seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

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Was wir zu tun und zu lassen haben

Wisst Ihr, was mich tierisch nervt? Wenn andere mich damit behelligen – und dies auf eine insistierende, dogmatische Art – was ich zu tun und zu lassen habe. Sicher habe auch ich einen kleinen Missionierer in mir sitzen, einen Weltverbesserer, eine Besser-Wisserin. Mein Mann spiegelt mir das ab und an – wiederum humorvoll und sehr differenziert, so dass ich es meistens gut nehmen kann.

Doch was ich höchstwahrscheinlich nicht oder selten mache: In schwarz-weiß-getönter Stammtisch-Manier anderen erzählen, wie sie doch besser und sinnvoller ihre Kinder erziehen sollten. Meine Mitmenschen davon überzeugen, warum es Sinn macht, ein, zwei oder drei Kinder zu haben. Oder keins. Ich halte mich insbesondere beim Thema Erziehung sehr zurück, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie verdammt schwer das sein kann – insbesondere als jemand, der noch in internetfreien Zeiten groß geworden ist und Digitalisierung auch kritisch sieht. Was ich auch möglichst vermeide: Einem anderen verklickern, dass er doch bitteschön sein Kind auf diese oder jene Schule schicken sollte, die Vielfliegerei unterlassen oder seinen Fleischkonsum reduzieren oder möglichst gänzlich canceln darf. Problematisch ist auch die Kombination aus „gute Ratschläge verteilen“ und „wenig Empathie aufbringen, keinen Perspektivwechsel einnehmen können“. Da wird’s dann obernervig.

Natürlich macht vieles, was wir in uns denken, wie wir – ethisch – handeln, durchaus Sinn. Auch dürfen wir immer wieder Vorbild sein, liebevoll anstupsen, uns immer wieder neu entscheiden, uns der Umwelt möglichst zuträglich und ihr dienend zu verhalten. Doch es gibt so viele Themen, die den ganz individuellen Lebensstil, die Lebensmethode eines einzelnen oder eines Systems betreffen, wo wir uns meines Erachtens schlicht heraushalten sollten. Leben ist furchtbar komplex, und schnelle, sehr einfache Lösungen gibt es leider nicht immer, eher selten – je nach Kontext.

Ich bin davon nicht frei: Meinen zu wissen, was für mein Gegenüber oder ein System gut ist. In meinem Schatten sitzt ein Teil, der sehr hart und ungefragt auch mal Lebensstil und Verhaltensweisen eines anderen verurteilen kann. Zum Glück reflektiere ich sehr tief und gründlich, auch bin ich mir nicht zu schade, mich zu entschuldigen. Brenzligen, unangenehmen Situationen – sowohl jenen, in denen ich selbst jemanden vor den Kopf gestoßen habe, als auch jenen, in denen mir ein anderer etwas vor die Füße geworfen hat – spüre ich sehr genau nach.

Social Media ist voll von dummem Geschwätz und guten Ratschlägen. Sicher ist hier die Hemmschwelle, seinen Standpunkt in den Äther zu werfen, bei vielen herabgesetzt. Umso wichtiger, finde ich ist es, Worte sehr bedacht und bewusst zu wählen und genau zu schauen, was will ich sagen. Mich zu fragen: Kann ich mit meinen Worten, meinen Impulsen etwas Gutes tun, andere erheben, inspirieren? Oder gebe ich Mitmenschen und -lesenden eher ein schlechtes Gefühl oder Gewissen? Letzteres hilft meines Erachtens niemandem.

Ich gehe immer mehr dazu über, wirklich mein Leben zu leben. Unser Leben als Familie. Radikal zu leben. Mit den ganz eigenen Entscheidungen, einem eigenen Kodex. Es wird mir zunehmend gleich-gültig, ob andere das nun gutheißen oder nicht. Es muss für uns passen, für niemanden sonst. Wenn die eigenen Eltern sterben, ist neben der nicht enden wollenden Trauer, dem Vermissen auch ein Stück Befreiung eine mögliche Konsequenz: Die alten Rollen und Muster dürfen nun noch einmal mehr hinterfragt und abgelegt werden.

Im selben Zuge versuche ich möglichst, auch andere zu lassen. Sie ihr Leben – solange sie mir oder anderen nicht bewusst schaden – leben zu lassen. „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“, wie meine Schwester so schön sagt. A propos Schwester: An ihr schätze und bewundere ich mitunter, wie mühelos es ihr gelingt, andere wirklich zu lassen. Ich glaub sie macht sich auch wenig negativen Kopp‘ um andere. Es juckt sie schlicht nicht, wenn ein anderer anders lebt als sie; ich habe sie sich so gut wie nie über andere auslassen, echauffieren oder gar lästern hören. Find ich großartig.

Kürzlich habe ich mit meinem Mann einen Wandertag in Nienburg an der Weser verbracht. Wir haben unseren Sohn so gut wie erstmals einige Stunden allein gelassen – in dem Wissen oder dem Glauben, dass er viel Zeit am PC verbringen wird. Etwas, wogegen wir gefühlt schon lange ankämpfen. Meistens richten wir uns nach ihm, gehen schwimmen, in die Trampolinhalle, drängen ihm einen Museumsbesuch auf und, und. Doch gestern wollten wir schlicht mal wieder genau das tun, was wir, als Paar, irre gerne tun, und was wir uns selten erlauben. Nicht immer lassen sich Kompromisse finden: Zu dritt loszuziehen hätte bedeutet, mit einem stinkstiefeligen, boykottierenden Jungen durch die Lande zu ziehen. Schon tausendfach erlebt. Nein, nun wollten wir es mal anders. Und ehrlich gesprochen: Es tat saugut.  Was wir uns wirklich wünschen: mehr Unterstützung – meistens sind wir diejenigen, die andere Kinder daheim aufnehmen – doch Tipps und gute Ratschläge können andere herzlich gern behalten.

In diesem Sinne: Lebt wirklich Euer Leben (jetzt habe ich auch einen Tipp;-)) und lasst andere.

“Ich fühle mich frei”

Heute erwartet Euch seit langem mal wieder ein Interview: Die wunderbare Yoga-Lehrerin und Yoga-Komikerin Patricia Jagatpal Kaur Legrand hat meine Fragen beantwortet, worüber ich mich irre freue.

Ich habe sie einfach so gern – als Mensch, Frau, Schwester, Wegbegleiterin, Inspirationspersönlichkeit. Für mich verkörpert Patricia eine Frau, die ich als stark, kraftvoll, echt und gleichzeitig fein, zärtlich und sehr hingebungsvoll erlebe. Genug der einleitenden Worte, lasst uns starten!

Liebe Jagatpal, liebe Patricia, mit welcher Anrede fühlst du dich gerad wohler?

Am wohlsten fühle ich mich, wenn Du mich mit dem Namen anredest mit dem DU Dich am wohlsten fühlst. Ich bin mit beiden Namen ins Reine gekommen. In der Öffentlichkeit bevorzuge ich PATRICIA, weil das für die meisten Menschen hier leichter ist zu merken, zu sagen und zu schreiben. Es ist mir unangenehm, wenn sich Leute nicht trauen mich direkt anzusprechen, weil sie nicht wissen, wie sie meinen Namen (also Jagatpal) aussprechen sollen… Sprache sollte dienen in Kontakt zu kommen.

Wer und wie bist du?

Ich bin.

Und ich bin Yogalehrerin und Yoga-Komikerin.

Wie: Ich fühle mich frei. Um in diesem angenehmen Zustand zu kommen und zu bleiben, ist es notwendig, dass ich mich täglich aufs Neue von den verrückten Affen in meinem Verstand befreie. Da hilft mir mein Talent für Comedy sehr.

Das glaube ich. Wir haben uns auf dem Frauen-Kundalini-Yoga-Camp im Herbst 2015 in der Lüneburger Heide kennen gelernt. Du bist mir gleich ins Herz gefallen. Ich fand dich auf eine wunderschöne Art direkt, geradeaus, echt, selbstbewusst und gleichzeitig unprätentiös. Sowohl deine Art, Yoga und Meditation anzuleiten als auch dein erfrischendes, so herrlich komisches Sein auf der Bühne haben mich tief berührt. Kannst du sagen, was dir derzeit mehr Freude macht: Yoga zu unterrichten oder als Comedian auf der Bühne zu stehen?

Beides ist für mich wichtig. Nach dem letzten Auftritt am 14.2 in der CD-Kaserne, hatte ich gleich am nächsten Tag am Vormittag ein Yogakurs für Senioren und es tat sehr gut dadurch auf dem Boden zu bleiben bzw. zu kommen. Und anders herum ist es genauso. Das Spüren der inneren Quelle durchs Yoga ist himmlisch und dann möchte ich diese Erfahrung auch auf die Erde bringen und die Freude verteilen.

Wie konkret bist du zur Yoga Comedy gekommen? Ehrlich gesprochen kannte ich den Begriff bis dato nicht.

Yoga-Comedy ist während der speziellen Yogaausbildung Karam Kriya entstanden. Dort geht es darum, die 5 Stimmen in einem wahrzunehmen und die entsprechenden 10 Energiekörper zu erkennen und zu trainieren. Das hat mir unheimlich geholfen mit den vielen Aspekten des Lebens klar zu kommen und sie positiv zu nutzen. Ein Surfbrett um auf den Wellen des Lebens zu schwimmen anstatt darin zu ertrinken. Und dadurch konnte ich klarer sehen, für was ich hier bin und dass da etwas in mir ist, das rauswollte und immer wieder raus will. Das Konzept von Yoga-Comedy ist ganz einfach: Ich habe ein Problem. Dieses mache ich richtig groß in dem ich alle Emotionen dazu fühle und mich da ganz hingebe, es auch übertreibe. Dann spüre und meditiere ich in mich hinein und warte. Und dann nehme ich den Laptop und fange an einen Sketch darüber zu schreiben. Und wenn ich ins Stocken komme, geht es wieder von vorne los. Und der rote Faden sind die Weisheiten aus dem Karam Kriya an denen ich mich orientiere und die ich fein dosiert auch auf die Bühne bringe.

Sehr spannende Herangehensweise. Ich find’s irre, deine Entwicklung zu beobachten: Ein paar deiner Auftritte habe ich ja nun auch begeistert verfolgt. Dein neues Programm, das du am Valentinstag in Celles CD-Kaserne dargeboten hast, hat mich nochmal schwer beeindruckt: Fand dich krass cool, ja auch professionell, authentisch, so voll da und präsent. Was bedeutet für dich Erfolg, auch wenn du deine eigene Entwicklung der letzten 5-10 Jahre anschaust?

Am Anfang, also vor 5 Jahren, habe ich mich selbst noch viel versteckt, bin mehr in verschiedene Rollen geschlüpft. Im letzten Jahr im Mai kam dann der entscheidende Hinweis von Willem Wittstamm auf dem Kundalini-Yoga-Festival in Oberlethe. Es ging um authentisch sein und die eigene Stimme finden und zeigen. Und dann habe ich mich endlich getraut pur auf die Bühne zu gehen. Und das ist etwas ganz anderes. Da habe ich viel mehr Herzklopfen. Es erfordert viel mehr Mut. Gleichzeitig ist es viel leichter, weil ich keine Rollen mehr üben muss, was sehr viel Arbeit macht und ich ziehe meinen Hut vor jeder Schauspielerin, die das kann. Ich persönlich bin mit meinem pure auf der Bühne sein bisher am erfolgreichsten.

Neulich schrieb mir eine liebgewonnene Bekannte, wir Frauen hätten um „Gleichberechtigung“ zu erreichen, dies lange Zeit leider in einer sehr männlichen Energie getan. Nun sei es Zeit, in ein Gleichgewicht vom Männlichen und Weiblichen in uns allen, Männern wie Frauen, zu kommen. Aus Sicht einer Frau: Was glaubst du, brauchen wir Frauen heute mehr denn je, was tut uns gut?

Unsere Bedürfnisse ernster nehmen (egal ob Mann oder Frau) und genau fühlen, was will ich wirklich. Und damit lernen zu unterscheiden, was tut mir gut und wo erfülle ich nur irgendwelche Vorstellungen oder folge einem Muster. Das ist eine tägliche Herausforderung und ich persönlich schaffe das ohne regelmäßiges Kundalini-Yoga nicht so gut.

Das versteh ich – auch ich brauche meine regelmäßige Praxis. Verrätst du uns einen deiner großen Träume?

Mit meinem Yoga-Comedy tausende von Menschen zu erreichen und sie zu unterstützen, sich selbst zu initiieren.

Ich danke dir von Herzen für diesen wunderbaren Austausch!

Ich danke Dir für Deine wunderbaren Fragen, sie haben mich sehr zu positiver Selbstreflexion angeregt. Danke DIR!

Und hier geht’s zu Jagatpal:

https://www.yoga-comedy.de/

In Zukunft noch mehr…

Ihr Lieben hier, eine Zeitlang habe ich regelmäßig alle zwei Wochen einen Artikel verfasst. Danach ist mir momentan nicht. Vielmehr möchte ich wirklich nur dann einen längeren Text veröffenlichen, wenn ich genau das auch will, es hier förmlich aus mir heraus schreibt.

Darüber hinaus wird es immer kleinere, doch nicht minder spannende Impulse meinerseits geben: Inspirationen, Video-Impulse, Zitate, Buchempfehlungen.

Auch möcht ich mich neu und anders erproben, immer mal wieder jemanden – z. B. in Form eines Interviews – in meinen Blog einladen. Dazu in Kürze etwas Spannendes…

Es wird hier noch ehrlicher zugehen, ich möchte noch mehr auf den Punkt kommen und in die Tiefe abtauchen. Ein inniges, gütiges, sich emporhebendes Sein mit Frauen rückt zunehmend ins Zentrum meines Schaffens. Lasst Euch überraschen. Ich mich auch.

Alles Liebe.

Nun komm, der Heiden Heiland

Mein Mann spielt unentwegt Gitarre, am liebsten Bach oder Jazz – sofern er nicht irgendetwas anderes machen möchte oder muss.
Nun hat er erneut drei Stücke aufgenommen, gestern das erste hochgeladen (Bach-Choral: „Nun komm der Heiden Heiland“, zwei Konzert-, 2 E-Gitarren).
Bach ist oft etwas „sperrig“ – meinem Mann jedoch lausche ich irre gerne, er ist für mich durch und durch Musiker. Wen’s interessiert, oder wer mal reinhören mag, voilà. Kein Video in dem Sinne, sondern nur Standbild – insofern in erster Linie etwas für die Ohren.

Mich um meine Angelegenheiten kümmern


Die fremde Baustelle ist unglaublich attraktiv: Das, was der andere alles falsch macht – bitte besser, grundsätzlich anders, im besten Fall meinen Vorstellungen entsprechend machen könnte, lässt sich schnell benennen. Ich glaube, die meisten von uns sind sehr pfiffig darin zu erkennen, was beim anderen schlicht schief läuft. Da nehme ich mich nicht aus.

Gleichzeitig bin ich ein großer Freund der Selbstreflexion: Ich werde nicht müde, mir meine Baustellen sehr genau anzuschauen. Für mich heißt das, in meine Unterwelten abzutauchen, mir all das Unerwünschte, Unangenehme, Kleingeistige, Beschämte genauso anzuschauen wie meine lichtvollen Seiten. Alles kommen und da sein zu lassen. Ich liebe es, Menschen anzustecken, sich auch in der Tiefe zu begegnen. Und natürlich darf ich auch aufpassen, hier nicht missionarisch zu werden.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich mir das genaue Hinschauen auch von meinem Gegenüber wünsche, insbesondere von Menschen, die mir nah stehen. Dann denkt es in mir – und manchmal spreche ich es auch aus: „Ich will, dass du das jetzt endlich mal siehst.“ Einem anderen Teil von mir ist vollkommen klar, dass das Ganze so nicht funktioniert: Ich kann vom anderen schlicht nicht erwarten und schon gar nicht fordern, dass dieser bitte auch an sich arbeiten möge, in welcher Form auch immer. Auch ist und bleibt meine Sicht der Dinge eben meine Sicht der Dinge, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann nur meine eigenen Themen bearbeiten und mit meinem liebenden Beispiel vorangehen bzw. meinen Weg fortsetzen.

Was kann ich noch tun? An dieser Stelle möchte ich sehr herzlich Gestalttherapeutin Andrea Löffler danken, deren Fragen und sehr feines Hinspüren mich immer wieder lehren, mein eigenes Gewahrsein feiner und feiner zu schulen. Auch mein Austausch mit Astrologin Bernarda Schmid und Emotionshebamme Lidia Schladt hat mich tief und nachhaltig bewegt. Danke Euch! Ja, was kann ich also tun? Meistens: nichts. Im Sinne von: mich hingeben, mich dort hineinentspannen, wo es sich gut anfühlt. Geduld haben, mit mir und anderen. Sanft sein und bleiben.

Was mir auch hilft (danke, Andrea!): Immer wieder zu mir zurückkehren, mich zu fragen: Was genau macht es mit mir, wenn der andere sich – aus meiner Sicht – seine Themen nicht anschaut, sich nicht ganz zeigen oder sich nur von seinen Schokoladenseiten zeigen mag? Was geht da in mir vor? Erinnert mich dieses Erleben an eine alte Ohnmacht, die ich nicht nochmal fühlen will? Oder habe ich vielleicht Verlustängste, wenn ich weiter ziehe, den anderen auf meinem Weg nicht mehr mitnehmen kann? Für uns beide eventuell unterschiedliche Wege vorgesehen sind?

Was mir persönlich wichtig ist – und ich weiß mit meiner Klarheit mache ich mir nicht nur Freunde: keine Feigheit vor dem Freund zu haben. Ein schwieriger Grad: meinen Werten Ehrlichkeit und Klarheit treu zu bleiben und gleichzeitig den anderen so zu lassen, wie er ist: Unter Umständen möchte mein Gegenüber, dass alles „beim Alten bleibt“, sowohl sich selbst als auch unsere Beziehung betreffend. Mein Wunsch nach Mich-Entwickeln und Verändern – nicht weil das im Außen so erwartet wird, sondern weil ich es will – kann sich also sehr wohl beißen mit der Art und Weise, wie der andere tickt.

Auch wenn es für viele sicher ein alter Hut ist: Mir bleibt nur, meiner eigenen inneren Stimme zu trauen und dieser zu folgen. Wie Gabby Bernstein so schön sagt: „Kümmere dich um deine Angelegenheiten und sei das Licht!“ (aus: Judgement Detox). Im Yoga heißt es, wir brauchen nur 9 Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen. In den meisten Fällen wissen wir sehr genau, was wir wollen und brauchen, was uns gut tut und was nicht. Die Antwort schmeckt uns selbstverständlich nicht immer, doch wenn wir ehrlich sind, ist uns sehr wohl bewusst, was gerade ansteht. Das „In-9-Sekunden-Entscheiden“ gilt natürlich nicht für die Frage, wie genau wir mit langjährigen Verbindungen umgehen können, doch was ich sagen will:

Wir können jeden Tag Integrität und Uns-Stärken kultivieren. Wir können unseren Weg jeden Tag, Schritt für Schritt, in unsere Richtung fortsetzen. Ob gemeinsame Wege dann weiter führen, kurz- oder mittelfristig ausgesetzt werden oder sich  ganz trennen, das wird sich meines Erachtens zeigen, wenn wir uns treu bleiben und unserer Spur folgen. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Auch ist es in Ordnung, wenn einst sehr enge Kontakte auch mal weniger eng sind: Wenn es beiden gelingt, sich so zu lassen, kann auch die nun kleinere Schnittmenge geteilt werden.

So lerne ich also immer wieder von neuem: Lieben bedeutet für mich, das für den anderen zu wollen, was dieser für sich will. Ihn sein zu lassen, wer er wirklich ist – selbst wenn das bedeutet, ihn frei zu geben. Es geht nicht darum, den anderen nach unseren Vorstellungen zu formen. Manchmal, wenn ich nicht weiter weiß, hilft es auch, meine Angelegenheiten einer höheren Macht zu übergeben.

Öle während der Januar-Durststrecke

Ich erlebe diese Wochen auch ein Stück als Durststrecke – arbeits- & wettermäßig bedingt und auch dadurch, dass ich noch andere Baustellen zu beackern habe. Gerade jetzt helfen mir meine ätherischen Öle, dennoch aufgerichtet, bewusst und mit Freude durch den Tag zu gehen.

Citrusdüfte wie Grapefruit erheben mich und meine Stimmung, Neroli (Orangenblüte) ummantelt mich sehr liebevoll – ich spüre meine Liebe und kann auch Konflikten besser begegnen. Myrrhe schenkt mir mütterliche Geborgenheit und Weichheit.

Muskatellersalbei (Clary Sage) –  auch ein sehr weibliches, kraftvolles Öl, das Öl „für Klarheit und Vision“ – gibt mir Kraft, lässt mich vertrauen, gerade an Tagen, an denen ich meinen inneren Kompass verliere.

Vetiver schenkt mir tiefe Erdung  und Zentrierung – wunderbar  auch vor’m Schlafengehen, um wirklich abzutauchen und Kraft für den Tag zu sammeln.

Fenchel ist zurzeit mein absoluter Liebling: Geistig-seelisch hilft er mir, meiner inneren Stimme zu vertrauen und Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen. Fenchel unterstützt auch, die Zeichen des Körpers zu beachten (Wann ist es genug (Sättigung)? Bin ich erschöpft und brauche ich eine Pause?).

Zypresse, das „Öl des Flusses“, hilft mir, vertrauensvoll ins Leben zu treten, mich hinzugeben, nichts festhalten zu wollen.

Ich wähle die Öle sehr intuitiv und beschäftige mich manchmal auch über mehrere Tage intensiv mit einem Öl, um dessen Tiefe und Seele wirklich zu erfassen. Jedes Öl enthält die Lebenskraft, Schwingung und das Kraftfeld der Pflanze, aus der es gewonnen wird, in konzentrierter Form. Diese feinstofflichen Energien und Schwingungen wirken sich entsprechend auf unsere eigenen feinstofflichen Energiezentren und –körper  aus.

Wer mehr über die Öle von doTERRA wissen möchte oder selbst Öle kaufen will, kann mich sehr gerne kontaktieren.

*Werbung ohne Auftrag

Mich vollständig leben

Mein altes – sicher auf viele (Frauen-) Generationen zurückgehendes – Programm lautete:
“Ich muss für andere funktionieren.”
Sicher der einen oder anderen nicht ganz unbekannt😉.
Mein neues Programm lautet:
“Ich diene mir und anderen, wenn ich mich vollständig lebe.”
Das fühlt sich so viel besser, leichter, stimmiger an.”
💃💫🎈

Ent-Wickeln, wie bei einer Garnspule

Ihr Lieben da draußen, ich wünsche Euch einen wunderbaren, klaren Start in dieses noch so frische Jahr! Möget Ihr es in Eurem Sinne beginnen. Ich selbst starte mit Neugier und Freude, spüre ich.

Lange habe ich hier keinen Text mehr in Artikel-Länge veröffentlicht. Mir war eher danach, im “wahren” Analog-Leben und auch auf Facebook in einen lebendigen, mich weiterbringenden Austausch zu kommen. Oft verhält es sich ja auch so, dass sich in äußerlich stilleren, mal anders als sonst gestalteten Phasen sehrwohl einiges tut.

So habe ich für mich noch klarer feststellen können, dass ich nicht “nur” mit Schriftzeilen zum bewussteren, mutigen Leben anstecken, sondern auch weitere “Seins-Formen” und Kanäle nutzen kann, um mich auszudrücken und zu verschenken: Im Herbst habe ich angefangen, Kundalini Yoga zu unterrichten, was mir erstaunlich viel Freude macht und mich zutiefst erfüllt. Seitdem kommt es gehäuft zu Situationen, in denen mein Wissen und meine Erfahrung zu dieser Technologie immer öfter erfragt werden.

“Das Universum lauscht”, sprich es antwortet, wenn wir uns neu hinauswagen und wirklich unseren Weg gehen. Wir können auch sagen: Unser Unterbewusstsein oder unser Beweisführer hört uns und unseren Wünschen zu und wird uns in entsprechende Richtungen lenken. Der Sinn offenbart sich, so meine Erfahrung, mit jedem mutigen Schritt, den wir gehen – gerne auch sanft und sachte. Gelenkt von dem, was uns anspricht, können wir langsame und behutsame Veränderung bewirken. Ent-Wickeln ist vergleichbar mit einer Garnspule, bei der am Schluss nur der Kern, das Herz, übrigbleibt. Danke, Harry, für dieses wunderschöne und hilfreiche Bild!

Meine ätherische-Öle-Leidenschaft will auch immer mehr gelebt und geteilt werden. Hier Verbindungen zu schaffen – zur Yoga- und Meditationspraxis, zum Schreiben, zur bewussten Alltagsgestaltung – wird mir immer mehr zum Anliegen und zur Aufgabe.

Musik ist und bleibt mein mir und anderen dienliches Medium, durch welches Selbstwirksamkeit und –wert und tiefe Verbindung untereinander erfahren werden können. Immer öfter spüre ich: Es reicht auch, einfach da zu sein, präsent im jeweiligen Moment, lang und tief atmend, sich selbst in eine höhere Schwingung bringend, um andere zu erreichen und zu erheben. Letztere ist eine der für mich kostbarsten Erfahrungen, die ich im vergangenen Jahr machen konnte. In mir ist viel Optimismus, eine sehr positive Einstellung zum Leben. Mit dieser Haltung möchte ich sein und leben und liebend gern auch für andere da sein. Vorausgesetzt, ich finde mich in Situationen wieder, in denen ich einfach ich selbst sein kann, in denen niemand versucht, Kontrolle über mich zu haben. Als freier Geist, der es liebt, im Fluss des Lebens zu sein, ist mir dies besonders wichtig.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, noch stärker als bisher zu den richtigen Dingen “ja” zu sagen und weiter meinem Bauchgefühl zu folgen. Was auch meins ist und sicher immer mehr werden wird: ganz unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, on- & offline, um ein starkes Feld zu schaffen, in welchem sich ehrlich und tiefgehend ausgetauscht werden kann.

Sicher werde ich mich noch “schonungslos ehrlicher” ausdrücken und meinem Instinkt auch für delikate persönliche und gesellschaftliche Themen folgen. Die Vergangenheit zeigte mir, dass ich einen ganz guten Riecher für Tabu- und Triggerthemen und auch neue Themen habe, in die ich andere immer wieder gerne einführe. Falls jemand schon einmal etwas vom Human Design System gehört hat – aufgepasst, jetzt wird’s abgefahren: Mir wohnt das sog. “Tor des Erregenden” inne, sprich die Gabe, Überraschungen zu bewirken.

Na dann, ich bin selbst gespannt.

Gefühl von Weihnachten

Ich wünsche uns allen, dass wir nun das finden, was uns ein Gefühl von Weihnachten gibt, und dass wir die kommenden Tage dementsprechend gestalten:

Mögen wir das eine oder andere Weihnachtswunder erleben, hoffentlich lustige, herzliche Begegnungen und Momente erfahren, Auftanken – ach, was ein jeder so braucht.
🎺💃🌟

Mantra “I am the light of my soul”

Wenn Ihr Euch – insbesondere dieser Tage, wenn’s um einen herum wuselt – etwas Gutes tun wollt, singt dieses schöne Mantra aus dem Kundalini-Yoga. Lasst es einfach aus Euch heraustönen:

“I am the light of my soul. I am beautiful, I am bountiful. I am bliss. I am, I am.”

“Ich bin das Licht meiner Seele. Ich bin schön, ich bin freigiebig, großzügig, ich bin glückselig. Ich bin, Ich bin”.

Ich finde, es geht besonders tief an Tagen, an denen wir uns unruhig, diffus, unzufrieden und blockiert fühlen. Probiert es aus – Ihr könnt Euch auf die Weise recht schnell selbst erheben.


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