese durch neue zu ersetzen.

Da ist z. B. immer noch die Angst, sich aufzudrängen & immer mal wieder die Idee von “Ich muss helfen und da sein.” Oder auch: “Ich muss es dem anderen möglichst angenehm und leicht machen.” Nervig find ich auch “Ich darf nicht zu viel verlangen” und: “Ich will nicht zu geschäftstüchtig rüberkommen.”

Schöner, größer und britzelnder hingegen sind:
“Ich teile mein Wissen und meine Erfahrung von Herzen – dann und wann, wenn ich es möchte.”
“Ich diene dann & dort, wo es sich für mich stimmig anfühlt.”
“Ich bin mal unkompliziert, mal kompliziert.”
“Ich lebe in Reichtum und Fülle, auch materiell – andere dürfen das sehen und sich von mir inspirieren lassen.”

Und was meine Öle-Arbeit angeht: “Diejenigen finden mich, die sich die Öle leisten und ihr Leben bereichern wollen.”

Da sind noch so einige spannende neue Sätze, die ich nach und nach einpflanze und deren Keim ich nun erstmal bei mir halte.

Es macht tierisch Spaß, seine Gedankenwelt zu stretchen und innerlich zu wachsen.

Gehe in die Tiefe

Im Buch “Das Ego durchschauen – Neue Wege in die persönliche Freiheit” von Ulrich Emil Dupreé legt der Autor seinen Leser*innen einen Rat einer seiner geistig-spirituellen Lehrer ans Herz:

“Wenn es in deinem Leben auf- und abgeht, dann sei wie die großen Wasserlebewesen. Gehe in die Tiefe. Dort, am Grund deines Seins, ist es immer ruhig. Sei wie die Wale, die unbeeindruckt bleiben, wenn es oben stürmt.”

Damit gehe ich sehr konform. War und ist auch immer wieder mein learning. Toll auch, wenn das Universum eine Situation für dich regelt, ohne dass du z.B. wer weiß wie aktiv im Außen werden musst. Außer in dir selbst Klärung und inneren Frieden finden. Manchmal gehen Leute z.B. “von selbst”, ohne dass du dein Stoppschild wer weiß wie hoch und fest halten musst.

Nicht nur Licht und Liebe

Wir alle können durch eine jede Begegnung, die etwas mit uns macht, viel lernen.
In den vergangenen Wochen und Monaten konnte ich viele sehr inspirierende, interessante Menschen kennen lernen. Facebook ist ein großes Übungsfeld, eine Sozialstudie: Hier “purzeln” Menschen in dein Leben, die dir so unter Umständen gar nicht begegnen würden. Mir ist aufgefallen, dass mich jene Menschen mit einer klaren, friedlichen Energie besonders beeindrucken. Sie scheinen es auch nicht nötig zu haben, wer weiß wie hervorzutreten und zu betonen, wie sehr sie das Leben bereits begriffen haben und wie hoch sie schwingen.
Manches Verhalten nervt mich auch, gerad wenn ich das Gefühl habe, hier sieht jemand mich so gar nicht, sondern versucht stattdessen, mir seine Macht, sein “Über den Dingen Stehen” geradewegs aufzudrängen.
Natürlich fühl ich mich auch aufgefordert, genau hinzuschauen, weshalb jemand oder etwas mir “schlecht reinläuft”. Dann wieder gibt es Situationen, in denen mich das Leben offenbar auffordert, auch mal deutliche Grenzen zu setzen, eben nicht stets verständig und versöhnlich zu sein.
Wichtig find ich, einerseits sein Angepisstsein auch für okay und angemessen zu befinden – anstelle zu schnell wieder “Licht und Liebe sein zu wollen” – und gleichzeitig sich selbst auch nicht über den anderen zu stellen, sondern bei sich zu bleiben und in neutraleren Momenten wieder das Gute im anderen zu sehen.

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