In den vergangenen Jahren hatte ich das große Bedürfnis, mich regelrecht freizuschreiben und mir selbst diverse Fragen zu beantworten. Oft ging es um ein Erlauben – darf ich dies und darf ich jenes, wie ehrlich darf und möchte ich sein, was passiert, wenn ich mit anderen meine Schattenseiten teile und, und.

Jetzt, ein paar Jahre später, schreibe ich immer noch gerne, gebe liebend gern Impulse nach draußen, teile meine Leidenschaften.

Was ich weitestgehend abgelegt habe: das Bitten um Erlaubnis, weder mich selbst noch andere. Jetzt mache ich einfach viel öfter genau das, was mir gerade in den Sinn kommt. Was ich machen möchte, was mir Spaß macht und im besten Fall auch anderen dient. Das ist herrlich befreiend!

Wenn jemand das was ich tue kritisiert, nehme ich es mir längst nicht mehr so zu Herzen, sondern kann viel schneller den Menschen hinter der Kritik sehen: Oft zeigt sich einfach die Art und Weise, wie die Person durch das Leben geht – abgesehen davon dass ich mir Kritik natürlich auch anschaue, wenn ich spüre, hier gibt es was zu lernen.

Jeden Tag kann ich schauen, mein Herz ein wenig mehr zu öffnen, und gleichzeitig ist es ok, Menschen auf Abstand zu halten, die mich gefühlt etwas kleiner machen wollen.

Das Leben ist kurz, lasst es uns ausschöpfen!