seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Kategorie: Kraftquellen ätherische Öle und Kundalini-Yoga

Nelke, Zimt und Sandelholz

Hier noch ein paar “Öle-Inspirationen”, sehr gut geeignet in diesen Tagen, wie ich finde:

🔥Nelke:
– Unterstützt dich dabei, wenn du neue Muster kreieren, etablieren möchtest.
– Hilft, aus der „Opferrolle“ herauszutreten, um wieder in deine Kraft zu kommen.

„Öl der Abgrenzung“: Hilft dir, dein „Nein“ stark nach außen zu vertreten.
– Unterstützt dich dabei, dein Energieniveau zu heben.
– Stärkt dein Selbstvertrauen
– hilft bei Zahnweh, Magen-Darm-Beschwerden, Verdauungsstörungen und Verstauchungen.
– nervenstärkend, sexuell anregend, harmonisierend und konzentrationsfördernd.

🥞Zimt:
– für wärmende Massagen an kalten Wintertagen.
stark antiseptisch, durchblutungsfördernd, kreislaufanregend.
– Bei Appetitlosigkeit und auch „Süßhunger-Attacken“, Infektionskrankheiten, Kreislaufschwäche, Menstruationsbeschwerden; zur Zahnpflege.
– Bei nervlicher Erschöpfung, Gefühlskälte, Unausgeglichenheit.
– schenkt Inspiration, verleiht Kreativität.

🦉Sandelholz:
– ein wunderbares Meditationsöl: erdend und erhebend zugleich; schafft Verbindung zur „inneren Weisheit“
– fördert eine gesunde, glatte Haut.
– Schafft Linderung bei trockener, juckender und unreiner Haut.
– schleimlösend, antiseptisch, krampflösend, entzündungshemmend
– bei Asthma, chronischer Bronchitis, Husten.
– nervenberuhigend, erotisierend, euphorisierend, gedächtnisstärkend, stimmungsaufhellend.

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Vetiver, Rose und Lavendel

Heute möchte ich Euch 3 Öle vorstellen, die mir dieser Tage Gutes tun:

🌹Rose:

ummantelt mich sehr sanft, an “rauhen” Tagen, schlechter Laune, vor & während der Menstruation

– bei Menstruationsbeschwerden, PMS, Herzklopfen, auch Kopfschmerzen

– wirkt beruhigend, depressionsmildernd, erotisierend

– heilt das Herz bei Liebeskummer, Melancholie, nervösen Spannungen

– Ich gebe es auch direkt auf die Gesichtshaut (Augenpartie), sehr angenehm.

 

🌱Vetiver:

– wirkt auf mich extrem erdend (ähnlich wie Zeder) und beruhigend; wunderbar vor’m Schlafengehen (auf die Fußsohlen geben)

– wärmend, stimmungsaufhellend, stabilisierend

– bei Durchblutungsstörungen, Unregelmäßigkeiten im Blutdruck, Verstauchungen; zur Hautpflege

– ein Öl, welches dich stark mit der Natur verbindet (auch nutzbar in schamanischen Kontexten, bei erdverbundenen Ritualen.)

 

🌿Lavendel:

– ein “Alleskönner” (könnte ich nur ein ätherisches Öl besitzen, wäre es Lavendel)

– bekannt für seine beruhigenden und entspannenden Eigenschaften

– ein äußerst beliebtes Erste-Hilfe-Mittel (aufgrund seiner antiseptischen und entzündungshemmenden Eigenschaften, bei Schnitten oder Verbrennungen).

– ein Öl, welches für ehrliche Kommunikation steht und dir dabei hilft, dich wahrhaftig auszudrücken.

– Lavendeöl steht uns zur Seite, wenn wir uns ungeliebt, blockiert, unsicher fühlen.

 

Bei Fragen zu den Ölen oder wenn Ihr beraten werden wollt, welche Öle für Euch dieser Tage Sinn machen, kontaktiert mich gern!

 

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Pflanzenschätze und Helferlein

Zurzeit sind meine ätherischen Öle im Dauereinsatz. Meine Favoriten dieser Tage sind erdige, holzige, wärmende Substanzen wie Zeder und Sibirische Tanne, außerdem Geranium (Rosengeranie), ein wunderbares „Herzöl“, sowie Wild Orange und Copaiba.
Zeder, laut keltischem Horoskop MEIN Baum😊, liebe ich sehr, mittlerweile auch den speziellen Duft. Es hilft mir, mich zu erden, wirkt sehr beruhigend und nährt Körper, Geist und Seele. Bei lokaler Anwendung auf der Haut wirkt es klärend und reinigend.
Sibirische Tanne, ein hoher, heller Nadelbaum, der in Russland und Kanada heimisch ist, hat einen erfrischenden, holzigen Duft und ist bekannt für seine beruhigende und entspannende Wirkung. Ich kombiniere es sehr gern im Diffuser mit Rosmarin und Wild Orange.
Geranium, das Öl für Liebe und Vertrauen, unterstützt emotionale Heilung und Vergebung, Offenheit und Toleranz. Es ist außerdem bekannt für seinen Anti-AgingEffekt – ich nutze es auch in meiner Gesichtspflege.
Ich kenne niemanden, der Wild Orange nicht mag: Es duftet fantastisch: süß, fruchtig und lecker. Das Schöne: Wild Orange-Öl, aus der Schale der Orangen gewonnen, entspannt UND belebt gleichermaßen. Für mich transportiert es außerdem Leichtigkeit. Auch stärkt es das Immunsystem während der kalten Jahreszeit. Ich nehme des öfteren 2 Tropfen in eine Kapsel gefüllt ein.
Copaiba, gewonnen aus dem Harz des Copaiba-Baumes, ist ein wahrer Schatz: Es ist enorm kraftvoll für Körper, Geist und Seele und bekannt für seine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Ich nutze es in Zuständen von Angst und Überforderung.
Wer Fragen dazu hat oder daran interessiert ist, Öle von doTERRA zu erhalten, kann mich herzlich gerne kontaktieren. Ich berate Euch gern!

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Ätherische Öle von dōTERRA

therapeutische ätherische Öle von doTERRA*Werbung ohne Auftrag

Im Juli 2017 habe ich die ätherischen Öle von dōTERRA kennen gelernt. Was soll ich sagen? Ich bin schlicht begeistert: Diese Pflanzenessenzen sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Öle haben einen therapeutisch zertifizierten Grad und sind hoch potent. Sie begleiten mich im Alltag und auf Reisen:

Die Öle bereichern mein Familienleben, meine Yoga- & Meditationspraxis sowie die Musiktherapiestunden. Ob Konzentration für das Schreiben gefragt ist, Lampenfieber bei einem wichtigen Auftritt genommen werden soll oder eine entspannte Atmosphäre daheim oder im Musiktherapieraum geschaffen werden darf: dōTERRA-Öle haben in vielen Lebenssituationen ihren Platz.

Meine derzeit liebsten Öle sind:

Peppermint:

Dieses “Herzöffner-Öl” weckt dich auf, kühlt gerade im Sommer hervorragend und sorgt für einen klaren Geist. Es hilft dir, dich zu konzentrieren, dich und deine Gefühle zu sortieren. Depressive Gefühle und Gedanken werden vertrieben. Mir hilft es besonders gut bei Kopfweh und in Kombination mit Rosmarin, Basilikum und Kardamom auch bei Migräne.

Wild-Orange:

Dieses wunderbare Öl, welches aus der Schale kalt gepresst wird, speichert in sich die erhellende und wärmende Lichtenergie der Sonne und hebt dunkle Stimmungslagen. Das Tolle ist: Es wirkt stimmungserhebend, belebend UND entspannend zugleich und passt sich gut deinen Bedürfnissen an. Das Wild Orange-Öl transportiert Leichtigkeit und Optimismus.

Rosmarin:

Rosmarinöl ist ein sehr kraftvolles, durchblutungsförderndes, verjüngendes Öl, welches zugleich gedächnisfördernd, konzentrations- und nervenstärkend wirkt. Es wird ferner bei Herzschwäche, nervösen Herz- und Nervenbeschwerden eingesetzt. Rosmarin wurde von Heilern seit Jahrhunderten wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften sowie Muskel- und anderen Schmerzen verwendet. Ferner soll Rosmarin auf die Kopfhaut aufgetragen den Haarwuchs fördern.

Ylang Ylang:

Wenn ich das Ylang Ylang-Öl auftrage oder einatme, habe ich das Gefühl, als umgebe mich ein Mantel aus Liebe und Geborgenheit. Es heißt, das Öl vebinde dich mit deinem inneren Kind. Der recht blumig-intensive Duft beruhigt den Geist – Wachsamkeit und Aufmerksamkeit werden verbessert. Auch in der Haut- und Haarpflege kann Ylang Ylang zum Einsatz kommen: Es wird bei Hautproblemen eingesetzt und fördert den Haarwuchs. Darüber hinaus wirkt es entkrampfend, erotisierend und euphorisierend.

Wenn du auch in den Genuss dieser kleinen großen Helferlein kommen möchtest, kannst du dich sehr gern mit mir in Kontakt setzen. Gerne berate ich dich bezüglich der für dich passenden Öle.

Hier kannst du die Öle von dōTERRA bestellen.

Sei herzlich gegrüßt & kontaktier mich, wenn du magst – ich freue mich!

Carolin

 

Weißes Tantra Yoga

Eine Erfahrung der ganz besonderen Art konnte ich vergangenen Samstag beim Weißen Tantra Yoga in Hamburg machen: Paare in weißer Kleidung sitzen sich in langen Reihen gegenüber, nehmen bestimmte Hand- und Armhaltungen ein, singen Mantren oder schweigen, oft auch mit direktem Augenkontakt. Die Meditationen haben eine Länge von 31 oder 62 Minuten. Es heißt, Weißes Tantra Yoga bewirke eine effektive innere Reinigung und das Lösen tiefliegender innerer Blockaden.

Letztes Jahr in Berlin bei meiner Tantra-Premiere saß mir ein fremder, Mitte 30-jähriger Typ gegenüber, zum Glück sehr sympathisch und lustig. Spannend war’s, diese doch auch intime und extreme Situation miteinander zu teilen, sich hinzugeben ohne auch nur im Entferntesten zu wissen, was einen erwartet. Jemandem so lang und intensiv in die Augen und somit in die Seele zu schauen, kann dir neue Welten eröffnen – und dich vor allem deine eigene innere Welt erschließen lassen.

Dieses Jahr teilte ich die Erfahrung mit einer mir bekannten Person, einer Yogalehrerin aus meiner Ausbildungstruppe. Es war schön, sie wiederzusehen und bereichernd, mich gemeinsam mit ihr durch die Kriyas zu atmen. Spannend fand ich, mit meinen Grenzen zu spielen, meinen Geist zu beobachten, der mal wild am Schimpfen war („Wann ist der Scheiß hier endlich vorbei?“ „Was mache ich jetzt mit meinem rechten Bein?“ „Ich kann nicht mehr!“), mir dann wieder sehr gut und liebevoll zusprach („Das schaffst du – nur noch 4 Minuten!“, „Es tut dir gut.“).

In den Augen meines Gegenübers konnte ich mich selbst erkennen: meine Hingabe, mein Genervtsein, meine Verletzlichkeit und meinen Schmerz. Wieder einmal kam mir Yogi Bhajans „Recognize the other person is you“ in den Sinn. Wie wahr. Sich verletzbar zu zeigen, nicht nur mit dem Kopf zu denken, sondern auch mit dem Herzen wahrzunehmen eröffnet unglaublich schöne Erfahrungsräume – das wurde mir hier erneut bewusst. Vermutlich kann ich auch nur dann in Beziehungen heilen, wenn ich mich eben nicht von meiner Schokoladenseite zeige, sondern auch meine Schwächen unter ein Vergrößerungsglas halte und dem anderen das, was ich sehe, nicht vorenthalte.

Beim Tantra wurde mir genau dies nochmal sehr klar: Es geht nicht darum, da möglichst glatt und konfliktfrei durchzukommen, sondern es geht um das „Sich-Einlassen“ und „Alles-da-sein-Lassen“ was da ist. So gesehen ist die Essenz des Weißen Tantras ein heilender Entgiftungsprozess auf vielen Ebenen: Körperlich-energetisch wird das System durchgepustet und wieder mit neuer Kraft aufgeladen; in der unmittelbaren Nähe zum Gegenüber können einem Muster und Glaubenssätze bewusst werden, die aus dem eigenen System ausgeschieden und verabschiedet werden dürfen, so zum Beispiel: „Ich muss das alleine schaffen“ oder: „Ich muss jetzt dabeibleiben und durchhalten.“

Das Spiel mit Grenzen ist eine sehr essentielle Erfahrung, die besonders intensiv beim Weißen Tantra erfahren werden kann: Eine Stunde lang eine bestimmte Haltung einzunehmen kann deinen Geist tanzen und fluchen lassen. Sich immer wieder auf das, was zu tun ist, zu fokussieren, immer wieder zurückzukehren zu diesem Fokus, gleichzeitig seinen Schmerz im Arm wahrzunehmen, kann wahrlich herausfordernd sein. Da durchzugehen, und da auch durchzukommen kann wiederum sehr befreiend und ekstatisch sein.

A propos Ekstase: Meine tiefe Überzeugung ist, dass jeder nach Ekstase, nach stimulierenden Momenten und Begeisterung in einem selbst sucht – gerade hierzulande sind die meisten oft etwas zu ernst und verbissen unterwegs, so mein Eindruck. Man muss nicht zwangsläufig am Weißen Tantra Yoga teilnehmen, um ekstatische Momente zu erleben – der Alltag bietet uns hier ausreichend Spielraum, vorausgesetzt wir öffnen uns für das Spielerische und Unerwartete. Ekstase erlebe ich stets dann, wenn ich Begeisterung zulasse, mein Potential entdecke und entfalte und mir auch erlaube, dieses zu tun. Wenn ich wach und kreativ bin, schöpferisch und offen. Und wenn ich immer mal wieder etwas ‘ein klein wenig’ anders tue als bisher.

Neulich in der Sauna, kurz vor Weihnachten, als gefühlt die meisten um mich herum gestresst waren, wurde ich erneut in der Überzeugung bestärkt, wir brauchen hierzulande mehr Ekstase: Ich saß eng an eng mit anderen Saunierenden auf einen Aufguss wartend. Der Mann, der für den Aufguss verantwortlich war, wedelte sich mit seinem Handtuch geradezu in Rage – sehr kunstvoll und ästhetisch wohlgemerkt. Die schwitzende Meute fing plötzlich an, im Beat seines Wedel-Rhythmus‘ mitzuklatschen. Tempo und Lautstärke stiegen und kulminerten in ein lautes Gegröle und Gestampfe. Ich war überrascht und zugleich mitgerissen – hatte ich Sauna bislang eher als Ort der Ruhe kennengelernt. Hinterher dachte ich: Das tat allen gut – sich so körperlich und fast archaisch zu erleben.

In diesem Sinne: Auf mehr Beziehung, Grenzerfahrung und Ekstase:-)! Und ich kann mich die kommenden Wochen auf mehr Energie und Kraft freuen – ein wunderbarer Nebeneffekt des Weißen Tantras, welches einem Aufladen und Auftanken gleicht. Momentan bin ich innerlich kristallklar, was ich sehr genieße.

Alles Liebe zu Euch!

Von Anmut und Würde

Das letzte Wochenende im Oktober verbrachte ich mit einigen wunderbaren Frauen im Wendland, genauer in Zargleben in einem urigen, denkmalgeschützten Bauernhaus. Wir kamen zu einem privaten Frauen-Kundalini-Yoga-Camp zusammen, teilten Yoga, unsere schöpferischen Kräfte und unser Können.

Eine bereichernde Erfahrung war, dass wir kein Konzept im engeren Sinne hatten und es dennoch – oder gerade deshalb – mehr als ertragreich war: Es gab keinen Zeitplan – kein konkretes, zeitlich gegliedertes Programm – sondern lediglich die Idee, dass eine jede das in die Runde wirft, was sie weitergeben möchte: Wir teilten Yoga-Comedy, Breath-Walk an der frischen, stürmischen Luft, Fuß- & Klangmassagen, ausgewählte Meditationen und Yoga-Kriyas. Ich selbst brachte meine Liebe zur Musik mit ein und sang Mantren mit den anderen. Meine ätherischen Öle, die mich immer mehr in meinem Alltag unterstützen, fanden ebenfalls Resonanz.

Auch kulinarisch versorgten wir uns bestens – mit köstlicher Kürbis-Rote-Beete-Suppe, warmem Apple-Crumble, Energiebällchen, Frischkornbrei und Chai-Tea. Ich erinnerte mich einmal mehr, wie gut es tut, in Gesellschaft zu genießen und das Essen bewusst zu segnen.

Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Tage zog, lautete wie folgt: „Mit Anmut und Würde gestärkt durch den Wandel“. Anmut und Würde sind Qualitäten, die uns Frauen ausmachen und dennoch in vielen von uns noch zurückgehalten werden. Für mich haben Anmut und Würde mit Integrität – sprich der Übereinstimmung meiner Werte mit meinem Tun – und darüber hinaus mit einem inneren Strahlen, der eigenen Selbstsicherheit zu tun. „Wandel“ kann vieles bedeuten und steht für Übergang, Veränderung: der Übergang in die Wechseljahre, in eine unbekannte Kraft und Stärke, einen neuen Lebensabschnitt oder auch ein ganz neues Zeitalter. Guru Rattana, eine langjährige Schülerin Yogi Bhajans, sagt, eine Frau habe ein großes Reservoir an Widerstandskraft und ein fast grenzenloses Potential, Dinge geschehen zu lassen. Ihre Energie könne jedoch durch zu viel Stress erschöpft werden. Umso wichtiger, sich hin und wieder Auszeiten zu nehmen, um in die eigene Kraft zu kommen.

Eine Yogini erzählte von ihrem vier-jährigen Sohn, der oft wenn er etwas verzapft hatte und daraufhin “Schimpfe bekam”, klar und deutlich entgegnete: „Das hab’ ICH gemacht“, woraufhin seine Mutter nichts wirklich Sinnvolles erwidern konnte. Wie herrlich selbstbewusst, die eigene Verantwortung übernehmend! Von dieser Haltung wollten wir uns nun etwas abschneiden und immer wenn wir uns vorschnell für jeden Pup entschuldigen, „Das hab’ ICH gemacht!“ in den Raum werfen. Das Ganze gestaltete sich sehr spielerisch und lustig, vor allem: erhellend. Es ist unglaublich, wie schnell wir Frauen ein „Entschuldige bitte“ aussprechen! In den meisten Fällen ist dies schlicht nicht nötig und transportiert ein überflüssiges „Sich-klein-Machen“. Und nicht nur das: Es kann das Gegenüber auch aggressiv machen, wenn sich jemand ständig entschuldigt.

Wir tauschten uns über all das aus, was uns dankbar macht, ferner über (Yoga-) Literatur, Yoga-Unterricht, Ernährung, den Alltag, Träume und Visionen. Was ich besonders schätze: Wir kamen auf Augen- und Herzhöhe zusammen, lachten viel und begegneten uns sehr authentisch. Ich finde nichts angenehmer, als wenn Menschen sich untereinander wertschätzen, Komplimente machen, sich gegenseitig erheben. Gerade bei uns Frauen potenziert sich meiner Erfahrung nach unsere schöpferische Kraft, unser Können, wenn wir gemeinsam für etwas gehen, uns unterstützen und liebevoll begleiten. Dies ist sicher nicht die Regel – oft blockieren wir uns gegenseitig durch Konkurrenzdenken und Sich-etwas-Neiden – doch eine jede, die die Erfahrung des sich Miteinander-Stärker-Fühlens gemacht hat, wird diese nicht missen wollen und immer öfter Felder mit dieser schönen Energie aufsuchen.

Natürlich war da nicht nur Konsens unter uns: Nicht jede steht auf die früh morgens praktizierte sog. Sadhana, und auch Vorstellungen darüber, wie konkret das Japji, Teil der Sadhana, rezitiert wird, variierten. In diesen Momenten ist es interessant genauer hinzuschauen und zu –spüren, was ich aus der jeweiligen Situation mitnehmen kann. Authentische, offene Frauen sind hervorragende Spiegel füreinander.

Ich fühlte beim Ankommen daheim einen tiefen Frieden in mir, eine Weite und Ruhe. Zu Hause stellte ich fest, dass ich bei Kleinigkeiten oder Worten nicht sofort reagierte, beispielweise mit einer Erklärung oder Rechtfertigung, sondern dass es da tatsächlich eine Lücke in mir gab zwischen Reiz und Reaktion. Am folgenden Tag war dann wieder viel Aufruhr in mir, und “meine Themen” – wunde Punkte, Dinge, die mich in der Tiefe bewegen – begegneten mir wie unter einem Vergrößerungsglas.

Es bleibt spannend. Ich wünsche mir, diese dort erlebte Authentizität mit in den Alltag zu nehmen.

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