Heute habe ich einen Text bei Facebook veröffentlicht, der sehr viel Resonanz ausgelöst hat. Ich möchte die Zeilen auch hier teilen – und etwas ergänzen.

Wenn ich daran denke, dass das Leben hier auf Erden nicht ewig währt, ich nun – ich sag mal – auch nicht mehr die Jüngste bin, dann überfällt mich oft Traurigkeit, auch Angst, manchmal ein kurzes körperliches Flattern. Das war schon als Kind so: Ich wollte und will leben! Als ich klein war, kamen mir Bilder von einem „Danach“. Es war schwer, diese bei mir zu halten, sie flackerten nur kurz auf. Ich sah die Erde von oben, und immer wieder einen Kirchturm.

Ich bin jetzt 43, mein Mann und Geschwister Anfang, Mitte 50. In mir denkt‘s: O Gott, hoffentlich hab ich sie noch lange. Wie sich 20, 30 vergehende Jahre anfühlen, ist ja schon abstrakt. Doch ich weiß, was vor 20, 30 Jahren war. Ziemlich genau sogar…Und wenn ich jetzt noch mal 20, 30 Jahre draufschlage – hui, das Erdenleben ist kurz. Abgesehen davon, dass ich natürlich auch heut oder morgen sterben kann. Ein wenig klammere ich mich an die Idee einer Zeit danach.

Am liebsten möcht ich dich fragen: Wie ergeht es dir, bist du einigermaßen „entspannt“ mit dem Älterwerden und der Endlichkeit?

Nachtrag: Es geht mir nicht um ein Bedauern über ‘ungelebtes Leben`- es gibt nur noch wenig, das unbedingt von mir, durch mich, gelebt werden will. Es ist vielmehr einfach ein: immer mal wieder traurig sein – im jeweiligen Moment, in meiner jeweiligen Begrenztheit – dass dieses Leben hier irgendwann vorbei sein wird.

Jemand schrieb – das fand ich auch gut und treffend: “Die Zeit zwischen 60 und 90 ist genau so lang wie zwischen 30 und 60. Nur viel weiser und tiefer .” (Danke liebe Svenja Strohmeier, wenn du das liest!).

An anderer Stelle hieß es: “Eine mögliche Existenz nach dem Tod anzunehmen ist beruhigend irgendwie. Aber wenn da gar nichts mehr wäre, dann wäre es mir in dem Moment vermutlich auch egal .” (Danke, liebe Yvonne Bach! Genial, genau so ist es auch für mich, ja!)

Auf das schöne Leben!