seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Autor: Carolin (Seite 1 von 14)

Mich um meine Angelegenheiten kümmern


Die fremde Baustelle ist unglaublich attraktiv: Das, was der andere alles falsch macht – bitte besser, grundsätzlich anders, im besten Fall meinen Vorstellungen entsprechend machen könnte, lässt sich schnell benennen. Ich glaube, die meisten von uns sind sehr pfiffig darin zu erkennen, was beim anderen schlicht schief läuft. Da nehme ich mich nicht aus.

Gleichzeitig bin ich ein großer Freund der Selbstreflexion: Ich werde nicht müde, mir meine Baustellen sehr genau anzuschauen. Für mich heißt das, in meine Unterwelten abzutauchen, mir all das Unerwünschte, Unangenehme, Kleingeistige, Beschämte genauso anzuschauen wie meine lichtvollen Seiten. Alles kommen und da sein zu lassen. Ich liebe es, Menschen anzustecken, sich auch in der Tiefe zu begegnen. Und natürlich darf ich auch aufpassen, hier nicht missionarisch zu werden.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich mir das genaue Hinschauen auch von meinem Gegenüber wünsche, insbesondere von Menschen, die mir nah stehen. Dann denkt es in mir – und manchmal spreche ich es auch aus: „Ich will, dass du das jetzt endlich mal siehst.“ Einem anderen Teil von mir ist vollkommen klar, dass das Ganze so nicht funktioniert: Ich kann vom anderen schlicht nicht erwarten und schon gar nicht fordern, dass dieser bitte auch an sich arbeiten möge, in welcher Form auch immer. Auch ist und bleibt meine Sicht der Dinge eben meine Sicht der Dinge, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann nur meine eigenen Themen bearbeiten und mit meinem liebenden Beispiel vorangehen bzw. meinen Weg fortsetzen.

Was kann ich noch tun? An dieser Stelle möchte ich sehr herzlich Gestalttherapeutin Andrea Löffler danken, deren Fragen und sehr feines Hinspüren mich immer wieder lehren, mein eigenes Gewahrsein feiner und feiner zu schulen. Auch mein Austausch mit Astrologin Bernarda Schmid und Emotionshebamme Lidia Schladt hat mich tief und nachhaltig bewegt. Danke Euch! Ja, was kann ich also tun? Meistens: nichts. Im Sinne von: mich hingeben, mich dort hineinentspannen, wo es sich gut anfühlt. Geduld haben, mit mir und anderen. Sanft sein und bleiben.

Was mir auch hilft (danke, Andrea!): Immer wieder zu mir zurückkehren, mich zu fragen: Was genau macht es mit mir, wenn der andere sich – aus meiner Sicht – seine Themen nicht anschaut, sich nicht ganz zeigen oder sich nur von seinen Schokoladenseiten zeigen mag? Was geht da in mir vor? Erinnert mich dieses Erleben an eine alte Ohnmacht, die ich nicht nochmal fühlen will? Oder habe ich vielleicht Verlustängste, wenn ich weiter ziehe, den anderen auf meinem Weg nicht mehr mitnehmen kann? Für uns beide eventuell unterschiedliche Wege vorgesehen sind?

Was mir persönlich wichtig ist – und ich weiß mit meiner Klarheit mache ich mir nicht nur Freunde: keine Feigheit vor dem Freund zu haben. Ein schwieriger Grad: meinen Werten Ehrlichkeit und Klarheit treu zu bleiben und gleichzeitig den anderen so zu lassen, wie er ist: Unter Umständen möchte mein Gegenüber, dass alles „beim Alten bleibt“, sowohl sich selbst als auch unsere Beziehung betreffend. Mein Wunsch nach Mich-Entwickeln und Verändern – nicht weil das im Außen so erwartet wird, sondern weil ich es will – kann sich also sehr wohl beißen mit der Art und Weise, wie der andere tickt.

Auch wenn es für viele sicher ein alter Hut ist: Mir bleibt nur, meiner eigenen inneren Stimme zu trauen und dieser zu folgen. Wie Gabby Bernstein so schön sagt: „Kümmere dich um deine Angelegenheiten und sei das Licht!“ (aus: Judgement Detox). Im Yoga heißt es, wir brauchen nur 9 Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen. In den meisten Fällen wissen wir sehr genau, was wir wollen und brauchen, was uns gut tut und was nicht. Die Antwort schmeckt uns selbstverständlich nicht immer, doch wenn wir ehrlich sind, ist uns sehr wohl bewusst, was gerade ansteht. Das „In-9-Sekunden-Entscheiden“ gilt natürlich nicht für die Frage, wie genau wir mit langjährigen Verbindungen umgehen können, doch was ich sagen will:

Wir können jeden Tag Integrität und Uns-Stärken kultivieren. Wir können unseren Weg jeden Tag, Schritt für Schritt, in unsere Richtung fortsetzen. Ob gemeinsame Wege dann weiter führen, kurz- oder mittelfristig ausgesetzt werden oder sich  ganz trennen, das wird sich meines Erachtens zeigen, wenn wir uns treu bleiben und unserer Spur folgen. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Auch ist es in Ordnung, wenn einst sehr enge Kontakte auch mal weniger eng sind: Wenn es beiden gelingt, sich so zu lassen, kann auch die nun kleinere Schnittmenge geteilt werden.

So lerne ich also immer wieder von neuem: Lieben bedeutet für mich, das für den anderen zu wollen, was dieser für sich will. Ihn sein zu lassen, wer er wirklich ist – selbst wenn das bedeutet, ihn frei zu geben. Es geht nicht darum, den anderen nach unseren Vorstellungen zu formen. Manchmal, wenn ich nicht weiter weiß, hilft es auch, meine Angelegenheiten einer höheren Macht zu übergeben.

Öle während der Januar-Durststrecke

Ich erlebe diese Wochen auch ein Stück als Durststrecke – arbeits- & wettermäßig bedingt und auch dadurch, dass ich noch andere Baustellen zu beackern habe. Gerade jetzt helfen mir meine ätherischen Öle, dennoch aufgerichtet, bewusst und mit Freude durch den Tag zu gehen.

Citrusdüfte wie Grapefruit erheben mich und meine Stimmung, Neroli (Orangenblüte) ummantelt mich sehr liebevoll – ich spüre meine Liebe und kann auch Konflikten besser begegnen. Myrrhe schenkt mir mütterliche Geborgenheit und Weichheit.

Muskatellersalbei (Clary Sage) –  auch ein sehr weibliches, kraftvolles Öl, das Öl „für Klarheit und Vision“ – gibt mir Kraft, lässt mich vertrauen, gerade an Tagen, an denen ich meinen inneren Kompass verliere.

Vetiver schenkt mir tiefe Erdung  und Zentrierung – wunderbar  auch vor’m Schlafengehen, um wirklich abzutauchen und Kraft für den Tag zu sammeln.

Fenchel ist zurzeit mein absoluter Liebling: Geistig-seelisch hilft er mir, meiner inneren Stimme zu vertrauen und Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen. Fenchel unterstützt auch, die Zeichen des Körpers zu beachten (Wann ist es genug (Sättigung)? Bin ich erschöpft und brauche ich eine Pause?).

Zypresse, das „Öl des Flusses“, hilft mir, vertrauensvoll ins Leben zu treten, mich hinzugeben, nichts festhalten zu wollen.

Ich wähle die Öle sehr intuitiv und beschäftige mich manchmal auch über mehrere Tage intensiv mit einem Öl, um dessen Tiefe und Seele wirklich zu erfassen. Jedes Öl enthält die Lebenskraft, Schwingung und das Kraftfeld der Pflanze, aus der es gewonnen wird, in konzentrierter Form. Diese feinstofflichen Energien und Schwingungen wirken sich entsprechend auf unsere eigenen feinstofflichen Energiezentren und –körper  aus.

Wer mehr über die Öle von doTERRA wissen möchte oder selbst Öle kaufen will, kann mich sehr gerne kontaktieren.

*Werbung ohne Auftrag

Mich vollständig leben

Mein altes – sicher auf viele (Frauen-) Generationen zurückgehendes – Programm lautete:
“Ich muss für andere funktionieren.”
Sicher der einen oder anderen nicht ganz unbekannt😉.
Mein neues Programm lautet:
“Ich diene mir und anderen, wenn ich mich vollständig lebe.”
Das fühlt sich so viel besser, leichter, stimmiger an.”
💃💫🎈

Ent-Wickeln, wie bei einer Garnspule

Ihr Lieben da draußen, ich wünsche Euch einen wunderbaren, klaren Start in dieses noch so frische Jahr! Möget Ihr es in Eurem Sinne beginnen. Ich selbst starte mit Neugier und Freude, spüre ich.

Lange habe ich hier keinen Text mehr in Artikel-Länge veröffentlicht. Mir war eher danach, im “wahren” Analog-Leben und auch auf Facebook in einen lebendigen, mich weiterbringenden Austausch zu kommen. Oft verhält es sich ja auch so, dass sich in äußerlich stilleren, mal anders als sonst gestalteten Phasen sehrwohl einiges tut.

So habe ich für mich noch klarer feststellen können, dass ich nicht “nur” mit Schriftzeilen zum bewussteren, mutigen Leben anstecken, sondern auch weitere “Seins-Formen” und Kanäle nutzen kann, um mich auszudrücken und zu verschenken: Im Herbst habe ich angefangen, Kundalini Yoga zu unterrichten, was mir erstaunlich viel Freude macht und mich zutiefst erfüllt. Seitdem kommt es gehäuft zu Situationen, in denen mein Wissen und meine Erfahrung zu dieser Technologie immer öfter erfragt werden.

“Das Universum lauscht”, sprich es antwortet, wenn wir uns neu hinauswagen und wirklich unseren Weg gehen. Wir können auch sagen: Unser Unterbewusstsein oder unser Beweisführer hört uns und unseren Wünschen zu und wird uns in entsprechende Richtungen lenken. Der Sinn offenbart sich, so meine Erfahrung, mit jedem mutigen Schritt, den wir gehen – gerne auch sanft und sachte. Gelenkt von dem, was uns anspricht, können wir langsame und behutsame Veränderung bewirken. Ent-Wickeln ist vergleichbar mit einer Garnspule, bei der am Schluss nur der Kern, das Herz, übrigbleibt. Danke, Harry, für dieses wunderschöne und hilfreiche Bild!

Meine ätherische-Öle-Leidenschaft will auch immer mehr gelebt und geteilt werden. Hier Verbindungen zu schaffen – zur Yoga- und Meditationspraxis, zum Schreiben, zur bewussten Alltagsgestaltung – wird mir immer mehr zum Anliegen und zur Aufgabe.

Musik ist und bleibt mein mir und anderen dienliches Medium, durch welches Selbstwirksamkeit und –wert und tiefe Verbindung untereinander erfahren werden können. Immer öfter spüre ich: Es reicht auch, einfach da zu sein, präsent im jeweiligen Moment, lang und tief atmend, sich selbst in eine höhere Schwingung bringend, um andere zu erreichen und zu erheben. Letztere ist eine der für mich kostbarsten Erfahrungen, die ich im vergangenen Jahr machen konnte. In mir ist viel Optimismus, eine sehr positive Einstellung zum Leben. Mit dieser Haltung möchte ich sein und leben und liebend gern auch für andere da sein. Vorausgesetzt, ich finde mich in Situationen wieder, in denen ich einfach ich selbst sein kann, in denen niemand versucht, Kontrolle über mich zu haben. Als freier Geist, der es liebt, im Fluss des Lebens zu sein, ist mir dies besonders wichtig.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, noch stärker als bisher zu den richtigen Dingen “ja” zu sagen und weiter meinem Bauchgefühl zu folgen. Was auch meins ist und sicher immer mehr werden wird: ganz unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, on- & offline, um ein starkes Feld zu schaffen, in welchem sich ehrlich und tiefgehend ausgetauscht werden kann.

Sicher werde ich mich noch “schonungslos ehrlicher” ausdrücken und meinem Instinkt auch für delikate persönliche und gesellschaftliche Themen folgen. Die Vergangenheit zeigte mir, dass ich einen ganz guten Riecher für Tabu- und Triggerthemen und auch neue Themen habe, in die ich andere immer wieder gerne einführe. Falls jemand schon einmal etwas vom Human Design System gehört hat – aufgepasst, jetzt wird’s abgefahren: Mir wohnt das sog. “Tor des Erregenden” inne, sprich die Gabe, Überraschungen zu bewirken.

Na dann, ich bin selbst gespannt.

Gefühl von Weihnachten

Ich wünsche uns allen, dass wir nun das finden, was uns ein Gefühl von Weihnachten gibt, und dass wir die kommenden Tage dementsprechend gestalten:

Mögen wir das eine oder andere Weihnachtswunder erleben, hoffentlich lustige, herzliche Begegnungen und Momente erfahren, Auftanken – ach, was ein jeder so braucht.
🎺💃🌟

Mantra “I am the light of my soul”

Wenn Ihr Euch – insbesondere dieser Tage, wenn’s um einen herum wuselt – etwas Gutes tun wollt, singt dieses schöne Mantra aus dem Kundalini-Yoga. Lasst es einfach aus Euch heraustönen:

“I am the light of my soul. I am beautiful, I am bountiful. I am bliss. I am, I am.”

“Ich bin das Licht meiner Seele. Ich bin schön, ich bin freigiebig, großzügig, ich bin glückselig. Ich bin, Ich bin”.

Ich finde, es geht besonders tief an Tagen, an denen wir uns unruhig, diffus, unzufrieden und blockiert fühlen. Probiert es aus – Ihr könnt Euch auf die Weise recht schnell selbst erheben.


Umsorgt Euch

Ich stelle hier immer wieder kleine Kurz-Inspirationen oder auch Texte in Artikel-Länge hinein. Auch veröffentliche ich regelmäßig im Online-Magazin compassioner; am 12.12.18 erscheint dort mein neuester Artikel, zum Thema “Gespräche auf Augenhöhe”. Schaut gerne rein in meine compassioner-Texte.

Darüber hinaus sind andere Schreib-Projekte in Planung & Arbeit.



Echtheit und Tiefe zumuten

Falls du dich auch in sozialen Netzwerken bewegen solltest:

Veit Lindau machte neulich in seinem Post über die Bedeutung von Wahrhaftigkeit in den sozialen Medien” darauf aufmerksam, dass wir bedacht und weise wählen sollen, sowohl was wir liken, als auch was wir veröffentlichen.
Ich bin ganz bei ihm: Eine stets strahlende Oberfläche kann zu Irritation und zum Vergleich führen. Wichtiger als “Glücks-Keks-Sprüche” o.ä. zu posten finde auch ich das Zumuten von Echtheit und Tiefe, von den Ungereimtheiten und den Abgründen des Lebens.
Das ist auch mein großes Anliegen, wenn ich schreibe: tief zu tauchen und andere zu ermutigen, selbiges zu tun.

Sich selbst sein dürfen

Dieser kürzlich veröffentlichte Facebook-Beitrag von mir rief viel Resonanz hervor – offenbar ein fettes Thema für viele. Ich möchte ihn auch hier teilen:

Komischerweise habe ich viele Jahre, Jahrzehnte, damit zugebracht, möglichst von vielen gemocht zu werden. Vermutlich ist das „normal“: Das „Dazugehören-Wollen“, der Mensch als Herdentier.
Glücklicherweise hat sich das gedreht: Nun erlebe ich es als „normal“, auch anzuecken, zu irritieren, nicht gemocht zu werden. Und merke, dass dieses Anstupsen, -ecken, -stoßen total zu meiner Natur gehört: Ich bin gar nicht so lieb, wie ich lange dachte. Meine Herzlichkeit, die einen großen Platz in mir einnimmt, bekommt mit dem Zeigen von Ecken & Kanten auch ein viel schöneres, echteres Gewand.
Veit Lindau sagte einmal,

„wenn du den Kopf aus der Herde hebst, werden wesentlich mehr Menschen auf dich aufmerksam. Viele werden dich mögen und einige nicht. Das ist gesund. Es ist unmöglich, allen zu gefallen.

In diesem Sinn: Mut zum Mut.

 

 

Sich trauen hervorzustechen

“In einem Vortrag von Osho hörte ich mal etwas sehr Kluges. Er erzählte davon, dass viele Leute sich wunderbar mit jemandem verbinden können, wenn es ihnen schlecht geht. Dann haben sie nichts zu befürchten und werden gebraucht. Menschen, die aber glücklich sind, erfolgreich und vor Energie strotzen, sind schwer zu verkraften. Und weißt du warum? Weil den anderen gespiegelt wird, was sie sich in ihrem Leben nicht trauen auszudrücken. Ein Mensch, der fröhlich, liebevoll, selbstbewusst und vielleicht auch noch schön anzusehen ist, wird lieber sabotiert. In unserer Gesellschaft wird es gern gesehen, dass man nach der Norm lebt und am besten kein Stück auffällt. Und wenn, dann nur in einem gewissen Rahmen.”
(aus: “Stay True – wie du deine Wahrheit lebst”, Madhavi Guemos)

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