Warum auch immer, versammeln sich Menschen eher um’s Leid: Es scheint leichter, sich um den Misserfolg, das Leidvolle des anderen zu scharen – ihn zu bemitleiden, wohlmöglich noch Rat zu erteilen – als schlicht in die (Mit-) Freude zu gehen, zu sagen: “Wie geil ist das denn!”.
Sicher hat dies viel mit Neid zu tun, mit einem sich nicht vollständig leben. Ich kenne das auch – ganz selten passiert’s mir noch. Doch immer weniger. Sich Mit-Freuen mit anderen ist nicht nur schöner, sondern auch so viel klüger, da wir den Teil in uns aktivieren, der sich mit Freude (auf)füllt und uns hilft, in unsere eigene Größe zu kommen.