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Erlebtes & Belebendes

Kategorie: Selbstfürsorge (Seite 2 von 2)

Seelenruhe im Schonwald

Trollinger & Landjäger - KopieGestern war ich mit meinem Mann per pedes im Wald unterwegs, genauer: auf dem Anstieg zur Gipfelburg Teck, südlich der Stadt Kirchheim unter Teck im schönen Schwabenland. A propos schön, es wird vermutet, dass der Name Teck aus dem keltischen Wort „tec“ gleich schön oder einem Felsvorsprung „die Eck“ entstanden ist.

Nach einer langen Regennacht und einem Fall der Temperaturen zeigte sich der dieser Lande sog. Schonwald mit seinen seltenen Baum- und Pflanzenarten von einer besonderen Seite: Das satte Grün wirkte dank der hohen Luftfeuchtigkeit verschleiert. Mir war trotz Schwitzen und der mit dem Anstieg verbundenen Anstrengung ganz wunderbar zumute – ich empfand die Welt als dermaßen schön, dass mir Tränen kamen. Der ganze Irrsinn, der einen sonst umtreibt, war weit weg. Wilde Orchideen konnte ich leider nicht entdecken, meine Mutter wäre begeistert gewesen.

Hin und wieder versuchte ich innezuhalten und einfach nur zu schauen, ohne etwas zu fixieren. Das machen wir manchmal im Yoga nach einer Meditation, wenn wir sehr fein wahrnehmen und innerlich ruhig sind. Gar nicht leicht, doch für kurze Momente möglich.

Wir erreichten die Burg über eine kleine Abkürzung und kraxelten steil aufwärts über Wurzeln und allerlei Gestrüpp, zuletzt schwangen wir uns über einen Mauervorsprung. Eine für mich typische Aktion, so mein Mann: potentiell strapaziös und nicht ganz ungefährlich. Ich finde, ein bisschen verwegen Abenteuer Leben darf sein. Frei nach dem Motto: Tue immer wieder dich selbst überraschende Dinge.
(Und ich ergänze: auch andere überraschende Dinge…)

Das Burg-Restaurant hatte leider Ruhetag, doch wir genehmigten uns Landjäger, Bier und Trollinger, die am Burg-Kiosk verkauft wurden. Es regnete erneut, das störte uns nicht. Ich genoss diesen Moment und rief mir wieder einmal ins Bewusstsein, wie sinnvoll, wie befriedigend es ist, das Leben auszukosten und Momente in sich aufzusaugen. Für die Freuden des Lebens empfänglich zu sein. „Einmal am Tag schwitzen und lachen“ – so heißt es im Yoga.

Der Trollinger lief mir gut rein und erleichterte den Abstieg. Dieser Tag schenkte mir tiefe Seelenruhe. Ich sage „danke“.

Wann oder wo erlebt Ihr Seelenruhe im Sinne von tiefem inneren Frieden?

 

Hochs und Tiefs und das Dazwischen

drei MuschelnIm Folgenden möchte ich über verschiedene Phasen und dazugehörige Gefühle schreiben.

Wenn ich mich an manchen Tagen so dumpf und unerfüllt fühle, es spürbar nicht weiter geht, kann ich dieses Sein nur schwer akzeptieren. Dann frag ich mich: „Warum ist das so? Was konkret fehlt mir, was frustet mich gerade?“ Genaugenommen kämpfe ich dann oft gegen diesen Zustand an, will das so nicht. Mittlerweile weiß ich zumindest: Diese Phasen, dieses gefühlte Stagnieren, gehören zum Leben.

Es gibt Tage, da strotzen wir vor Energie, surfen hohe Wellen, dann gibt es tiefe Täler, die jeder unterschiedlich tief  und lang erlebt, und es gibt auch diese Plateauphasen, dieses „Weder-noch“, dem es manchmal auch an emotionaler Intensität mangelt. Letztere Zustände finde ich persönlich fast am unbefriedigsten. Das Gute an diesen Zeiten ist, dass sie erfahrungsgemäß oft Nährboden für neue kreative Prozesse sind, dass meist wieder aktivere, beglückendere Zustände folgen.

Letztes Jahr gab es einige Phasen, in denen spürte ich, dass etwas Neues kommt, doch wusste ich noch nicht, was genau. Ich hatte Lust auf Veränderung, es gab einige Momente, in denen ich Altes loslassen konnte – oder es vielmehr mich losließ. Das Neue war jedoch noch nicht voll da, es schlich sich eher langsam an. In diesen „Zwischen-Phasen“ ist es meiner Erfahrung nach klug, auf innere Bilder oder somatische Marker zu achten, die uns manchmal ganz plötzlich und unerwartet heimsuchen: Welche Vorstellung beflügelt mich? Was blitzt da plötzlich auf, welches Bild, welcher alte Traum? Woher rührt dieses spontane Kribbeln, was lässt mich plötzlich so frei und weit fühlen? Wovon flüstert meine Sehnsucht?

Ende letzten Jahres, im Oktober und im Dezember, machte ich dann zwei große Schritte nach vorn und beschloss, meine Texte in Form dieses Blogs zu veröffentlichen und mich für die Yogalehrer-Ausbildung anzumelden. Dieses Jahr bin ich nun aktiv dabei, diesbezüglich Taten folgen zu lassen. Das Schreiben macht so richtig Spaß, ich schreibe liebend gern für mich und darüber hinaus für andere: Mir ist es ein Anliegen, zur Selbst-Beobachtung und zum Mit-Reflektieren anzuregen. Ich liebe es, Menschen anzustecken, über ihren Sinn nachzudenken und über, das was ihnen am Herzen liegt nachzuspüren. Immer mehr freue ich mich auch über Austausch und ein gemeinsames „In-die-Tiefe-Gehen“.

Die Yogalehrer-Ausbildung schüttelt mich ordentlich durch, auf vielen Ebenen. Ich werde mir selbst wieder ein Stück fremd, stoße an Grenzen, stecke diese wieder neu. Am zweiten Ausbildungswochenende nach einer sehr kraftaufwendigen Meditation mit Feueratem sang unsere Gruppe ein Lied mit dem einfachen Text „I am“. Draußen lag Gewitter in der Luft, und ich erinnere, dass ich dachte: „Ich bin nun fast 39, habe einiges erlebt, doch dies ist das Abgefahrenste, das ich je gemacht habe.“ Ein bewegender Moment.

Mir wird immer bewusster, dass es stets bestimmte Gefühlszustände sind, die wir suchen. Warum wollen wir dieses oder jenes? Um uns so oder so zu fühlen. Wir gehen bestimmte Schritte, erfüllen uns Wünsche oder setzen etwas in die Tat um, um etwas Bestimmtes zu fühlen. Ich liebe es zum Beispiel, mich berührt-begeistert zu fühlen. Glückselig-erfüllt. Klar-wissbegierig. Wohlig-vertrauensvoll. Diese Seins-Zustände suche ich immer wieder.

Gleichzeitig meiden wir selbstverständlich auch bestimmte Situationen und Szenen, um etwas nicht zu fühlen: Ich kann es gar nicht leiden, mich eng oder eingeengt zu fühlen; in unangenehmer Weise aufgeregt, ängstlich-aufgeregt – im Vergleich zu freudig-erregt – bin ich auch äußerst ungern. Immer häufiger versuche ich nun, mein „Ängstlich-Aufgeregt“ in ein „Freudig-Erregt“ umzudeuten – im Sinne von: die Angst willkommen heißen, was mir mal mehr, mal weniger gut gelingt. Ohnmacht finde ich äußerst schwer auszuhalten, oder heftige Wut mit Schaum vor’m Mund. In diesen zu Beginn beschriebenen Plateauphasen fühle ich oft auch eine unangenehme Leere – im Gegensatz zu einer oft nach Yoga-Übungsreihen und Meditationen einsetzenden „angenehmen Leere“, wenn es plötzlich still und weit in einem wird.

Sich kennenzulernen und anzunehmen bedeutet vor allem, zu lernen wie man wann tickt, sich fein zu beobachten, die große Breite der eigenen Gefühle wahrzunehmen und je nach Situation auszudrücken. Es bedeutet auch, Frustration und Missmut auszuhalten und zu reflektieren:Was genau will sich da zeigen?

Hochs und Tiefs kennen wir alle: Wie geht Ihr mit dem „Dazwischen“ um?

Erfolg-Reich

image-jpeg-attachmentIch habe heute Lust, über Erfolg zu schreiben. Nicht zuletzt inspiriert durch das Buch „Werde verrückt von Veit Lindau („Wie du bekommst, was du wirklich-wirklich willst“) mache ich mir momentan Gedanken darüber, was Erfolg für mich bedeutet. Ich meine – wie wahrscheinlich jeder automatisch – den konstruktiven Erfolg, der einen voranbringt. Dass man sich natürlich auch erfolgreich selbst sabotieren kann, lasse ich im Folgenden außer vor. Im Grunde sind wir alle jeden Tag 100%ig erfolgreich, fragt sich nur wie bewusst und in welcher Richtung.

Mir wird immer bewusster, dass mich Erfolg im Sinne von „Karriereleiter empor und viel Besitz Anhäufen“ wenig bis gar nicht tangiert. Erfolgsattribute wie Besitz und Macht – im Sinne von: „in einer hohen Position“, diverse Untergebene unter sich – werden in unserer Gesellschaft von vielen als erstes angeführt, wenn sie „Erfolg“ hören. Dies entsprach aus meinem Erleben auch nicht dem „Erziehungsauftrag“, den Werten meiner Eltern. In meiner Herkunftsfamilie war oder ist niemand „überdurchschnittlich erfolgreich“ – im oben beschriebenen bzw. „landläufigen“ Sinne; in unserer Großfamilie wiederum schon, interessanterweise.

Entscheidend ist meines Erachtens die Frage: „Was bedeutet Erfolg für mich persönlich?“

Für mich ist Erfolg in erster Linie die Gestaltung eines gelingenden Lebens, ein Leben in Fülle und Dankbarkeit, das ich voll ausschöpfen kann und in dem ich einen hohen Grad an Selbstbestimmung, ja an Freiheit, leben darf. Erfolg bedeutet für mich, ein Leben meinen Werten und Bedürfnissen entsprechend zu gestalten – Felder zu kreieren, in denen ich „erblühen“ und optimal dienen kann, mir und anderen. Immer mehr so zu leben, dass alles leicht und natürlich geschieht. Ich glaube, dass jeder weiß, wie sich (sein) Erfolg anfühlt.

Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich auf vielen „Kanälen“ schöpferisch tätig sein, mich ausdrücken kann, wenn ich spielend leicht Dinge bewerkstellige. Meine Gaben und Talente erkunde und diese zur Blüte bringe. Ich spüre Erfolg, wenn ich mit meiner Schwester und unserer Musik die Zuhörer selig stimmen kann, ein Klient in einer Musiktherapiestunde etwas Neues erfahren durfte oder die Stunde zufrieden verlässt.

Reich an Erfolg fühle ich mich, wenn ich den Mut aufbringe, mich in unbekanntes Terrain zu wagen oder Träume beginne zu leben. Diesen Blog ins Leben gerufen zu haben und darüber immer mehr Resonanz zu erfahren bedeutet Erfolg für mich. Mich nun tatsächlich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen entspricht voll meinem Bild von Erfülltheit und Erfolg, unabhängig davon, wie konkret es weiter geht, ob ich tatsächlich einmal unterrichten und Schüler um mich scharen werde.

Und ich werde mir immer klarer darüber, dass Erfolg auch mit Disziplin zu tun hat – Disziplin nicht im Sinne von Gehorsam, sondern Disziplin als schrittweises Dranbleiben, als ein Üben und mich dem Unterordnen, was ich für wesentlich halte. Yogi Bhajan sagte, Disziplin mache dich kreativ. Nach spätestens 20 Tagen innerhalb einer sich 40 Tage lang wiederholenden Meditation habe ich meist keinen Bock mehr – und bleibe in der Regel dennoch dran. Die Erfahrung ist Gold wert, und ich ernte am Schluss viele Früchte.

Erfolg zu leben bedeutet für mich, als Mensch sichtbar(er) zu werden, aus mir heraus zu leben, zu wachsen, an Tiefe und Reife zu gewinnen.

So ganz kann man das liebe Geld ja nun auch nicht herausnehmen aus der „Erfolgsgleichung“: Natürlich fühlt sich ein Leben, in dem ich – auf vielen Ebenen – satt werde, mir etwas gönnen oder leisten kann und nicht jeden Cent umdrehen muss, leichter und angenehmer an. Ökonomischer Erfolg ist nicht unerheblich. Und selbstverständlich hat ein jeder hier unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche. Unser persönlicher „Luxus“ ist gutes (Bio-) Essen. Und meine ganz persönliche Präferenz ist die Möglichkeit zu verreisen, mobil zu sein, mir mehrmals im Jahr eine Ferienwohnung leisten zu können. „Freude ist die Essenz von Erfolg“ stand heute morgen auf meinem „Teebeutel-Fähnchen“. Da ist was dran.

Was macht für Euch Erfolg aus? Wie fühlt sich dieser an? Ich freue mich über Austausch!

Sich frei machen von dem wie’s andere machen

tmp_5435-Bauwagen klein1687693938Neulich im Gespräch mit einer Freundin wurde uns etwas sehr klar: Es lohnt sich, sich freier und freier zu machen von eigenen und fremden Erwartungen, wie etwas zu sein hat. Wie es andere augenscheinlich machen, was andere in meinen Augen gebacken kriegen (und ich im Vergleich nicht), wie’s „sich gehört“. Für mich ist es Lebenskunst, als Individuum und auch als Familie meinem ureigenen Pfad zu folgen, ohne dabei anderen im Wege zu stehen oder andere Wege und Lebensentwürfe zu verurteilen.

Natürlich schauen wir stets auch „mit dem Auge der Öffentlichkeit“ auf uns und unsere Situation, vergleichen untereinander, gerade Mütter: „Wie macht es xy? Wie schafft sie das? Wie kommt es bei xy an, wenn ich „nein“ sage?“

Die Philosophin Rebekka Reinhard spricht vom sog. Zwei-Sphären-Glückberuflichem Erfolg und privater Geborgenheit in Einem – welches sie für einen Mythos hält (vgl. „Raus aus dem Grübelgefängnis“, Gespräch mit Rebekka Reinhard, Spiegel Wissen: „Ich bin ich“, Ausgabe 1, 2016). Reinhard plädiert dafür, sich wahrhaft klar zu werden über das, wofür ich lebe, was Erfolg für mich persönlich bedeutet – und dabei meine Fähigkeit einzusetzen, selbst zu denken, mir ein eigenes Urteil darüber zu bilden, wie ich leben möchte. Über folgenden Satz lohnt es sich nachzudenken:

Die moderne Frau ist die Meisterin der Selbstverausgabung.

(Rebekka Reinhard: Kleine Philosophie der Macht, 2015, S.25). Ich darf mich immer wieder fragen: „Worin möchte ich selbst mein Glück finden?“ Und ferner: „Will ich dies oder jenes nur, weil andere es wollen?“ Anstelle „Schaffe ich es, dies und jenes unter einen Hut zu kriegen?“: „Will ich es überhaupt schaffen?“

Meine kleine Familie und ich unternehmen z. B. vieles zu zweit, in unterschiedlichen Konstellationen. Wir verreisen zur Zeit aus verschiedenen Gründen auch selten als Familie. Wir gestalten seit einigen Jahren die Weihnachtstage in ganz eigener Manier, und immer wieder etwas anders – doch jedes Mal wohlüberlegt.

In unserer Gesellschaft kursieren trotz massiv veränderter (Lebens-) Bedingungen im Vergleich zum Beispiel zur Zeit der Nachkriegsgeneration immer noch sehr „bürgerliche Bilder“ einer „heilen Familie“. Inmitten dieser Bilder und Erwartungen ist’s oft schwer, sich frei zu machen, seinen eigenen (Erziehungs-) Weg zu finden, manchmal auch radikale Entscheidungen zu treffen. Ich bemühe mich immer wieder, neue, kreative Lösungen zu finden für Situationen, die schlicht in der heutigen Zeit nicht einfach zu bewerkstelligen sind.

Ich mag gar nicht so tun, als würde ich stets viele Bälle jonglieren können. Keine Frage, ich wuppe vieles und stehe meist schnell wieder auf, wenn ich gefallen bin, doch akzeptiere ich nun viel eher und stärker meine persönlichen Grenzen und meinen Ruf nach Mich-Freifühlen.

 

Tage voller Leben – vom Glück der Fülle

Das Leben feiernIn meinem Leben wünsche ich mir vor allem eins: Tage voller Leben zu leben. Das „Glück der Fülle“, wie es Wilhelm Schmid beschreibt, wahrzunehmen und zu schätzen – die hohen, heftigen Glücksspitzen, eine tiefe, manchmal unspektakuläre Zufriedenheit und auch das bewusste Aufnehmen von Leid und Schmerz. Der Herbst naht, und oft empfinde ich in dieser Zeit auch (Abschieds-)Wehmut und Melancholie. All dies lässt mich wach und lebendig fühlen – ich mag das, auch wenn’s nicht immer angenehm ist.

Tage voller Leben leben kann ganz vieles bedeuten. Für mich zeigt es sich z. B. darin, sich auch im sog. Alltag Zeit für sich und Schönes zu nehmen, für die Freuden des Lebens empfänglich zu sein. Den Tee oder Kaffee zu genießen, zwischendurch Beine und Seele baumeln zu lassen, seine Gedanken ans Meer zu schicken. Es bedeutet, Verbindung zu einem mir nah stehenden Menschen zu suchen – wenn auch „nur“ über ein liebevolle Kurznachricht. Sich auszutauschen, gemeinsam zu lachen. Sich selbst, seine kleinen und großen Erfolge und das Leben zu feiern, immer wieder.

Einen Geburtstag mehrmals mit lieben Menschen zu begießen – auch das sind Freudentage, wie ich in den letzten Wochen erfahren durfte. Sich morgens – wenn auch nur für zehn Minuten – Zeit für sich zu nehmen, bewusst zu atmen und zu agieren. In neue Rollen und Aufgaben zu schlüpfen – beispielweise beim Holzhacken oder Reiten.

Stunden voller Leben zu gestalten lernte ich auch durch meinen Vater: Was uns mitunter verbindet ist eine kühne Neugier. Wir schauen in fremde Fenster, Löcher und Luken. Dabei male ich mir aus, wie die Menschen dort leben, was sie treiben, was sie treibt. Auf Spaziergängen sammeln wir vieles und zeigen es uns gegenseitig. Diese Gepflogenheit gebe ich nun an unserem Sohn weiter. Ich liebe es, mich zu unbekannten Orten, Szenen und Menschen aufzumachen– zu gucken, zu staunen. Meine Mutter gab uns Kindern eine – wie es meine Schwester nennt – unkonventionelle Herzlichkeit mit auf den Weg. Auch diese macht Tage sehr lebendig: fremde Menschen ansprechen, ihnen Komplimente machen, Fragen stellen, spontan sein.

Tage voller Leben leben heißt vor allem auch, mich zu fragen, wann, wo oder bei wem mein Herz aufgeht und ich mich wohl, weit und frei fühle. Es bedeutet, dass ich mich frage, was ich wirklich will, welche Werte ich lebe, wie ich schöpferisch tätig werden möchte, wer oder was mir wichtig ist, welchen Fußabdruck ich hinterlassen will.

Ich möchte so wenig wie möglich aufschieben, Momente mit meinen Eltern und anderen Herzensmenschen bewusst genießen, auch in dem Wissen, dass nichts selbstverständlich und von Ewigkeit ist. Ich will mich bewegen, auch indem ich mich traue Fehler zu machen, mehr und mehr sichtbar zu werden.

Der Vollständigkeit halber möchte ich einräumen, dass sich auch meine Tage selbstverständlich nicht immer voller Leben anfühlen: Manchmal fühle ich mich innerlich nervös und überfordert, dumpf und gelangweilt oder schlicht nicht zu Hause bei mir. Auch das ist Leben.

In dem Roman „Aller Liebe Anfang“ von Judith Hermann spricht die 82-jährige Esther in der Verabschiedungsszene zu Stella, der weiblichen Hauptperson, die Worte: „Zögern Sie nie! Das ganze Leben ist ein Abgrund, und je weniger Sie sich fürchten, je länger Sie hineinschauen, desto mehr haben Sie davon.“ (in: Aller Liebe Anfang, Judith Hermann, 2014, S. 200).

Mit diesen denkwürdigen Worten schließe ich und wünsche allen alles Liebe durch die Zeiten!

Vertrauensvorschuss – „Leap of faith“

Vertrauen lernenBei den unterschiedlichsten Gegebenheiten fallen mir drei Worte ein: „Leap of faith“. Ich stolperte über diesen Ausdruck in einem Buch einer großen, ich würde sagen weisen Kundalini-Yogalehrerin, Gurmukh (Gurmukh: Die 8 Gaben des Menschen, 2015). Gurmukh beschreibt „Leap of faith“ als einen Vertrauensvorschuss, einen Sprung ins Ungewisse, im Vertrauen darauf, dass alles gut endet. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass dieses „Leap of faith“ eine große Bedeutung für mich hat, dass mir Situationen etwas sagen wollen, in denen es in mir denkt: Vertraue(n)!

Häufig betrifft es kleine Alltagsmomente: Ist das jetzt richtig? Ob ich das wohl schaffe? Wird das heute noch was? Oder größere Fragen: Wird das überhaupt was? Wie gestaltet sich die Situation „Y. & Schule“? Kommt mein Vater wieder in seine Kraft? Wo soll’s für mich und uns mal hingehen (gerne wortwörtlich oder im übertragenen Sinne)? Immer wieder fordert uns das Leben auf, uns hinzugeben, manchmal auch einfach nur abzuwarten. Dann wieder: den nächsten, naheliegenden Schritt zu tun – oft im Unwissen, wie der darauffolgende Schritt aussehen wird.

Wie gerne haben wir alles im Griff! Wie vermeintlich sicher fühlen wir uns, wenn Kontrolle die unsere ist! Spannend jedoch wird es an den Brüchen, den Schnittstellen zwischen „Alles ist fein gerade und soll bitte so bleiben“ und „Oh nein, bloß das nicht!“ Manchmal hilft es schon, Angst und andere unangenehme Empfindungen einfach kommen und wieder ziehen zu lassen, sie nicht „wegzudrücken“, sondern als selbstverständliche, uns prägende und uns etwas mitteilen wollende Erscheinungen zu begreifen.

Sich überhaupt darüber bewusst zu werden, dass da Stimmen in uns sind, die uns sagen wollen: Irgendetwas ist gerade absolut nicht in Ordnung. Den Widerstand gegen das was ist zu spüren und anzuerkennen. Die „Vogelperspektive“ einzunehmen und den unterschiedlichen Stimmen in uns zu lauschen.

Wenn es uns gelingt, innezuhalten und still zu werden, spricht’s leise aus uns heraus: Eine Stimme meldet sich, die uns Mut zuflüstert und ermuntert, vielleicht doch diesen neuen gewagten Schritt zu gehen – oder ihn gerade nicht zu gehen, auch wenn das Umfeld ihn möglicherweise erwartet. Entscheidungen zu treffen, bevor das Leben für uns entscheidet. (Auch letzteres stellt sich oft als stimmig heraus).

Mehr und mehr lerne ich – Yoga und Meditation in welcher Form auch immer sind hierbei wunderbare Werkzeuge – meiner (Herzens-) Stimme zu vertrauen, ihr zunehmend Gehör zu schenken, intuitiver zu werden. Dankend zu beobachten, dass diese Stimme lauter wird, je mehr und öfter ich ihr meine Aufmerksamkeit schenke.

Unabhängig davon wie unerträglich die äußeren Umstände manchmal auch sein mögen: Da war und ist stets etwas in mir, das unantastbar ist, das immer da ist. Ich nenne es „meinen Kern“ und trage hierfür das Bild einer goldenen Kugel in mir, ungefähr auf Höhe des Zwerchfells. Dieses Bild nutze ich, um mich wieder aufzurichten und neu auszurichten, wenn ich einsacke oder mich zerstreue. Dort „reinzuatmen“ hilft mir, überhaupt: bewusst zu atmen. Ich bin mir sicher: Wir alle haben einen unantastbaren Kern in uns, eine Kraft, die wir wahrnehmen, indem wir vertrauen und uns sagen: Es wird sich finden.

Gurmukh beschreibt in diesem Zusammenhang die Vorstellung von „tröstenden Arme(n) eines liebendes Gottes“, der sie auffängt und tröstet. Wie oder an was auch immer wir glauben: Wir alle können lernen, uns und dem was da kommen mag zu vertrauen.

In Sachen „Y. & Schule“ tun sich im Übrigen zurzeit viele Perspektiven auf, auch konkretere Chancen und Alternativen zur jetzigen Situation zeigen sich. Und was meinen geliebten nicht mehr taufrischen Vater angeht: Hier schätze und genieße ich einfach das was wir jetzt haben und teilen. Darauf kommt es an.

Entdecke(l)n

Mach mal Pause

Als ich im Februar dieses Jahres durch Hannovers Eilenriede fuhr, amüsierte mich ein Freudscher  Versprecher, den ich laut denkend aussprach: „Ich habe Lust, noch viel mehr zu entdeckeln.“ Gemeint habe ich: zu entdecken. Mir gefiel spontan das Wort entdeckeln – assoziierte ich damit „etwas freilegen, öffnen“. Entdeckeln als Möglichkeit, sich selbst neu zu begegnen, als Chance innerlich zu wachsen. Zu Hause entdeckte ich, dass es ein Entdeckeln tatsächlich gibt: In der Imkersprache ist damit das Entfernen der Wachsdeckel von den Honigwaben gemeint.

Zurück zu meinen Assoziationen: In der Praxis kann es heißen, mich mutig in Situationen zu begeben, in denen ich Dinge üben kann, die mir im Alltag, in meinen Beziehungen oder in meinem Berufsleben Schwierigkeiten bereiten. Was mich angeht zum Beispiel das Aussprechen unbequemer Wahrheiten – unbequem für mich, den anderen oder beide. Oder auch das „Mich-mal-nicht-in Bescheidenheit-Üben“, wenn es darum geht, bei meiner Arbeit als Musiktherapeutin etwas einzufordern, beispielweise die Neubeschaffung von Instrumenten.

Für sehr sicherheitsbetonte, übervorsichtige oder auch zum Perfektionismus neigende Menschen kann ein Entdeckeln darin bestehen, einfach mal „Fünfe gerade sein zu lassen“, an irgendeiner Stelle weniger zu geben oder zu tun, öfter zu delegieren. Es kann auch schlicht bedeuten, „seinen Geist zu lockern“, um mit Veit Lindau zu sprechen: neue Wörter zu erfinden, einen neuen, für mich ungewöhnlichen Gedanken zu denken, zu einem Buch zu greifen, das sonst nicht in meinen Händen landet oder mich mit einem Menschen außerhalb meines Dunstkreises zu unterhalten.

Mehr von seinem Potential zu entdecke(l)n und zu entwickeln kann heißen, unterschiedliche, auch scheinbar gegensätzlich (Schatten-)Aspekte seiner selbst wahrzunehmen und zu integrieren, indem ich beispielweise mit angstbesetzten Situationen experimentiere. Hierbei kann ruhig auch klein angefangen werden: So kann ich mich wiederholt in Situationen begeben, in denen ich bereits gute, mich voranbringende Erfahrungen mit dem „Mich-nicht-meiner-gewohnten-Muster-Bedienen“ gemacht habe. Kommen wir den uns zugrundeliegenden, mitunter auch einschränkenden Denkmustern auf die Spur, so können wir mit Hilfe von achtsamer Beobachtung alternative, lebensdienlichere Denk- und Handlungsweisen finden, die mehr Flexibilität und innere Freiheit nach sich ziehen.

Bei mir selbst fällt mir auf, dass ich oft sehr gefällig bin und es mich noch sehr verunsichert, wenn jemand mich oder mein Verhalten offenbar ablehnt. Als Beispiel eine banale Alltagssituation: Ich fühle mich gleich unwohl und „unpassend“, wenn die Dame an der Käsetheke das Gesicht verzieht, nur weil mir das von ihr angebotene Stück Allgäuer Kümmelkäse zu groß ist und ich lediglich 100-150g wünsche. Mittlerweile spüre ich oft eine freudige Erregung, wenn ich gegenüber der Dame an der Käsetheke oder wem auch immer unbequem bin.

Nehmen wir eine offene Haltung von Neugier, Freude an der Erfahrung und Vertrauen ein, so können wir mehr von uns und unserem Potential leben, ja, mehr entdecke(l)n. Vielleicht werde ich in diesem Leben ja nochmal Hobbyimkerin;-). Oder Querulantin:-). Dann lieber ersteres.

Ich stecke gerade mitten in dem neuen Buch von Veit Lindau: „Werde verrückt. Wie du bekommst, was du wirklich-wirklich willst.“ Kann ich wärmstens ans Herz legen, auch wenn das Buch an der einen oder anderen Stelle unverdaulich ist und vieles auf den Kopf stellt.

Es bleibt spannend.

Sich mit dem Leben verbunden fühlen

Lebensfeude purEine Frage lässt mich in letzter Zeit nicht los: „Was habe ich als Kind gern gemacht?“ Ich muss weiter ausholen. In diesen Wochen widme ich mich oft Beschäftigungen und Themen, die für mich in meiner Kindheit eine zentrale Rolle spielten:

Noch vor der Arbeit stelle ich mein Fahrrad im Wald ab und balanciere barfuß über gefällte Buchenstämme. Oder ich pflücke Kräuter wie Bärlauch und Giersch. Letzteres erinnert mich an unsere Familienurlaube in der Schweiz, in welchen ich nicht müde wurde Walderdbeeren in kleinen Bechern zu sammeln, um der – damals noch kompletten – Familie eine Freude zu  machen. Als Kind war ich wahnsinnig gern allein, am liebsten draußen in der Natur. Später dann war ich mir sicher: Alleinseinwollen kann andere vor den Kopf stoßen. Heute denke ich anders darüber und nehme mir zunehmend Alleinzeiten.

Mein liebster Duft ist der von Heckenrosen, welche auch unter dem Namen Dünen- oder Syltrosen bekannt sind. Auf Sylt-Aufenthalten war und ist die Welt für mich in Ordnung. So suche ich auch heute in hannoverschen Gefilden Heckenrosen-Orte auf, wenn mir danach ist.

Eine besondere Erinnerung kommt mir häufig nachts, wenn ich aufwache. Ich denke an eine der vielen Nächte meiner  Kindheit zurück, in der ich bei meinen Großeltern schlief, nachts zeitgleich mit ihnen erwachte, meine Großmutter mir heiße Milch mit Hong kochte – in Sachen Zahnprophylaxe ungezweifelt haarsträubend –  und mein Großvater von seinem Sofa-Bett aus „Lobe den Herren“ sang. Heute bekomme ich nachts weder heiße Honigmilch noch singt jemand für mich „Lobe den Herren“, doch ich erinnere mich an das erhabene Gefühl von damals und eine tiefe Ahnung, welche Überraschungen die Nacht bereitzuhalten vermag. A propos „Kochen und Großeltern“:  Mein Großvater bereitete mir stets Nudeln mit Butter und Ketchup zu. Kulinarisch nicht die Oberliga, und dennoch heute noch ein mich beruhigendes „Seelenessen“.

Noch etwas fällt mir ein: Früher neigte ich zum Chaos, heute auch – mein Bruder Claus amüsierte sich tierisch darüber, dass Aufräumen für mich hieß, alles diffus Herumliegende wild in meinem Kleiderschrank zu verstauen. Die Eltern haben’s nie erfahren. Wohler jedoch fühlte ich mich, wenn ich mir die Zeit nahm, Sachen auszumisten oder in beschrifteten Kisten zu verstauen. So auch heute. Mit dem Chaos anderer kann ich übrigens ziemlich gut leben.

Zurzeit schreibe ich – für mich, für Menschen in meinem Umfeld – über Themen, die mich bewegen, und andere sicher auch. Früher verfasste ich kleine Gedichte, Kurzgeschichten und liebend gern Briefe und Karten, bis mich die Oberschule dank überwiegend mäßiger Deutschnoten in den Glauben versetzte, das Schreiben sei nicht so mein Ding. Nun bin ich wieder mit Liebe dabei und lasse Schule Schule sein.

Interessanterweise erinnern uns auch Kinder an unsere Lieblingsbeschäftigungen aus früheren Zeiten: Y. kam neulich zu uns und erzählte uns von seinem Vorhaben, seine Origami-Stücke auf dem Spielplatz verkaufen zu wollen. Zunächst war ich davor zu protestieren, doch dann fiel mir ein, dass ich als Kind selbst mit roten Wangen auf einer Decke in der Friedrichsstraße in Westerland saß, um meine selbstbemalten Muscheln an den Mann zu bringen.

Diese Erinnerungen und nun wieder regelmäßig aufgenommenen Tätigkeiten fühlen sich verdammt gut an. Ich bin mir sicher, es lohnt sich, sie wieder aufleben zu lassen und sich die Frage zu stellen: „Was liebte ich als Kind?“ Auf dieser „alten Spur“ können wir uns heute wieder neu entdecken und uns im Flow erleben. Es geht dabei um ein einfaches „Sei kindlicher!“ hinaus.

Natürlich macht es Sinn, auch im Alltag neugierig und präsent zu sein, mit offenen Augen zu träumen. Mir geht es hier jedoch darum, mich zu fragen, was ich damals konkret mochte und machte und dieser Spur zu folgen, um mich mit dem Leben verbunden zu fühlen. Denn das ist es, das ist Flow: Ich verbinde mich mit mir und meinem Leben, tue das was ich kann und was mir Freude bereitet und schaffe dadurch Sinn.

Während ich schreibe, versucht Y. sich an dem Meisterstück der Origami-Faltkunst, der Ratte. Ein hochkompliziertes Ding, doch Y. macht sich gut und kam gerade zu mir mit den Worten: „Es steckt immer noch irgendwas in mir.“ In diesem Sinne,

herzlichst, Eure Carolin, Calli, Calle

P.S.: Y. hat die Ratte tatsächlich geschafft!

Bei sich selbst zu Hause sein

TraumhäuschenDas Einkehren bei sich selbst ist für die meisten ein lebenslanger Prozess. Wie sagte eine enge Freundin vor Jahren zu mir? „Du hast’s gut – du hast immer dich!“  Sicher hat es damit zu tun, dass ich gut für mich sein kann, ja, dass ich den Rückzug auch brauche, um mich wieder zu sortieren und meinem inneren Kompass zu folgen. Um fein zu spüren, was gerade ist. Kürzlich stieß ich auf ein Zitat von Erich Fromm:

Bei sich selbst zu Hause zu sein, ist die notwendige Voraussetzung, damit man sich zu anderen in Beziehung setzen kann.

Diese Worte resonierten stark in mir. Im Grunde ein alter Hut, und offenbar doch so schwer in der Umsetzung: Sorge zunächst für dich selbst, nur dann kannst du auch anderen helfen.

Manchmal müssen uns liebe Menschen im Umfeld schubsen, den Spiegel vorhalten mit den Worten: „Mach doch mal wieder etwas für dich!“ oder – wie in meinem Fall neulich: „Komm, fahr mal alleine weg!“ Jeder kennt es: Alltagspflichten und -sorgen, viele hausgemacht, erdrücken uns, wir verlieren uns selbst immer mehr aus dem Blick und landen irgendwo, nur nicht bei uns. Selbstfürsorge kann dann zunächst einmal heißen: Den Mut aufbringen, sich dieser Schieflage bewusst zu werden. Und dann zu handeln. Wenn’s mit dem Wegfahren nicht klappt, können die Schritte auch kleiner ausfallen, Hauptsache, ich setze mich oder etwas in Bewegung. Und suche den Kontakt zu mir: Auf Spaziergängen, im Wald, am Meer, manchmal auch im Gespräch mit einem guten Freund können wir uns selbst wieder auf die Schliche kommen.

Aufrichtig mir selbst gegenüber zu sein bringt mich zu mir nach Haus. Sicher leichter gesagt als getan. Für mich bedeutet die Einkehr bei mir, mein Bedürfnis nach Ruhe, Rückzug und Mich-innerlich-Sortieren wertzuschätzen. Es bedeutet Verantwortung für dieses Bedürfnis und seine Erfüllung zu übernehmen. Herauszufinden was mir wahrlich gut tut und mir dies regelmäßig zu schenken. Da lang zu gehen, wo’s sich wirklich richtig gut anfühlt. Ich selbst brauche dafür vor allem Pausen: vom schnellen, überladenen Alltagsgeschehen, von meinen sich überlappenden Gedanken, ja, manchmal auch von Menschen und lieben Kontakten.

Bei sich selbst zu Hause zu sein bedeutet, mir Liebe in Form von Freundlichkeit, Milde-Sein, ausreichend Schlaf, gutem Essen und Bewegung an frischer Luft zu schenken.

Wenn ich mich selbst ausreichend beschenke fällt es mir besonders leicht, mich auch an andere zu verschenken: in liebevollen Gesten, Worten und Taten.

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