seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Schlagwort: Erfolg

Manchmal werden Träume wahr

Die neue Ausgabe der maas kann hier vorbestellt werden:

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Ich möchte Euch gern dazu ermutigen, das zu leben & „auszuspucken“, was in Euch steckt. Dranzubleiben an einer Sache, selbst wenn’s holprig wird. Erfolg kann heißen, zu wissen was du in der Tiefe willst & dich dann auf den Weg zu machen, dein Potential dafür einzusetzen. Und: Scheitern ist nicht nur ok, sondern wichtig und lehrreich.

Alles erdenklich Gute:-)

 

Erfolg-Reich

image-jpeg-attachmentIch habe heute Lust, über Erfolg zu schreiben. Nicht zuletzt inspiriert durch das Buch „Werde verrückt von Veit Lindau („Wie du bekommst, was du wirklich-wirklich willst“) mache ich mir momentan Gedanken darüber, was Erfolg für mich bedeutet. Ich meine – wie wahrscheinlich jeder automatisch – den konstruktiven Erfolg, der einen voranbringt. Dass man sich natürlich auch erfolgreich selbst sabotieren kann, lasse ich im Folgenden außer vor. Im Grunde sind wir alle jeden Tag 100%ig erfolgreich, fragt sich nur wie bewusst und in welcher Richtung.

Mir wird immer bewusster, dass mich Erfolg im Sinne von „Karriereleiter empor und viel Besitz Anhäufen“ wenig bis gar nicht tangiert. Erfolgsattribute wie Besitz und Macht – im Sinne von: „in einer hohen Position“, diverse Untergebene unter sich – werden in unserer Gesellschaft von vielen als erstes angeführt, wenn sie „Erfolg“ hören. Dies entsprach aus meinem Erleben auch nicht dem „Erziehungsauftrag“, den Werten meiner Eltern. In meiner Herkunftsfamilie war oder ist niemand „überdurchschnittlich erfolgreich“ – im oben beschriebenen bzw. „landläufigen“ Sinne; in unserer Großfamilie wiederum schon, interessanterweise.

Entscheidend ist meines Erachtens die Frage: „Was bedeutet Erfolg für mich persönlich?“

Für mich ist Erfolg in erster Linie die Gestaltung eines gelingenden Lebens, ein Leben in Fülle und Dankbarkeit, das ich voll ausschöpfen kann und in dem ich einen hohen Grad an Selbstbestimmung, ja an Freiheit, leben darf. Erfolg bedeutet für mich, ein Leben meinen Werten und Bedürfnissen entsprechend zu gestalten – Felder zu kreieren, in denen ich „erblühen“ und optimal dienen kann, mir und anderen. Immer mehr so zu leben, dass alles leicht und natürlich geschieht. Ich glaube, dass jeder weiß, wie sich (sein) Erfolg anfühlt.

Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich auf vielen „Kanälen“ schöpferisch tätig sein, mich ausdrücken kann, wenn ich spielend leicht Dinge bewerkstellige. Meine Gaben und Talente erkunde und diese zur Blüte bringe. Ich spüre Erfolg, wenn ich mit meiner Schwester und unserer Musik die Zuhörer selig stimmen kann, ein Klient in einer Musiktherapiestunde etwas Neues erfahren durfte oder die Stunde zufrieden verlässt.

Reich an Erfolg fühle ich mich, wenn ich den Mut aufbringe, mich in unbekanntes Terrain zu wagen oder Träume beginne zu leben. Diesen Blog ins Leben gerufen zu haben und darüber immer mehr Resonanz zu erfahren bedeutet Erfolg für mich. Mich nun tatsächlich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen entspricht voll meinem Bild von Erfülltheit und Erfolg, unabhängig davon, wie konkret es weiter geht, ob ich tatsächlich einmal unterrichten und Schüler um mich scharen werde.

Und ich werde mir immer klarer darüber, dass Erfolg auch mit Disziplin zu tun hat – Disziplin nicht im Sinne von Gehorsam, sondern Disziplin als schrittweises Dranbleiben, als ein Üben und mich dem Unterordnen, was ich für wesentlich halte. Yogi Bhajan sagte, Disziplin mache dich kreativ. Nach spätestens 20 Tagen innerhalb einer sich 40 Tage lang wiederholenden Meditation habe ich meist keinen Bock mehr – und bleibe in der Regel dennoch dran. Die Erfahrung ist Gold wert, und ich ernte am Schluss viele Früchte.

Erfolg zu leben bedeutet für mich, als Mensch sichtbar(er) zu werden, aus mir heraus zu leben, zu wachsen, an Tiefe und Reife zu gewinnen.

So ganz kann man das liebe Geld ja nun auch nicht herausnehmen aus der „Erfolgsgleichung“: Natürlich fühlt sich ein Leben, in dem ich – auf vielen Ebenen – satt werde, mir etwas gönnen oder leisten kann und nicht jeden Cent umdrehen muss, leichter und angenehmer an. Ökonomischer Erfolg ist nicht unerheblich. Und selbstverständlich hat ein jeder hier unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche. Unser persönlicher „Luxus“ ist gutes (Bio-) Essen. Und meine ganz persönliche Präferenz ist die Möglichkeit zu verreisen, mobil zu sein, mir mehrmals im Jahr eine Ferienwohnung leisten zu können. „Freude ist die Essenz von Erfolg“ stand heute morgen auf meinem „Teebeutel-Fähnchen“. Da ist was dran.

Was macht für Euch Erfolg aus? Wie fühlt sich dieser an? Ich freue mich über Austausch!

Sich frei machen von dem wie’s andere machen

tmp_5435-Bauwagen klein1687693938Neulich im Gespräch mit einer Freundin wurde uns etwas sehr klar: Es lohnt sich, sich freier und freier zu machen von eigenen und fremden Erwartungen, wie etwas zu sein hat. Wie es andere augenscheinlich machen, was andere in meinen Augen gebacken kriegen (und ich im Vergleich nicht), wie’s „sich gehört“. Für mich ist es Lebenskunst, als Individuum und auch als Familie meinem ureigenen Pfad zu folgen, ohne dabei anderen im Wege zu stehen oder andere Wege und Lebensentwürfe zu verurteilen.

Natürlich schauen wir stets auch „mit dem Auge der Öffentlichkeit“ auf uns und unsere Situation, vergleichen untereinander, gerade Mütter: „Wie macht es xy? Wie schafft sie das? Wie kommt es bei xy an, wenn ich „nein“ sage?“

Die Philosophin Rebekka Reinhard spricht vom sog. Zwei-Sphären-Glückberuflichem Erfolg und privater Geborgenheit in Einem – welches sie für einen Mythos hält (vgl. „Raus aus dem Grübelgefängnis“, Gespräch mit Rebekka Reinhard, Spiegel Wissen: „Ich bin ich“, Ausgabe 1, 2016). Reinhard plädiert dafür, sich wahrhaft klar zu werden über das, wofür ich lebe, was Erfolg für mich persönlich bedeutet – und dabei meine Fähigkeit einzusetzen, selbst zu denken, mir ein eigenes Urteil darüber zu bilden, wie ich leben möchte. Über folgenden Satz lohnt es sich nachzudenken:

Die moderne Frau ist die Meisterin der Selbstverausgabung.

(Rebekka Reinhard: Kleine Philosophie der Macht, 2015, S.25). Ich darf mich immer wieder fragen: „Worin möchte ich selbst mein Glück finden?“ Und ferner: „Will ich dies oder jenes nur, weil andere es wollen?“ Anstelle „Schaffe ich es, dies und jenes unter einen Hut zu kriegen?“: „Will ich es überhaupt schaffen?“

Meine kleine Familie und ich unternehmen z. B. vieles zu zweit, in unterschiedlichen Konstellationen. Wir verreisen zur Zeit aus verschiedenen Gründen auch selten als Familie. Wir gestalten seit einigen Jahren die Weihnachtstage in ganz eigener Manier, und immer wieder etwas anders – doch jedes Mal wohlüberlegt.

In unserer Gesellschaft kursieren trotz massiv veränderter (Lebens-) Bedingungen im Vergleich zum Beispiel zur Zeit der Nachkriegsgeneration immer noch sehr „bürgerliche Bilder“ einer „heilen Familie“. Inmitten dieser Bilder und Erwartungen ist’s oft schwer, sich frei zu machen, seinen eigenen (Erziehungs-) Weg zu finden, manchmal auch radikale Entscheidungen zu treffen. Ich bemühe mich immer wieder, neue, kreative Lösungen zu finden für Situationen, die schlicht in der heutigen Zeit nicht einfach zu bewerkstelligen sind.

Ich mag gar nicht so tun, als würde ich stets viele Bälle jonglieren können. Keine Frage, ich wuppe vieles und stehe meist schnell wieder auf, wenn ich gefallen bin, doch akzeptiere ich nun viel eher und stärker meine persönlichen Grenzen und meinen Ruf nach Mich-Freifühlen.

 

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