seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Schlagwort: Mut (Seite 1 von 2)

Potentialentfaltung und Umgebung

Dank eines Eckart von Hirschhausen-Videos stieß ich kürzlich auf das “Pinguin-Prinzip”: Im Kern ging es darum, dass die Umgebung wichtig ist, damit das, was du kannst, überhaupt zum Vorschein kommt. Ein Pinguin wird auch auch nach etlichen Jahren Psychotherapie keine Giraffe werden. Hirschhausen meinte, wir würden permanent Urteile fällen und könnten damit komplett danebenliegen, gerade wenn wir Menschen nur in einer bestimmten Situation gesehen haben.

Und ich ergänze: Umgekehrt ist es schon verrückt, dass wir uns unseren (Selbst-)Wert auch als autonome Erwachsene ständig durch andere Menschen spiegeln lassen und uns viel zu oft davon abhängig machen, was andere uns zurückspiegeln.

Auf dem Weg zum Erkenne-dich-selbst geht es doch im Kern immer um die Fragen: “Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Was sind meine Stärken?” Aus mir wird sicher nie eine beflissene Finanzbuchhalterin werden, auch keine Top-Managerin in einem Chemiekonzern. Ich bin eher ein kreativer Chaot, und meine Stärken liegen in anderen Bereichen. Auch bin ich definitiv kein Workaholic im “klassischen” Sinne, dafür genieße ich zu gern und habe furchtbar gern möglichst viel Freizeit. Doch wenn ich für etwas brenne oder spüre, dass etwas – auch Unangenehmes – wirklich getan werden muss, kann ich zum Arbeitstier werden.

Diese meine Stärken und auch Schwachstellen zu erkennen, zu akzeptieren und sich gleichzeitig nicht selbst in Stein zu meißeln, halte ich für erstrebenswert. Sich selbst Schicht für Schicht freizulegen, sich zu häuten und zu dem vorzudringen, was ich meine Essenz, meine Seele nenne, ist ein solch’ schöner Weg, den ich mit immer mehr Lust und Hingabe gehe. Potential, von lateinisch “Stärke, Macht”, ist die Fähigkeit zur Entwicklung – es beinhaltet noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten. Diese Idee, dass da immer noch viel mehr geht, dass noch vieles mehr in mir schlummert, ich auch Wunder erleben und für Wunder offen sein darf, beflügelt mich.

Es stärkt den Selbstwert ungemein, sich Stück für Stück aus dieser oft schon in Kindheitstagen antrainierten Spiegelung – Wie komme ich an? Werde ich gemocht? Bin ich (gut) genug? – zu lösen. Dies ist nicht einfach, doch möglich. Sich tatsächlich auf seine eigenen Gedanken und Gefühle, auf das, was einen ausmacht, zu besinnen, erfordert den bewussten Prozess der Reflektion. Ich muss mich hinsetzen, es wirklich tun: reflektieren, Dinge notieren, neue Leitgedanken deklarieren. Es reicht nicht, wenn ich es mal gehört habe, wie es geht, nein, ich muss es machen, in den Alltag integrieren, wenn ich den Boden für etwas Neues säen möchte.

Unsere Potentialentfaltung ist also abhängig von unserer Umgebung. Wenn ich Menschen dabei unterstützen möchte, dass ihr Potential aufgeht, anstelle sich zu verschließen, kann ich sie z. B. ermutigen, etwas zu wagen: Etwas zu tun, das sie am anderen bewundern. Sich nicht zurückzuhalten, sondern ihre ganze Kraft zu entfalten. Meine Stärke ist es, Besonderheiten im anderen zu erkennen, außerdem Mut zu machen, sich zu zeigen, zu sich zu stehen und auch immer mal wieder im eigenen Dreck zu wühlen – sprich seine Schatten eizuladen.

Jetzt da ich es weiß, wie sehr meine Entwicklung von meiner Umgebung abhängt, suche ich immer öfter Felder auf, in denen ich erblühen kann: In meinem Umfeld gibt es einige Menschen, die sich sehr frei denken können: Die um die Ecke denken. Gemeinsam schwingen wir uns empor, kreieren neue Ideen und Projekte. Ich brauche Freigeister mit Tiefgang, humorvolle und auch mutige Menschen um mich, um weiter zu kommen, um die nächste Zone der (geistigen) Entwicklung zu erklimmen. Da ich gerne schreibe, suche ich auch hier Menschen auf, die diesen Kanal ebenso lieben und sich mit mir austauschen wollen.

Spannend ist es auch, sich in Felder zu begeben, in denen Menschen etwas leben, wovon man selbst träumt: Autoren, die an ihrem Buch sitzen, Reisende, die Yoga-Retreats aufsuchen, große Wanderungen auf sich nehmen oder sich eine längere Zeit aus dem Alltag lösen. Sprich Menschen, die einen Weg bereits gegangen sind, den man sich selbst für sich vorstellen kann. Gleichzeitig finde ich es wichtig, auch immer mal wieder mit Leuten in Kontakt zu kommen und sich wirklich auf ein Gespräch, eine Szene einzulassen, die einem normalerweise fremd sind: Neulich tobte ich mich gemeinsam mit anderen Müttern während eines Fußball-Punktspiels unserer Söhne auf dem Platz aus – eine höchst interessante Erfahrung! Auch hier kann man sich neu entdecken, in Rollen schlüpfen, die man für gewöhnlich meidet.

Zu guter Letzt: Wenn unsere Angst vor Ablehnung oder unsicherem Terrain zu groß wird, kann es helfen, sich auf eine gesunde Art und Weise selbst nicht ganz so wichtig zu nehmen. Auf einer Party z. B. fühlt sich die eine oder andere unbehaglich, doch die eigene Person wird von anderen Menschen überhaupt nicht so fokussiert wahrgenommen, wie man sich selbst wahrnimmt.

Also: Auf zu neuen Ufern und neuen Fehlern;-)!

Mich interessiert brennend, in welcher Umgebung, unter welchen Bedingungen Euer Potential aufgeht? Was braucht es, damit Ihr Euch in für Euch wünschenswerte Richtungen entfalten könnt?

 

Fühlen ist okay

Hallelujah. Ein transformierendes, konkurrenzloses und einfach wunderbares Seminar liegt hinter mir: “Alte Wunden heilen lassen, auf dem Weg durch die Schatten” beim Schamanen Harry Hömpler. “Niemand kann dir Frieden geben, außer du dir selbst.” So lauteten die Eingangsworte der Seminarbeschreibung.

Ich spürte neben Freude auch Schiss im Vorfeld: Was wird da kommen und aus mir heraus strömen? Was ich wusste: Ich wollte vor allem mit meiner Wut in Kontakt kommen. Dass da viel Wut in mir ist – ob der Überforderung und der gefühlt zahlreichen Grenzüberschreitungen bereits in sehr frühen Jahren – spürte ich deutlich. Insbesondere in den vergangenen Wochen, in denen durch die Dynamik in der Herkunftsfamilie alte Emotionen getriggert wurden, wurde mir dies bewusst. Aus meinem Erleben stand ich anderen sehr oft zur Verfügung: In meiner Familie war ich das Nesthäckchen, die Unkomplizierte, der Sonnenschein – und auch die Kraft-Schenkende, Zuhörende, Helfende. Hier stecken auch viele meiner Kompetenzen: im Zuhören, im Da-Sein und Raum-Schaffen, wertschätzend und ermutigend. Doch was mir auch immer bewusster wurde und wird: Ich möchte all dies auch einfach nicht sein (müssen).

Ich möchte frei sein, mich glücklich fühlen, auch dann, wenn eine mir nahstehende Person gerade schwierige Zeiten durchmacht. Ich möchte klar für mich, meine Bedürfnisse und Werte einstehen. Die Verantwortung für meine – oft lange durchdachten und durchfühlten – Entscheidungen tragen, zu diesen stehen, und gleichzeitig Dinge, die nicht in meinen Verantwortungsbereich fallen, beim anderen lassen. Wenn es sich richtig anfühlt und sogar notwendig ist, will ich sagen: “Lasst mich in Ruhe”. Mich abgrenzen. Auch mal aus dem Kontakt gehen. Ich will so “Nein” sagen, dass das Nein auch ankommt und keine weitere Fragen oder Diskussionen nach sich zieht. Harrys Ansatz, einen geschützten Raum zu eröffnen – außerhalb aller kulturellen Bezüge, Regeln und Konventionen – diesen zu halten und alles da sein zu lassen, was sich zeigen will, hat mir enorm in meinem Klärungs- und Abgrenzungsprozess geholfen.

Harry bedient sich verschiedenster Technicken und Handwerkszeuge, viele seiner Impulse stammen aus dem sog. Possibility Management. Es ist, als würde Harry dir beim Klettern helfen, dir eine 8-spurige Autobahn an Möglichkeiten – sich (neu) zu entscheiden, zu handeln, zu kreieren – anbieten. Meist haben wir das Gefühl, uns in einer Einbahnstraße zu befinden und sehr eingeschränkt zu sein in unseren Möglichkeiten. Wenn sich eine Szene aus der Vergangenheit, ein “Problem” herauskristallisiert, erhälst du hier die Gelegenheit, ein dominierendes Gefühl wie Wut oder Angst, frei von jeglicher Wertung zu fühlen. Du darfst fühlen! Wie wohltuend. Denn die meisten von uns haben sich in der Regel eine hohe Taubheitsschwelle zugelegt.

Mit Harrys Begleitung kannst du rein gehen in das Gefühl, mit Hilfe von Utensilien z. B. deine Wut herausschreien und -schlagen, auch mit derben Ausdrücken, ganz egal – du kannst das Gefühl größer werden lassen, mit ihm spielen. Plötzlich spürst du auch wie dein Körper, der sehr weise ist, antwortet, wie deine Selbstheilungskräfte zu arbeiten beginnen. Mein Wut-Kloß auf Solarplexushöhe rutschte zunächst auf Herzhöhe, als säße mir jemand auf der Brust. Dann fing es an in mir zu vibrieren, Töne entwichen mir, ein wohltuendes Brummen machte sich breit. Ich spürte ein Kribbeln in Händen und Füßen und schüttelte mich unweigerlich. Da ging was.

Die meisten von uns haben in der Vergangenheit etwas erlebt und gefühlt, das sehr unangenehm oder schier nicht auszuhalten war. Wir haben damals eine Entscheidung getroffen, das Gefühl eingeschlossen, uns gedeckelt. Wenn wir nun – als verantwortungsvolle Erwachsene – erneut in dieses Gefühl gehen, es prozentual größer werden lassen und uns dann neu entscheiden, wie wir uns fortan in bestimmten Lebenssituationen verhalten wollen, kann das ungemein befreiend sein: Emotionen, welche im Gegensatz zu Gefühlen stets darauf hinweisen, dass es etwas zu heilen gibt, können von dannen ziehen. Die zu den Emotionen gehörenden Geschichten, die wir uns oft wiederholt und wiederholt erzählen, dürfen sich auflösen. Das Schöne ist auch: Wir können neue Entscheidungen treffen. Und dies jederzeit. Wir können uns selbst autorisieren, uns erlauben, von nun an völlig anders über eine Situation, einen Charakterzug oder einen Menschen zu denken. Ich bestimme, wie ich fühle. Und: Fühlen ist ok. Wir können etwas für uns deklarieren: “Ich darf glücklich sein, unabhängig von äußeren Umständen.” “Ich bin frei, so ist es.”

Was wir brauchen ist Klarheit. Klarheit zu unterscheiden. Ich erkenne: Es gibt viele Möglichkeiten, ich habe die Freiheit, zu unterscheiden, zu wählen, wie ich mich zu einer Situation, einem mir nah stehenden Menschen ausrichten will. Die meisten von uns laufen mit unzähligen unbestätigten Annahmen herum. Wir glauben, der andere könnte denken, dass wir denken, dass… Klarheit schafft Bewusstheit. Ich kann jederzeit korrigieren. Das Leben als Spielfeld betrachten. Und was ich total spannend finde: Ich kann grundlos handeln, ohne Auslöser von außen. Ich kann die Ursache von der Wirkung entkoppeln, den Auslöser vom Gefühl. Wenn ich will, kann ich mit meinen Möglichkeiten experimentieren und je nach Experimentierfreude und Mut dies meinem Umfeld vorher mitteilen. Wenn der Postbote klingelt, kann ich das Fenster aufmachen und die Musik aufdrehen;-).

Es mag abstrus klingen, doch ich finde, es hat auch was. Unabhängig von Gründen zu entscheiden. Sich zu sagen: Ich habe die Wahl. Genauso wie ich einst beschlossen habe, mir etwas zu verbieten, so kann ich heute entscheiden, es mir zu erlauben. Ich kann sagen: “Ich will das.” Oder: “So bin ich jetzt!” Wenn ich große Ängste ausspreche, so wie hier in der kleinen Seminargruppe – “Ich könnte mal nicht warmherzig und offen, sondern egoistisch, hart, kalt wahrgenommen werden”, und von außen plötzlich kommt “Na und, dann biste das. Und? Ich mag dich auch so” – es ist unglaublich, was dann mit dir geschieht, wie sich etwas in dir öffnet und freilegt. Es ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

Gefühls- und Schattenarbeit bewegt auch das jeweilige Umfeld. Daheim liegt gerade eine besondere Stimmung in der Luft. Es kribbelt und brizzelt. Und es ist schön. Natürlich meldet sich die Wut auch immer wieder. Soll sie.

Ich kann nur sagen: Danke, Harry – du bist der Knaller:-)!

Allen Gefühlen Raum geben

allen Gefühlen Raum gebenNimmst du dir Zeit, deine Gefühle zu leben, sie wirklich wahrzunehmen, mit und aus ihnen zu lernen? Wie gut gelingt es dir, deine Gefühlspalette zu zeigen und zu teilen? In den vergangenen 96 Stunden war ich in sehr nahem Kontakt mit meinen Gefühlen, allen voran den unangenehmen. Mir fällt auf, dass es zwei für mich typische emotionale Schwerpunkte gibt – Zustände, die immer wieder kehren, emotionale Frequenzfelder, die ich mit meinen Emotionen um mich herum erzeuge: Ganz oft fühle ich mich freudig-energetisiert. Es sind Momente, in denen ich vieles aufnehme, in mir bewege, mich inspirieren lasse, mich auch ein wenig hektisch oder aufgeladen fühle. Dieses Befinden ist meist angenehm; manchmal ist es auch ein nervöses Wachsein, wenn ich mich zu “kribbelig” fühle.

Ein weiterer für mich typischer Zustand ist ein Empfinden von Frust-Stagnation-Unzufriedenheit. Was erst einmal unschön und wenig erstrebenswert klingt, hat wiederum auch seine ganz eigene Qualität und wirkt wie ein Triebwerk: Meistens säe ich in Zeiten, die überwiegend von diesem Zustand geprägt sind, neue Ideen, Impulse, Projekte, die dann zu einem späteren Zeitpunkt zum Leben erweckt und manifestiert werden. In der Tat empfinde ich oft so etwas wie Schöpfungsstau, wenn meine kreative Kraft keinen Kanal findet, sich auszudrücken: Ich brauche das Schreiben, mich Schriftlich-Sortieren, das „Etwas-ins-Bild-Rücken“, beispielweise während des Fotografierens, und auch das Stimmlich-Musikalisch-Aktiv-Sein. Ich suche das (Selbst-) Gespräch genauso wie ich mich immer wieder mit essentiellen, philosophischen Fragen beschäftigen muss.

Zurück zu den Erkenntnissen der vergangenen Tage: Mir wurden Dinge bewusst, die mir zuvor nicht so klar waren wie zu jenen Stunden. Ich ertappte mich dabei, dass ich in den vergangenen Wochen gekämpft habe an verschiedenen Fronten. Das große Reizthema dieser Tage ist der Tablet-Gebrauch unseres Sohnes. Sicher können hier einige Eltern diverse Lieder singen: Wie oft, wie lange, was konkret darf gespielt, gezockt werden? Ich kämpfte den Tablet-Kampf, und kämpfe ihn immer noch, wenn momentan auch etwas entspannter.

Mir ist einmal mehr bewusst geworden, dass ich, die mir Freiheit, Freilassen und Freigelassen-Werden so wichtig sind, sehr wohl dazu neige, andere beeinflussen, sie zu etwas bringen zu wollen, was ich für richtig halte. Während ich das schreibe, kommt Scham in mir hoch. Übrigens eins der unangenehmsten, negativsten Emotionen, neben Schuld. Und dennoch zu uns gehörend und uns Verschiedenes lehrend.

Ein Beispiel: Wie gerne würde ich mit meinem Mann Kundalini-Yoga-Kriyas  teilen, die Übungsreihen inklusive gemeinsamem Ein- und Ausstimmen mit einem Mantra, entspannen, meditieren an ihn weitergeben, so wie sie mir nahegebracht wurden? Es ist nicht so, dass ihn Lehre und Praxis nicht interessieren; darüber hinaus ist er auch alles andere als blutiger Anfänger, doch bestimmte Aspekte irritieren, missfallen ihm. Oder anders: Er möchte selbst frei entscheiden dürfen, was er machen will und was nicht. Logo. Und doch für mich manchmal schwer zu verdauen, gerade wenn ich das Gefühl habe: Es tät ihm gut. Am Sonntag, als ich auch mit dem Vorschlag einer gemeinsamen Familien-Radtour bei kaiserlichstem Oktoberwetter nicht landen konnte und letztendlich allein losfuhr, wurde es plötzlich sehr still in mir. Ich spürte Müdigkeit ob dieses Kämpfens, auch: Frust, Traurigkeit. Und dahinter: Schmerz und Ohnmacht. Erinnerungen an meinen verstorbenen Bruder, den ich nicht habe „retten“ können, der schlicht seine ganz eigenen Erfahrungen machen musste, kamen hoch.

Unter dieser ganzen „kampf-betonten Betriebsamkeit“ lagen sie nun also: Schichten von Traurigkeit und Ohnmacht, von altem Schmerz. Im Wahr- und Annehmen dieser Gefühle kam plötzlich auch ein starker Frieden zu mir, eine Ruhe, die mich ausfüllte. Das ist das Schöne: Wenn ein Gefühl seinen ihm gebührenden Raum erhält, wenn es sein darf, kann es auch losgelassen werden. Und es kann wieder Platz entstehen für andere, nach oben ausgerichtete Emotionen – wie Mut, Hingabe, Liebe. Plötzlich kann eine Kraft in uns entfacht werden, die uns wieder in neue Höhen katapultiert: Gerade indem ich mich durch dunkle Ecken meiner selbst navigiere und nicht innerlich kämpfe, komme ich wieder mit meiner Stärke in Kontakt; es ist, als hätte ein Reinigungsprozess auf emotionaler und mentaler Ebene stattgefunden, der wieder Platz für Neues schafft. Ich ahne, warum es heißt, ein Großteil deiner Kraft liegt im Schatten. Spannend.

Lasst uns trauen, zu fühlen, uns zu fühlen – all das zu spüren, was in unserem schnelltaktigen, leistungsbetonten Alltag oft keinen Raum erhält.

Potential und Berufung

Unser Sohn besucht ein Montessori Bildungshaus in Hannover, mittlerweile die 4. Klasse. Ich glaube weder, dass dieser pädagogische Ansatz für jeden Heranwachsenden der richtige, noch dass die „Staatsschule“ das Nonplusultra ist. Sicher kommt es auf den Schüler, die Schüler-Lehrer-Situation und vieles mehr an, ob ein Kind oder Jugendlicher in seiner schulischen Laufbahn „gut gedeiht“ oder nicht. Was uns betrifft: Es passt.

Was mir auffällt, wenn ich unseren Sohn und sein Schulleben beobachte: Er wird in seiner Persönlichkeit erkannt, entsprechend seiner Art zu ticken behandelt und gefördert. Die Lehrkräfte sorgen sowohl dafür, dass elementarer Schulstoff vermittelt, als auch, dass eine Lernumgebung geschaffen wird, die es dem Schüler ermöglicht, sich selbstständig Unterrichtsinhalte zu erschließen, die für diesen von Bedeutung, sprich intrinsisch sind. Ferner sind die Lehrer in der Lage, die Marotten unseres Sohnes wie beispielsweise sein permanentes “In-Bewegung-Sein” aufzufangen.

Ein taktiles Be-Greifen mit Hilfe der Montessori-Materialien und auch das Origami-Falten legten bei unserem Sohn die Grundsteine für das Erkennen von Mustern: Mittlerweile ist er sehr “analytisch”, stark in Mathe und Schach. Auch ein individualisiertes Lernsetting – alleine arbeiten, zu zweit, zu zweit im Klassenkontext, mitunter auch in benachbarten Räumlichkeiten – und die Möglichkeit, Unterrichtsgegenstand plus die Art der Auseinandersetzung mit diesem selbst zu wählen, kommem unserem Sohn entgegen. Gut finde ich‘s ebenso, dass die Kinder lernen, ihre eigene Arbeitsweise zu reflektieren und, gegebenenfalls mit Hilfe des Lehrers, Strategien zur Verbesserung zu entwickeln.

Ich achte sehr genau auf die Atmosphäre, die von Häusern und Räumen ausgeht. In der Montessori-Schule hatte ich sogleich das Gefühl, hier würde auch ich gerne lernen: Die Stimmung, das Treiben dort sind lebendig, gleichzeitig entspannt; Gebäude und Räumlichkeiten verströmen keinen Schulmief. Schule ist in unserer Gesellschaft sicher ein Auslese-Instrument, auch die Montessori-Schule; doch zeichnet es diese Schule meines Erachtens aus, dass Kontrolle abgegeben und dadurch gleichzeitig die Lernbereitschaft erhöht wird. Für sehr leistungsorientierte, sicherheitsbetonte Eltern mag das eventuell nicht passend oder unbefriedigend sein.

Mein Mann und ich sind von der Pike auf Grund- und Hauptschullehrer, so dass uns das ganze große Feld „Schule und Lernen“ nicht fremd ist. Wir wünschen uns Lehrer, die auch „um die Ecke denken“ können: Menschen mit Feingefühl, differenziertem Denken und einem breiten Horizont. Wenn ich mich umhöre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind es nur wenige, die ihre eigene Schulzeit als schön und angenehm in Erinnerung haben. Mir selbst ergeht es da nicht anders. Natürlich hatte ich auch gute, charismatische Lehrer, doch habe ich heute nicht den Eindruck, dass mich das Gros meiner Lehrer dazu bestärkt hat, mein Potential zu entdecken geschweige denn zu entfalten. Einen guten Lehrer zeichnet meines Erachtens aus, dass er die Interessen eines Kindes erkennt und es schafft – neben dem “Stoff”, der transportiert werden muss – diese in welcher Form auch immer zu berücksichtigen.

Statt uns zu ermutigen, unser Potential von innen nach außen zu leben, wurden viele – so mein Eindruck – in Schubladen gesteckt: Wir alle haben uns mit demselben Zensurenspiegel auseinander setzen müssen und wurden an demselben Maßstab gemessen. So haben die meisten meiner Erfahrung nach nicht gelernt, ein feines Gefühl, ein Wissen darüber zu erlangen, wer sie sind und wie sie ticken. Dies hatte zur Folge, dass wir eher von der Frage „Wo passe ich rein?“ motiviert wurden, anstelle uns zu fragen:

„Was bin ich für ein System? Was sind die Rollen in meinem Leben, und bin ich mir bewusst, wie ich diese am besten ausfüllen kann?“

Heute weiß ich: Wir finden dieses ganz tiefe Seelenglück nur, wenn wir den Mut haben, immer wieder neu auf uns zu schauen und breitgetrampelte Wege zu verlassen. Wenn wir unseren Alltag daraufhin untersuchen, wer oder was uns Kraft, Freude und Anerkennung schenkt. So kommen wir auch dem was sich Berufung nennt auf die Schliche. Berufung ist meiner Vorstellung nach nicht deckungsgleich mit dem Job, der mir meinen Lebensunterhalt sichert: Berufung bezieht sich auch auf meine ganz unterschiedlichen Rollen und Aufgaben, die ich aus- und erfülle.

Ich zum Beispiel erfahre ein Mehr an Kraft, Freude und Anerkennung, wenn ich aufschreibe, was mich bewegt und dieses teile, wenn ich Menschen durch meine Worte oder meine Präsenz – vorausgesetzt ich bin entspannt und offen – Mut mache und sie inspiriere. Wenn ich für eine humorvolle, heitere Atmosphäre sorge, die andere als einladend erleben und sich so wertgeschätzt fühlen. Wenn ich musikalisch in Aktion trete, meine eigene Spielfreude transportiere und einen Raum auf diese Weise erhelle.

Gelingt es uns herauszufinden – und dies wünsche ich der jetzigen Schülergeneration von Herzen – wie wir unsere Kräfte, die wir in uns tragen, auch wirklich einsetzen können, erlangen wir tiefe Zufriedenheit. Ferner rutschen wir nicht mehr so schnell in die Muster des Vergleichens, des „Auf-den-andern-Schielens“. Dieses „Schauen, wie’s die anderen machen“ wird meiner Erfahrung nach weniger und unwichtiger.  Ich gehe sogar so weit zu behaupten: Auf der Suche nach unserem Potential können wir gleichermaßen dem Frieden in unserem Umfeld als auch dem Frieden in uns selbst dienlich sein.

Alles zu seiner Zeit

Oft will ich vieles sofort. Oder Bestimmtes genau jetzt. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass Dinge Zeit brauchen, Antworten dann kommen, wenn sie dran sind. Wie häufig tendieren wird dazu, unser Leben fest im Griff haben zu wollen, Dinge beeinflussen und kontrollieren zu wollen!

Das Verrückte ist: Je häufiger ich einen Gang herunter schalte und es mir tatsächlich gelingt, etwas laufen und einfach sein zu lassen, nicht verändern zu wollen, umso eher und schneller kommt die Veränderung auch. Umgekehrt gilt: Je stärker ich die Zügel anziehe, je mehr ich mich krampfhaft, von außen motiviert anstrenge und in einen oft schon übereifrigen Aktionismus verfalle, umso verspannter und blockierter werde ich auch: Die gewünschte Veränderung lässt dann auf sich warten. Wenn ich feststecke in einer Gedankenschleife oder einer sich im Kreis drehenden Handlung gehe ich nun immer häufiger vor die Tür und vertrete mir die Beine im benachbarten Stadtwald. Ich kenne fast nichts – außer manchmal einfach nur dazusitzen – was mich wieder mehr zu mir selbst bringt, den Fokus vom Außen auf das Innen lenkt.

Das Zauberwort heißt Geduld. Oder ein schlichtes: Alles kommt zu seiner Zeit. Alles braucht seine Zeit. Ich weiß nicht, ob wir tatsächlich alles haben können, doch ich glaube, wir können vieles haben – nur nicht sofort, sondern dann wenn die Zeit und wir dafür reif sind. Je mehr ich so denke, umso stärker kann ich mich in mich hinein entspannen, umso tiefer kann ich ausatmen und somit loslassen.

Im Zusammenhang mit dem Tod meiner Mutter kommen nun zahlreiche Aufgaben und Fragen auf meine Geschwister und mich zu. Zu allem Überfluss mussten wir kürzlich einen Wasserschaden im Elternhaus beheben und uns darin üben, die Dinge Schritt für Schritt anzugehen, uns da durch zu ackern und zu atmen. Viele Fragen sind offen, momentan wissen wir nicht, was konkret mit dem Haus geschieht, doch auch hier heißt es: Geduld. Es wird sich finden, und es wird sich fügen.

Manchmal brauchen auch unsere Träume Zeit. Nicht jeder alte Traum erweist sich in der Gegenwart als noch aktuell, gleichzeitig erfüllt sich ein großer Wunsch oft schneller als wir ahnen. Oder aber es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis sich ein Wunschtraum erfüllt. „In Sachen Schreiben“ hat sich für mich ein großer Traum verwirklicht bzw. wird sich voraussichtlich Ende des Jahres erfüllen – dazu mehr, wenn es soweit ist.

Zu unterscheiden, wann es Zeit ist loszulassen und wann es angezeigt ist dranzubleiben, ist oft alles andere als leicht. Von Yogi Bhajan, Meister des Kundalini-Yoga, stammt der Ausspruch „Keep up and you’ll be kept!“, „Halte durch und du wirst gehalten!“, welcher mir schon in vielen Lebenssituationen geholfen hat, nicht nur in meiner Yogapraxis. Es gibt Dinge, z. B. eine 90-tägige Yoga-Kriya, zu denen verpflichte ich mich freiwillig, da ich davon überzeugt bin, dass sie mir zuträglich sind, auch wenn ich zwischendurch aufgeben möchte. Anderes wiederum, oft Dinge von denen wir meinen, sie machen zu müssen, kann ich fallen lassen, wenn sie mich hindern, meine eigene Spur aufzunehmen und zu verfolgen. Für dieses Unterscheiden sensibilisiert zu werden kann ich meiner Erfahrung nach üben. Oft schickt uns das Leben Zeichen, die wir nicht sogleich deuten wollen oder können. Es erfordert auch Mut, diese Zeichen nicht als Humbug abzutun, sondern wach und fein hinzuschauen und zu –spüren:

Was ist es, das sich zeigen will? Was konkret will mir das Leben gerade sagen? Wann darf ich geduldiger sein?

Genießt den Juli.

 

Sich und andere ermutigen

tmp_13927-2017-01-04-14-20-141222771803In der aktuellen Zeitschrift “Maas” (“Ich und Gemeinschaft – in Freiheit verbunden”, No. 4/2016) las ich einen Artikel über das Thema Mut (“Mut tut gut!”, ebd., S.46-49). In der Einleitung hieß es:

“Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der sich alle Menschen gegenseitig ermutigen. Wie anders wäre wohl dein Leben?”

Dieses Gedankenexperiment inspirierte mich: Ich stellte mir Szenen im Alltag vor, Begegnungen zwischen sich nah stehenden Menschen und Fremden, in denen gemeinsam größer, kühner, lustvoller und mutiger gedacht und gehandelt wird. Mir kamen Menschen in den Sinn, die sich trauen, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen und Träumen zu gestalten & auf diese Weise auch andere anzustecken. Ich dachte an Menschen, die sich durch mutiges Verhalten anderer – neue Wege zu gehen oder neuentdeckte Fähigkeiten und Talente “auf die Straße zu bringen” – inspirieren lassen, anstelle mit Argwohn oder Neid zu reagieren.

“Die Fähigkeit zur Ermutigung ist ein ganz besonderer Katalysator für individuelle Entwicklung, für die Gemeinschaftsbildung und für die Welt insgesamt.” (ebd., S. 48).

Letzteres klang in meinen Ohren etwas verwegen, doch dann stellte ich fest, dass dieser Gedanke auch ein erhebender ist: Durch den eigenen Mut und das Ermutigen anderer einen positiven Beitrag zum gesamtgesellschaflichen Klima beizutragen – eine schöne Vorstellung!

Mut zeigt sich in meinen Augen in Momenten, in denen wir uns auch sanft, verletzbar, unwissend zeigen. Überhaupt das “Sich-Zeigen”, Schicht für Schicht, erlebe ich als äußerst mutig. Mit Angst loszugehen, im Unwissen, was kommen mag, zu scheitern, sich zu schämen, Gegenwind auszuhalten, auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Mutig sein, neue Pfade betreten und gegebenenfalls auch scheitern macht dich mit dir bekannt, so meine Erfahrung. Ich entdecke bislang unbekannte Potentiale in mir und lerne – auch im Austausch mit anderen, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, glücklich zu sein. Fünfe gerade sein zu lassen, auch wenn Perfektionsdrang und Konkurrenz das Klima beherrschen und Leistungsdenken und -streben hohe Attribute in unserer Gesellschaft sind. Sich und anderen einzugestehen, dass man an einer Stelle partout nicht weiter weiß und kann, mit Kraft und Latein am Ende ist – all dies zeichnet mutiges und gleichzeitig ermutigendes Handeln für mich aus!

Mutig-Sein – und auf diesem Wege auch andere ermutigen – kann auch bedeuten, eine Zeitlang bewusst allein zu sein, seine Gedanken ganz ungehindert auf sich selbst einwirken zu lassen, Klarheit zu gewinnen – aus der Erfahrung, einsam zu sein auch “ein Samen” für Mitmenschen zu sein.

Ich mache immer öfter die Erfahrung, dass mutiges Handeln ansteckend wirkt. Im Kontext Blog-Erstellen und Schreiben zum Beispiel habe ich im vergangenen Jahr öfter mal gehört: “Wenn du das schaffst, kann ich das auch!” Das hat mich jedes Mal gefreut. Wenn wir uns bewusst werden, dass wir über unsere – auch unausgesprochenen – Worte, Mimik, Gestik und kreative Ausdrucksformen permanent mit der Außenwelt kommunizieren und Wirkung hinterlassen, macht es Sinn, ermutigendes Handeln an den Tag zu legen.

Einem nahstehenden Menschen in einem Gespräch zu offenbaren, dass man ihn sehr schätzt, Gespräch und Thema einen jedoch nicht interessieren – das ist mutig in meinen Augen, auch wenn der Grad schmal ist zum “Den anderen verletzen”.

Im letzten Jahr habe ich eine tolle Frau kennen gelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sie und ihre Art zu leben beeindrucken mich in vielerlei Hinsicht: Stark und mutig finde ich zum Beispiel ihre Haltung, mit nahstehenden Menschen aufgeräumt, keine offenen Baustellen zu haben, so dass ein Von-dieser-Erde-Scheiden nicht willkommen jedoch möglich im Sinne von “abgesegnet” wäre.

Als meine Yogalehrerin einmal gefragt wurde, ob ihr die wachsende Kundaliniyogalehrer-Konkurrenz in Hannover nicht zu schaffen mache, antwortete sie sinngemäß, nein, es finden sich stets die Schüler und Lehrer, die zueinander passen. Auch diese innere Haltung habe ich als ermutigend und großmütig erlebt.

Aus Mut erwächst Mut – im eigenen Leben und im Leben anderer.

Kontakt findet an Grenzen statt

bild-kontakt-grenzenEine Heilpraktikerin sagte einmal zu mir: „Kontakt findet an Grenzen statt.“ Über diesen Satz habe ich oft nachgedacht und im Laufe der Zeit zahlreiche Beispiele für das Wahre an dieser Aussage gefunden: Beziehung wird immer dann spannend, wenn wir uns in unserer Tiefe begegnen, wenn wir den anderen an einem Punkt berühren, der ihn oder uns bewegt, der noch nachhallt oder einen von beiden in Aufruhr versetzt. Wenn wir den Mut haben, unsere innere Wahrheit mitzuteilen, unsere Bedürfnisse und Werte auf den Tisch zu legen, auch wenn wir dadurch verletzbarer werden und das Gegenüber gegebenenfalls enttäuscht oder ablehnend reagieren könnte.

Oft haben wir ein bestimmtes Bild von jemandem im Kopf, meinen ihn zu kennen und wollen auch keine große Energie aufwenden, dieses Bild zu ändern oder zu erweitern. Gerade in Momenten, in welchen der andere vielleicht nicht in der gewohnten oder erhofften Manier reagiert, können beide Beziehungspartner wachsen, kann die Beziehung reifen. Natürlich wird dann oft auch am Eigenen – an der bestehenden Lebensmethode, dem eigenen Lebensmodell – gerüttelt; das ganze System, das Feld, in dem sich die Beziehung bewegt, gestaltet sich neu. Diese Momente sind Chancen, auch wenn wir es eventuell nicht gleich wahrhaben wollen. Schaffen wir es, uns immer wieder für neue Erkenntnisse und Begegnungen mit uns nahen Menschen „leer“ zu machen, dem anderen immer wieder mit frischem, offenen Blick zu begegnen, so denken und fühlen wir uns frei, und es eröffnen sich ganz neue Spiel- und Begegnungsräume.

Jemand, der seine eigenen Gefühle gut wahrnehmen kann und auch Unangenehmes nicht unterdrückt, kann sich meines Wissens auch leichter und tiefer in andere Menschen einfühlen, wird empathischer. Nehme ich zu meinem eigenen Herzen mitfühlend immer engeren Kontakt auf, fällt es mir auch leichter, einen anderen Menschen so zu akzeptieren, wie er ist. Lerne ich meine dunklen Seiten, meinen tiefsten Schmerz immer besser kennen, so wächst mein Verständnis für den anderen und seine „Abgründe“. Zwischenmenschliche Schwierigkeiten treten oft dann auf, wenn wir in Bezug auf den anderen oder unsere Beziehung eine genaue Vorstellung haben, wie dieser bzw. diese aussehen sollte. Die Beziehung hat hier die Chance, in und an solchen „Grenzmomenten“ zu wachsen, tiefer zu werden, oder aber es trennen sich Wege vorrübergehend oder ganz.

Wenn eine deiner Werte mit denen deines Beziehungs-Gegenübers – Partner, Freund, Kollege – in Konflikt gerät, kann dies Stress erzeugen. Wünschenswert wäre es meines Erachtens, wenn beide Parteien akzeptieren könnten, dass jeder das Recht hat, der zu sein, der er ist. (Während ich den letzten Satz schreibe kommt mir der mich seit Tagen enorm bewegende Berlin-Anschlag in den Sinn und ein Teil von mir zweifelt extrem an dieser Aussage).

Wahrhaftige, tiefe Begegnung bedarf meiner Erfahrung nach des Mutes und der Ehrlichkeit: Lege ich meine Wahrheit möglichst offen auf den Tisch und formuliere meine Werte und ihre konkrete Bedeutung so klar wie möglich, können sich Missverständnisse auflösen.

Was ich auch lerne: Antworten finde ich stets in mir. Habe ich beispielweise einen Konflikt mit einem anderen, kann ich mich sehr auf diesen anderen, seine Fehler und Unzulänglichkeiten konzentrieren und mich immer weiter in das Beziehungsdrama einschwingen. Wirklich helfen wird es mir nicht. Ich darf mich stattdessen fragen: Was soll ich hier lernen? Was ist in mir noch nicht bereinigt? Und auch: Was darf ich getrost- und möglichst mitfühlend –  beim anderen lassen, was gehört nicht zu mir?

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes, gesegnetes Weihnachtsfest!

 

Herzlichst, Carolin

 

Den Kontakt wieder finden – Klarheit auf meinem Weg

Heute kommt etwas Neues: Ich veröffentliche meinen ersten Gastbeitrag einer Leserin. Sie hat mir einen sehr persönlichen, erfrischend-inspirierenden Text zukommen lassen. Ich habe Lust, Menschen zusammenzubringen, auch unterschiedlichen Alters, sie anzuregen, sich klarer zu werden, wozu sie “Ja” sagen im Leben, zu ermutigen, mutig(er) zu werden.

Nun überreiche ich Christina das Wort:

Baum Angkor WatKennst du nicht auch das Gefühl, verloren, verzweifelt, orientierungslos und verwirrt inmitten deines eigentlich relativ normalen Alltaglebens zu stehen? Oft tappt man selbst im Dunkeln, ich konnte lange Zeit selbst nicht begreifen, in welchen konfusen Gefühlszustand ich mich emotional manövriert hatte.

Irgendwann hat es Klick gemacht…Nun ja, irgendwann ist gut. Es gab viele Hinweise und Menschen auf diesem Weg und auch viele Versuche meinerseits den Kontakt zu mir (wieder?) zu finden. Ich habe es mehr oder weniger erfolgreich mit Yoga, Joggen, Fasten, veganem Leben versucht. Doch ich spürte nicht den Kontakt, den ich mir gewünscht hatte. Ich hatte nicht begriffen, dass es um etwas anderes geht: Um lebendige Essenz, um mein Leben. Dies wurde mir glasklar, als ich ein Buch von Veit Lindau durch schicksalhafte Fügungen in die Hand bekam und dort die Frage las: „Was ist, wenn alles möglich ist? Was ist wenn du jetzt schon alles sein kannst, was du dir wünschst? Was ist es, was du dir eigentlich wünschst?“

Ich begann darüber nachzudenken, was ich mir eigentlich wünsche und wer ich eigentlich sein möchte. Klingt nach einer banalen Freizeitbeschäftigung, doch tatsächlich ist es dies nicht: Ganz klar zu formulieren was man möchte, kann einen ganz schön unter Druck setzen. Man misst sich natürlich auch immer an dieser formulierten, „perfekten“ Vision im Alltag. Jeden Tag! Fast 30 Tage habe ich täglich daran gesessen, um dies herauszufinden und feile noch heute an vielen Themen. Nun steht sie formuliert auf Papier:

Ich sehe strahlend und gesund aus, leuchte von Innen vor Liebe, Attraktivität und tanze die Weiblichkeit. Ich liebe mich selbst und bin mit allem verbunden. Ich bin frei, selbst bestimmt, mutig und wage neugierig neue Schritte. Ich erlebe die Gegenwart als Chance, und kann schwierige Situationen akzeptieren und wieder loslassen. Ich bin voll im Kontakt mit mir, lebe im Jetzt, spüre meine innere Ruhe und habe Vertrauen in die Schöpfung. Ich lache, erlebe positiv, humorvoll, lebendig, leidenschaftlich-intensiv und dabei entspannt, was mich bewegt.

Eigentlich ganz auf meine Gefühle fokussiert, dabei intim formuliert, kann es so einfach sein? Meine Freundin, die als Psychologin arbeitet, lachte gestern, als ich ihr meine Vision vorgelesen habe. „Einfach“, meinte sie, „das sind die existenziellen und schwierigsten Themen des Lebens, Süße: Selbstliebe, Selbstwirksamkeit, innere Balance und unsere Gefühle“.

Seit ich meine Vision nun vor über 40 Tagen formuliert habe, passieren interessante, schicksalhafte Dinge in meinem Leben, möge man es nun mit Karma oder dem Gesetz der Anziehung erklären, das kann ich nicht rational beantworten, doch es passiert: Plötzlich kommt Klarheit, wo vorher Chaos war, ich spüre fließende Energie statt enge Grenzen in meinem Geist, durch tägliches Meditieren finde ich Kontakt zu meinem inneren Selbst und erlebe existenzielle Momente der Ruhe, Wahrheit und (Eigen-)Liebe.

Das klingt sehr nach einer „positive thinking“-Mentalität, doch das stimmt so nicht. Ich erlebe auch immer noch Rückschläge: Verzweiflung, Trauer, Ablehnung, Selbsthass und Angst sind Teil meines Weges, doch ich versuche sanft und mit frischem, „neugierigem Forschergeist“, die Gefühle anzunehmen und diese auszuhalten statt diese wie früher zu kompensieren oder zu übertünchen – sei es mithilfe von Alkohol, Zigaretten, emotionalem Essen, Beschäftigung mit fremden Problemen privat und beruflich. Ich kümmere mich das erste Mal in meinem Leben wirklich nur um mich und lebe von Innen nach Außen: Selbstzweifel sind durch die Eigenverantwortung für meine Gedanken verschwunden. Kann es so leicht sein? Ich glaube ja! Kann das Leben ein aufregendes Spiel sein? Ich bin ganz fest davon überzeugt, wenn wir es zulassen. Veit Lindau meint hierzu: Niemand weiß genug, um sich den Luxus von Pessimismus zu leisten, es ist immer mehr möglich.

Natürlich gibt es viele Baustellen in meinem Leben, die noch vor mir liegen und mir Angst machen. Doch ich sehe diesen mit mehr Mut, proaktivem Handeln und mehr Neugierde als früher entgegen, neue Möglichkeiten und Sichtweisen präsentieren sich auf meinem Weg. Auch wenn die Angst mich noch häufig besucht und mich zurück drängt, dahin wo es in mir selbst bisher immer gemütlich war.

Jeder Tag ist eine Entscheidung in unserem Leben, wir können nur im Jetzt unser Leben lenken, denn sonst konstruieren wir unsere Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart und Zukunft, jeder Mensch kann klar entscheiden, wer er sein möchte und was er erleben möchte. Permanenter Wandel gehört dazu, hinfallen gehört dazu: Unser selbst konstruiertes Gefängnis können wir nur selbst verlassen! Schreib deine Vision auf, träume dich frei!

chrissy.theodoridou@googlemail.com

Christina (33) arbeitet im Kultur-Marketing in München. Sie interessiert sich für alles, was mit Kommunikation zu tun hat. Am meisten bewegen sie die großen Lebensthemen: Selbstliebe, Selbstwirksamkeit und der tiefere Kontakt zum inneren Selbst. Sie liebt Humor, inspirierende Persönlichkeiten, Meditation, Natur, tolles Essen und ihren Freund, der sie auf allen Schritten begleitet.

Lebendige Gespräche

Cappu in MünsterMich interessiert Kommunikation. Auf vielen Ebenen. Auf verbaler Ebene interessiert mich bewusste, wache Kommunikation. Mich beschäftigen die Fragen: Was macht Kommunikation lebendig? Welche Gespräche beflügeln und befriedigen beide Gesprächspartner?

Ich möchte mich auch einem heiklen Aspekt nähern: Wie verhalte ich mich in Momenten, in denen mich das Zusammensein, ein Gespräch, gehäuft langweilt, so gar nicht berührt? Gespräche mit Fremden, in denen es bei mir nicht “funzt” und die ich nicht fortführen mag, kann ich mittlerweile recht schnell beenden, indem ich mich einfach abwende oder mich meinem Buch widme, im Zug beispielsweise. Auch darf es meines Erachtens da mal heißen: “Das ist jetzt nicht mein Thema.”
Was aber, wenn wir mit langjährigen Freunden oder Familienmitgliedern zusammensitzen und uns das Szenario vom täglich grüßenden Murmeltier in den Sinn kommt – und dies wiederholt? Wir innerlich abdriften, abschalten, gähnen? Ehrlich gesprochen: Ich weiß es nicht, noch nicht. Doch was ich weiß ist, dass meine Lebenszeit kostbar ist, genau wie die meines Gegenübers. Ich möchte sie nutzen, gestalten, ich wünsche mir echten Austausch, häufig auch neuen Input, eine möglichst lebendige, beide Gesprächspartner bereichernde Kommunikation. Manchmal möchte ich auch einfach nur unterhalten werden, nicht selber senden, mich zurückhalten. Wenn der andere jedoch ausschließlich von sich spricht und mir keine Fragen stellt, löse ich mich nun auch schneller aus diesen Gesprächssituationen und Kontakten. Das hätte ich mich vor einiger Zeit noch nicht getraut.

Ich frage mich: Darf ich nicht häufiger sagen “Du, das Thema interessiert mich gerade nicht so, lass uns doch über etwas anderes sprechen”? Es gehört Mut dazu, den ich bislang in entsprechenden Situationen auch noch nicht hatte. Der andere könnte im ersten Moment irritiert sein oder sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Doch vielleicht bereichert die sich nun anschließende Unterhaltung auch ihn wiederum deutlich mehr. Vielleicht sind beide gottfroh, die alten Pfade mal verlassen zu dürfen und sich auf Neuland zu begeben. Das Gegenüber erhält die Chance, uns wieder neu zu sehen, zu staunen. Wir können den anderen zum Beispiel fragen, was ihn gerade beschäftigt, fernab vom Alltagsgeschehen. Wie er oder sie zurzeit auf’s Leben blickt. Oder wir fragen: “Was macht dich momentan glücklich, was weniger? Hast du zurzeit einen Traum?”

Meine Schwester empfing vor einiger Zeit eine Freundin mit Wein, Nüssen und den Worten: “Heute möchte ich mal nicht über das sprechen, was uns gerade nervt oder was zurzeit alles schief läuft. Lass uns über neue Dinge reden, über das was uns erfreut, über unsere Träume zum Beispiel.” Es folgte ein intensives, beide beglückendes zehnstündiges Beisammensein, welches im Wald endete. (Meine Schwester lernte gegen Mitternacht, auf einer Eichel zu pfeifen).

Es muss auch nicht immer so “radikal ehrlich” zugehen. Wir können es ja auch mal probieren, verblüffende, aus dem Kontext springende Fragen zu stellen, wenn uns danach ist, oder Wörter ins Gespräch zu werfen, die im ersten Moment irritieren, wie z. B. Seele, Freiheit oder Zeitgeist – was auch immer. Ich mache hier Vorschläge und bin selbst noch relativ unerprobt – finde das Thema aber spannend und habe Lust, auch in meiner eigenen Kommunikationskultur Neuland zu betreten und – gerne auch mit Euch – darüber in Austausch zu kommen.

Behauptet jemand etwas mit der Inbrunst der Überzeugung, er rede von etwas Allgemeingültigem – in erster Linie sagt der Sprecher doch etwas über sich selbst aus – können wir erwidern: “Wer sagt das?”, oder “Woher weißt du das?”, alternativ: “Bist du dir da so sicher?” Fragen dieser Art traue ich mich nun schon viel öfter zu stellen und stelle fest: Das Gespräch und mein Gegenüber richten sich manchmal nochmal ganz neu aus. Wenn wir uns vom Rechthaben-Wollen mehr und mehr befreien, können wir ganz wunderbare Dinge erleben.

Mir tut es gut zu wissen, was ich mir von und in einem Gespräch wünsche: Wie gesagt, manchmal erfreuen mich einfach Geschichten und Neuigkeiten. Dann wiederum brauche ich mal ganz dringend ein Ohr und wünsche mir, der andere möge mir offen lauschen. Es ist klug, so denke ich, diesen Wunsch klar zu formulieren: “Kannst du mir mal ein paar Minuten gut zuhören, das ist mir grad sehr wichtig!”

Lebendige Kommunikation zwischen sich nah stehenden Menschen heißt für mich, dass ich mich ganz offen mitteilen kann, wenn mir der Schuh drückt. Und: Ich wünsche mir ebenfalls, der andere möge sich mir gegenüber öffnen. Das geklagte Leid hat auch seinen Platz und seine Berechtigung. Nur wenn ich das Gefühl habe, ich laufe gemeinsam mit einer mir wichtigen Person immer und immer wieder dieselbe Klagemauer ab, dann kann es sein, dass ich auch mal abspringe.

Hier noch eine kleine mutmachende Inspiration: Ich zitiere erneut meine Schwester, die auf einer Party auf die Frage, was sie so mache – natürlich beruflich erfolgsmäßig gemeint – antwortete „Ich esse M&Ms“  (tat sie gerade und kannte die fragende Person im Übrigen auch kam.) Die Frage erlebt wohl jeder als unangenehm beklemmend, wenn er gerade gefühlt nichts gebacken kriegt. Und da ist eine solche Antwort ein wohlig schauriger Befreiungsschlag.

Zum Schluss sei erwähnt, dass es selbstverständlich auch ok ist, wenn Gespräche im Alltagsgeschehen dahin plätschern, oder einfach Smalltalk geschnackt wird, über’s Wetter zum Beispiel – ein Thema, über das schnell Nähe hergestellt werden kann.  Auch diese Form der Konversation ist Teil unserer (Gesprächs-) Kultur.

Ich spüre, dass ich immer mehr Lust habe auf wache, voll ausgekostete Gespräche mit Menschen, die ähnlich ticken. Wie geht’s Euch damit?

P.S.: Ich freue mich, dass dieser Artikel im Online-Magazin compassioner erschienen ist:-):

Die Kunst der lebendigen Gespräche

 

 

Erfolg-Reich

image-jpeg-attachmentIch habe heute Lust, über Erfolg zu schreiben. Nicht zuletzt inspiriert durch das Buch „Werde verrückt von Veit Lindau („Wie du bekommst, was du wirklich-wirklich willst“) mache ich mir momentan Gedanken darüber, was Erfolg für mich bedeutet. Ich meine – wie wahrscheinlich jeder automatisch – den konstruktiven Erfolg, der einen voranbringt. Dass man sich natürlich auch erfolgreich selbst sabotieren kann, lasse ich im Folgenden außer vor. Im Grunde sind wir alle jeden Tag 100%ig erfolgreich, fragt sich nur wie bewusst und in welcher Richtung.

Mir wird immer bewusster, dass mich Erfolg im Sinne von „Karriereleiter empor und viel Besitz Anhäufen“ wenig bis gar nicht tangiert. Erfolgsattribute wie Besitz und Macht – im Sinne von: „in einer hohen Position“, diverse Untergebene unter sich – werden in unserer Gesellschaft von vielen als erstes angeführt, wenn sie „Erfolg“ hören. Dies entsprach aus meinem Erleben auch nicht dem „Erziehungsauftrag“, den Werten meiner Eltern. In meiner Herkunftsfamilie war oder ist niemand „überdurchschnittlich erfolgreich“ – im oben beschriebenen bzw. “landläufigen” Sinne; in unserer Großfamilie wiederum schon, interessanterweise.

Entscheidend ist meines Erachtens die Frage: „Was bedeutet Erfolg für mich persönlich?“

Für mich ist Erfolg in erster Linie die Gestaltung eines gelingenden Lebens, ein Leben in Fülle und Dankbarkeit, das ich voll ausschöpfen kann und in dem ich einen hohen Grad an Selbstbestimmung, ja an Freiheit, leben darf. Erfolg bedeutet für mich, ein Leben meinen Werten und Bedürfnissen entsprechend zu gestalten – Felder zu kreieren, in denen ich “erblühen” und optimal dienen kann, mir und anderen. Immer mehr so zu leben, dass alles leicht und natürlich geschieht. Ich glaube, dass jeder weiß, wie sich (sein) Erfolg anfühlt.

Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich auf vielen “Kanälen” schöpferisch tätig sein, mich ausdrücken kann, wenn ich spielend leicht Dinge bewerkstellige. Meine Gaben und Talente erkunde und diese zur Blüte bringe. Ich spüre Erfolg, wenn ich mit meiner Schwester und unserer Musik die Zuhörer selig stimmen kann, ein Klient in einer Musiktherapiestunde etwas Neues erfahren durfte oder die Stunde zufrieden verlässt.

Reich an Erfolg fühle ich mich, wenn ich den Mut aufbringe, mich in unbekanntes Terrain zu wagen oder Träume beginne zu leben. Diesen Blog ins Leben gerufen zu haben und darüber immer mehr Resonanz zu erfahren bedeutet Erfolg für mich. Mich nun tatsächlich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen entspricht voll meinem Bild von Erfülltheit und Erfolg, unabhängig davon, wie konkret es weiter geht, ob ich tatsächlich einmal unterrichten und Schüler um mich scharen werde.

Und ich werde mir immer klarer darüber, dass Erfolg auch mit Disziplin zu tun hat – Disziplin nicht im Sinne von Gehorsam, sondern Disziplin als schrittweises Dranbleiben, als ein Üben und mich dem Unterordnen, was ich für wesentlich halte. Yogi Bhajan sagte, Disziplin mache dich kreativ. Nach spätestens 20 Tagen innerhalb einer sich 40 Tage lang wiederholenden Meditation habe ich meist keinen Bock mehr – und bleibe in der Regel dennoch dran. Die Erfahrung ist Gold wert, und ich ernte am Schluss viele Früchte.

Erfolg zu leben bedeutet für mich, als Mensch sichtbar(er) zu werden, aus mir heraus zu leben, zu wachsen, an Tiefe und Reife zu gewinnen.

So ganz kann man das liebe Geld ja nun auch nicht herausnehmen aus der „Erfolgsgleichung“: Natürlich fühlt sich ein Leben, in dem ich – auf vielen Ebenen – satt werde, mir etwas gönnen oder leisten kann und nicht jeden Cent umdrehen muss, leichter und angenehmer an. Ökonomischer Erfolg ist nicht unerheblich. Und selbstverständlich hat ein jeder hier unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche. Unser persönlicher „Luxus“ ist gutes (Bio-) Essen. Und meine ganz persönliche Präferenz ist die Möglichkeit zu verreisen, mobil zu sein, mir mehrmals im Jahr eine Ferienwohnung leisten zu können. “Freude ist die Essenz von Erfolg” stand heute morgen auf meinem “Teebeutel-Fähnchen”. Da ist was dran.

Was macht für Euch Erfolg aus? Wie fühlt sich dieser an? Ich freue mich über Austausch!

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén