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Erlebtes & Belebendes

Nicht kooperieren

Manchmal ist es total okay und geradezu angezeigt, nicht zu kooperieren. Sich in Nicht-Kooperation zu üben. Wer mich schon länger liest, weiß, wie wichtig mir den anderen wertschätzende, echte Kommunikation ist. Kommunikation, in der beide sich möglichst auf Augenhöhe, ihre Gefühlswahrheiten ehrlich mitteilend, begegnen.

Total richtig und gut. Gerade dieser Tage, in denen so viel innere Stabilität, genaues Hinschauen und Hinfühlen und vor allem Mitgefühl gefragt ist. Das ist auch mein Weg: anderen Geborgenheit schenken, mich und andere stärken, immer wieder an die eigene Selbstermächtigung erinnern. Für alle astrologisch Interessierten: Mein nördlicher Mondknoten liegt in der Waage, meine Entwicklung geht zum Verbindenden. Es geht um die Bereitschaft, auf andere Menschen zuzugehen, das Gemeinsame und Verbindende zu erkennen und Brücken zu schlagen.

Hin und wieder neige ich jedoch dazu, mich auch dann verstehbar machen zu wollen, wenn mein Gegenüber gar nicht verstehen will. Oder anders: Wenn etwas so verstanden werden will, wie es verstanden werden will. Wenn diskutiert werden möchte, wo es gar nicht meiner Intention entspricht, oder wo ich schlicht fühle: Hier will jemand zänkisch sein. Ich bemühe mich meistens sehr darum, auch dann an mein Mitgefühl, meine Liebe anzudocken – auf der Suche nach Verständnis auch für den anderen.

Was ich jedoch auch feststelle: Es raubt mir Energie. Aktiv formuliert: Ich lasse mir meine Energie nehmen, oft sicher auch unbewusst. Mir dann klarzumachen: Ich habe immer wieder die Wahl – wie möchte ich mich jetzt fühlen, wo ist mein Fokus, was kann ich bei mir (!) ändern – sprich die Energie wieder zu mir zu lenken und die Energie des anderen beim anderen zu lassen. Darum geht’s, das ist für mich die Kommunikations-Kunst. Wir können auch entscheiden: Für dieses Gespräch, für dieses Verhalten stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Voll fein.

Denn was mir bewusst wird: Ich habe noch viel vor und möchte meine Kraft dort lassen, wo ich etwas bewirken kann, wo ich gebraucht werde. Für Aggression und Frust des anderen bin ich nicht verantwortlich, nicht zuständig.

In diesem Sinne: Eine wunderbares Wochende!

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Kleine Bestandsaufnahme

  1. Liebe Carolin,
    ein sehr wertvoller Kommentar.
    Es gehört für mich zum “Gut für sich sorgen” und “Grenzen setzen” dazu, dass wir gut auf unsere Energie aufpassen. Denn es bringt niemanden was, wenn ich mich auf aussichtslosen Feldern auspowere und keine Kraft mehr habe für die Dinge, die mir wichtig sind.
    Die Gestaltungsmacht über mein Leben wieder zu mir zurückzuholen, ist eine sehr sinnvolle und wichtige Maßnahme und deine Zeilen sind eine feine Unterstützung für diese Selbstermächtigung – danke dir dafür!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Carolin

      Du sagst es, liebe Sabine! Ich kann jeden Satz voll unterschreiben. Es freut mich, dass meine Zeilen bei dir resonieren. Ich wünsche dir alles Gute und freu mich sehr von dir zu lesen!

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