seisofrei-lebenskunst

Erlebtes & Belebendes

Von der Falle weiter sein zu wollen

An dieser Stelle möchte ich einfach mal wieder an meine regelmäßig im Online-Magazin compassioner erscheinenden Artikel erinnern.

Dieses Mal habe ich mich folgendem Phänomen gewidmet: “Spirituell gesinnte Zeitgenossen” wähnen sich oft in ihrer Entwicklung “weiter” als sie’s tatsächlich sind. So gerne wollen wir oft freundlich, empathisch, liebenswürdig sein, um im Alltag festzustellen, dass wir manchmal auch gar keine Lust darauf haben – und uns gerne mal abgrenzen, vom Acker machen, den anderen sch… finden. Was ich auch nicht will: Stets den eigenen Anteil in einer (delikaten) Situation suchen, auch da ich gar nicht sicher bin, ob das immer sinnvoll ist.

Viel Spaß beim Lesen und weiterhin schöne Sommertage Euch:-)!

Echte Kommunikation – Von der Falle, weiter sein zu wollen, als man ist

 

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  1. Brigitta

    Liebe Carolin,

    danke für den Hinweis auf deine Zeilen im Compassioner. Ich kann dir nur zustimmen; wir alle haben das Recht, uns abzugrenzen.

    Ich war lange Zeit der Meinung, dass jede Begenung eine Botschaft für mich hat, mit der ich an mir “arbeiten” , mich mit ihr auseinandersetzen kann. Das führte dann dazu, dass ich immer wieder das Gefühl hatte, nicht gut genug zu sein, nicht weit genug zu sein in meiner Entwicklung, mich unter Druck setzte, um bestimmte Themen “abzuarbeiten” und immer blieb da ein schaler Beigeschmack, weil ich es nach meinen damaligen Glaubenssätzen mal wieder nicht geschafft hatte, mich innerlich weiterzuentwickeln, denn sonst könnten mich ja bestimmte Verhaltensweisen nicht mehr antriggern.

    Ja, ich weiß, alles ist mit allem verbunden und alle Aspekte, die mir mein Gegenüber zeigt, sind auch in mir. Irgendwann habe ich damit begonnen, mich auf dieses Wissen zu beschränken; mir bewusst zu machen, dass der andere mir gerade einen bestimmten Aspekt von sich zeigt. Aber es ist SEIN Aspekt und ich weiß, dass ich auch irgendwo in mir drin einen solchen Aspekt habe. Heute genügt mir dieses Wissen darum; ich fange nicht mehr in mir an zu graben und versuche nicht, diesen Aspekt zu “bearbeiten”.

    Wenn mir also heute jemand ein Verhalten zeigt, das mir unangenehm ist, nehme ich mir die Freiheit, auf mein Bauchgefühl zu hören und aus der Situation herauszugehen – in welcher Form auch immer. Dies kann bedeuten, dass ich zu einem Thema nichts sage, es kann sein, dass ich authetisch bleibe und offen meine Meinung sage, es kann aber auch sein, dass ich den Konteakt mit diesem Menschen meide bzw. auch abbreche.

    Ich möchte nicht mehr mit ständigen Schuldgefühlen mir selbst gegenüber herumlaufen, weil ich mit meiner inneren Entwicklung unzufrieden bin. Auch hier darf ich authentisch sein: ich nehme mich so an, wie ich bin. Wenn ich irgendwann feststelle, dass ich mich in einem bestimmten Punkt gerne weiterntwickeln möchte, dann gehe ich diesen Entwicklungsweg. Aber ich gehe ihn, weil ich es möchte und nicht aus einem schlechten Gewissen heraus bzw. aus einem Gefühl der Unzulänglichkeit.

    Dies ist für mich ein großer Unterschied, denn wenn ich etwas gerne machen möchte, liegt es mir wirklich am Herzen; ja, es ist mir ein Herzensbedürfnis. Wenn ich etwas unter Druck mache, ist der Kopf mit im Spiel, der mir sagt: ” du musst…..”. Dieses MÜSSEN ist dann mit Gefühlen verbunden wie: ich bin nicht gut genug; auch der Angst, nicht gut genug zu sein; Minderwertigkeit und Scham, weil ich etwas immer noch nicht geschafft habe…..etc.

    So kann ich also sagen: wenn ich etwas aus einem inneren Impuls heraus mache, erzeugt dies positive Gefühle….auch wenn ich auf meinem Weg mal Schiffbruch erleide und sich dadurch unangenehme Gefühle einstellen, so bleibt das Ergebnis unterm Strich durchaus positiv. Wenn ich aber etwas mache, das mein innerer Druckmacher von mir fordert, so ist dieser Weg von unangenehmen Gefühlen begleitet.

    Für mich fühlt es sich richtig an, mein spirituelles Wachstum nicht über mein Bauchgefühl zu stellen. Wenn der Bauch nicht möchte, dann lasse ich es lieber sein. Optimal ist, wenn Bauch und Kopf einer Meinung sind und dadurch spirituelles Wachstum entstehen kann. Das ist wunderbar, allerdings nicht immer die Ausgangssituation. Öfters wollen Bauch und Kopf verschiedene Wege gehen. Hierzu fällt mir gerade ein Satz ein, den ich versuche, zu beherzigen: “Höre auf deinen Bauch und mache deinen Verstand zu seinem Diener.”

    Ich wünsche uns allen, dass wir einen Weg finden, der uns voranbringt, ohne uns zu belasten, den wir in der Liebe zu uns selbst gehen und nicht, weil wir meinen, wir “müssen”.

    Die, liebe Carolin, dir wünsche ich einen guten Start wieder zu Hause und sende dir viele liebe Grüße,

    Brigitta

    Ist schon interessant, dass ich gerade jetzt auf dieses Thema gestoßen werde, denn es ist auch privat im Moment ein Thema. Es geht darum, dass mein Mann und ich uns im Zusammensein mit einer Person nicht mehr wohlfühlen und im Moment halten wir diesen Kontakt auf Distanz. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

    • Carolin

      Liebe Brigitta,

      ein aufrichtiges Dankeschön für deine Offenheit und das, was du hier teilst. Ich finde, du kannst sehr differenziert reflektieren & bist sehr ehrlich! Und ich kann auch das, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen.
      Es hört sich für mich an, als würdest du nun sehr genau für dich hinschauen und -spüren, wohin du deine Aufmerksamkeit richten möchtest, wann es für dich angezeigt ist, etwas weiter zu verfolgen, zu entwickeln, und wann du auch einfach etwas oder jemanden ziehen lassen kannst.
      Und genau: Man muss nicht jede Begegnung, die einem unangenehm ist, dahingehend hinterfragen, was es noch zu lernen und integrieren gibt. Da wird’s dann anstrendend und auch unnatürlich, finde ich!
      Ich glaube, dass es auch ein Fehler ist, alles auf sich zu beziehen, und auch wie gesagt: stets den eigenen Anteil in einer unangenehmen Situation zu suchen. Ich denke, die meisten Menschen sind stark mit sich selbst beschäftigt, in ihrer eigenen Welt vergraben – vieles hat schlicht nichts mit uns zu tun. Viele(s) dürfen wir auch liebevoll ignorieren, da es uns unter Umständen zuviel Lebensenergie kostet.
      Heute habe ich einen schönen Satz gehört, dieser zum Abschluss:
      “In dem Moment, in dem wir uns auf das Schöne im anderen fokussieren, beginnen wir auch immer mehr das Schöne in uns zu sehen.“ Diese Sicht der Dinge und Menschen ist und bleibt bei allem gesunden Abgrenzen immer noch eine sich sehr lohnende, siehst du sicher auch so…
      Gute Erkenntnisse und einen angemessenen Umgang dir & deinem Mann mit dem Zeitgenossen, mit dem ihr euch gerade nicht so wohl fühlt!

      Alles Liebe, Carolin

  2. Brigitta

    Guten Abend liebe Carolin,

    vielen Dank für deine lieben Worte bezüglich meines Schreibstils. Ich konnte mich immer schon im geschriebenen Wort besser ausdrücken als im gesprochenen. Dies scheint wohl eine Gabe zu sein und dafür bin ich sehr dankbar.

    Mit einem schönen und weisen Satz hast du geschlossen; ja, ich sehe dies auch so. Manchmal kann ich es nicht sofort erkennen, weil mir der andere gerade “auf die Füße getreten hat”, mich nervt, ein unwohles Gefühl in mir auslöst etc. Aber mit etwas zeitlichem Abstand klappt es dann schon besser;-)!

    Jede Situation ist anders; wo ich mich hier abgrenze, gehe ich dort auf den anderen zu. Es ist ein ständiges Abwägen und in sich Hineinspüren, damit man den Kontakt zu sich selbst nicht verliert. Es ist auch immer wieder ein Prozess, denn bevor ich mich z.B. von jemandem zurückziehe, habe ich immer wieder in mich hineingespürt, immer wieder überlegt, ob es vielleicht noch eine andere Option gibt und -Gott sei Dank – habe ich in meinem Mann einen Seelenpartner gefunden, mit dem ich über solche Prozesse reden kann. Das ist für mich sehr erleichternd, eröffnet neue Blickwinkel und bestärkt mich darin, in die Richtung zu gehen, die mir guttut. Diese Richtung muss mein Gegenüber nicht unbedingt gut finden bzw. nachvollziehen können. In vielen Fällen reagiert er/sie mit Unverständnis, Wut oder Trauer.

    Hier erfordert es Mut, sich so zu zeigen, wie man fühlt und dem anderen eine klare Grenze aufzuzeigen. Es kann sein, dass das Szenario, das man durch seine Authenzität auslöst, durchaus unangenehm sein kann, weil beim anderen eine Reaktion ausgelöst wird, die sehr wahrscheinlich nicht begeistert sein wird. Dann gilt es, bei sich zu bleiben und zu sich und seiner Meinung zu stehen und den eventuell auftretenden Unfrieden auszuhalten.

    Dies kann situationsbedingt ganz schön schwierig sein, wenn man sich z.B. aus einem Freundeskreis zurückziehen möchte, weil er nicht mehr passt, man immer wieder ermattet und abgeschlagen aus Treffen herauskommt. Garnicht so einfach…….da darf man dann für sich den Weg wählen, mit dem man gut leben kann…..auch wenn es zuerst schwierig ist.

    Es wäre wunderbar, wenn die Menschen wirklich ehrlich miteinander umgehen würden. Dann könnte man auf wertschätzende Art die Dinge ansprechen, die einem gerade auf der Seele liegen. Im optimalen Fall bekäme man vom anderen die Antwort: “Danke, dass du dies oder jenes gerade ansprichst, denn mir ist es auch schon aufgefallen. Lass uns gemeinam eine Lösung finden, mit der wir beide gut leben können, auch wenn dies bedeutet, dass sich unsere Wege leider vielleicht trennen. In diesem Fall danke ich dir für die gemeinsame Zeit, die wir miteinander verbringen durften. Ich lasse dich dann in Liebe los.”

    Schöne Vorstellung, damit kann ich meinen Abend sehr schön ausklingen lassen.

    Viele liebe Grüße,

    Brigitta

    • Carolin

      Liebe Brigitta,

      danke dir. Deine Zeilen machen, dass ich Lust habe, sogleich zu antworten.
      Bei dir klang schon häufiger heraus, dass du auf deinem Weg auch mitunter liebe, nahe Menschen ziehen lassen musstest. Das tat sicher weh und tut es immer noch. Doch in der Tat, wenn du schreibst, du hättest dich nach Treffen kraftlos gefühlt, so ist dieses Zeichen meines Erachtens ein klares Indiz dafür, dass du eben nicht authentisch warst oder sein konntest. Das Wort authentisch kann ja kein Mensch mehr hören;-), es ist sehr modern geworden: Während die Menschen zu anderen Zeiten, “zu Hofe” beispielsweise bestimmte Masken trugen scheint heute fast das Gegenteil angesagt: eben authentisch zu sein, was auch immer das für den einzelnen heißt.
      “Authenticos” kommt meines Wissens aus dem Alt-Griechischen und heißt soviel wie “als Original bestätigt”, echt, natürlich. Hier schließt sich die Frage an: “Was ist meine originale Version?” Ich glaube, viele Menschen können überhaupt nicht damit umgehen, wenn du authentisch bist; die wenigsten sind bereit für authentische Menschen. Gleichzeitig sehnen sich viele sicher nach einer Ehrlichkeit, die von Herzen kommt.
      Toll, dass du in deinem Mann ein Gegenüber, einen Seelenpartner wie du schreibst, hast, der die so nahe ist und dem du dich anvertrauen kannst. Wie schön.
      Mein Freundschaftsfeld hat sich auch im Laufe der Zeit verändert: Es gibt Freundschaften, die hatten ihre Zeit, in anderen wird’s zeitweise etwas stiller & ruhiger (was sich ja wieder ändern kann), manche sind rund & stabil & gemeinsam am Weiterentwickeln, andere kamen hinzu. Letzteres finde ich auch sehr spannend: Früher dachte ich stets, Freundschaften, das sind die ganz alten, langjährigen, um dieser Tage festzustellen, nein bzw. ja, auch, doch können auch neue hinzukommen. So schön wie du das formuliert hast mit dem bewussten, ehrlichen Sich-Begegnen – mit der Möglichkeit, dass sich Wege auch trennen – habe ich das leider noch nicht hinbekommen. Doch wünschenswert wäre es.
      Meine mir wichtigsten Menschen und Gesprächspartner sind mein Mann, der mir vermutlich ähnlich nah steht wie dir deiner, und meine Schwester. Mit beiden habe ich die irrsten, sehr lebendige, auch völlig unterschiedlichen Gespräche. Während mein Mann eher, ich sag mal, kognitivistisch-sachlich auf die Phänomene blickt (& gleichzeitig für so vieles offen ist, einen sehr wendigen Geist und vor allem viel Humor hat), liebt meine Schwester auch mystische Phänomene und kann sich alle möglichen Dinge vorstellen, die zwischen Himmel und Erde existieren könnten.
      Zurück zu dem “Sich-erschöpft-Fühlen” nach bestimmten Gegebenheiten:
      Ich bin mir sicher, du verwendest am wenigsten Energie, wenn du authentisch bist – wach und entspannt gleichzeitig, ein wunderbarer Zustand. Wenn du dich in einer Interaktion mit anderen müde und kraftlos fühlst, könnte es sein, dass du in dieser Interaktion eine Rolle spielst.
      Je mehr du Dinge mit Leichtigkeit, Kraft und Freude tust und je stärker du Menschen so begegnest, umso mehr entwickelst du dich meines Erachtens in Richtung deiner Originalität.
      Und was ich auch immer mehr denke: Wir nehmen Dinge, die andere sagen oder tun, oft sehr persönlich, obwohl es vielleicht gar nicht um uns persönlich ging. Vielleicht konnte das Gegenüber eine eigene Angst oder Unsicherheit für diesen Moment nicht anders ausdrücken als über den Weg der Kritik?

      Nun wünsche ich dir eine schöne Wochenmitte & sage: auf bald.

      Deine Carolin

  3. Brigitta

    Liebe Carolin,

    das Thema Freundschaften ist ein sehr interessantes Feld! Was gibt es Schöneres, wenn dein Mann nicht nur dein Partner, sondern gleichzeitig auch dein Freund und enger Vertrauter ist. Idealzustand!!! So geht es mir ebenfalls und ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass sich unsere beiden Seelen damals gefunden haben und nun schon über drei Jahrzehnte ihren Weg gemeinsam gehen. Wir haben das Gefühl, dass sie sich im Laufe der Jahre noch enger miteinander verbunden haben.

    Was für dich deine Schwester ist, ist für mich eine Freundin, mit der ich mich auch seelenverwand fühle. Weil wir ganz genau wissen, was uns gerade bewegt und im anderen vorgeht und wir viele Dinge in unseren Elternhäuser gleich erlebt haben, denke ich oft, sie könnte auch meine große Schwester sein. Wenn sie von ihren Eltern erzählt, kann ich ihre Schilderungen eins zu eins auf meine Eltern übernehmen – und umgekehrt……manchmal ist uns das schon etwas unheimlich, welche Parallelen es bei uns gibt!

    Ich freue mich für dich, dass du auch ganz eng mit zwei lieben Menschen verbunden bist, die dir zuhören, sich mit dir austauschen und für dich da sind. Ich galube, dass es gerade in unserer schnelllebigen Zeit wichtig ist, gut verankert und geerdet zu sein.

    Ja, es haben sich schon einige Freundschaften in meinem Leben aufgelöst. Früher dachte ich, Freundschaften halten ewig; frei nach dem Motto: bis dass der Tod dazwischenkommt. 😉 Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass Freunde Wegbegleiter sind. Manche gehen lange mit, andere weniger lang und andere sind nur für kurze Zeit mit dabei.
    Ich stelle mir vor, dass das Leben wie ein Bühnenstück ist. Je nachdem welcher Akt gespielt wird, kommen Darsteller mit dazu, während andere die Bühne wieder verlassen, um entweder in einem anderen Akt wiederzukommen oder aber ihr Auftritt ist beendet.

    Mit dieser Vorstellung kann ich gut leben, denn ich weiß auch: wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf. So nehme ich die Dinge, die da auf mich zukommen an und lasse los – in welcher Form auch immer.

    Ich habe festgestellt, dass, wenn ich mich ausgepowert fühlte in Begegnungen, dort Energieräuber am Werk waren. Immer wieder sagt man mir, dass ich ein positiver Mensch bin und dies auch ausstrahle. Da liegt es auf der Hand, dass andere mich schon mal “anzapfen” und oft höre ich am Schluss des Treffens: “Schön, dass wir uns gesehen haben, du hast mir richtig gut getan!” Boing, und ich gehe auf dem Zahnfleisch. Das sind dann die Begegnungen, die nicht guttun, in denen sich beim Gegenüber nichts ändert, auch wenn schon oft die Punkte angesprochen worden sind, die geändert werden können, damit es ihm/ ihr besser geht. Das ist ermüdend und man dreht sich im Kreis mit diesen Menschen und ich habe großes Mitgefühl mit ihnen, aber ich bin nicht dafür verantwortlich, dass es ihnen gutgeht. Dafür ist jeder selbst verantwortlich.

    Somist dieses Thema ein großes Feld, zu dem man sicher noch viele Gedanken und Vorstellungen beitragen kann. Ich möchte für heute mit meinen Gedanken schließen, wünsche dir noch einen schönen Abend und da morgen Donnerstag ist, schonmal ein schönes, sommerliches Wochenende….mal ohne Regenschauer;-)!

    Viele liebe Grüße,

    Brigitta

    • Carolin

      Guten Morgen liebe Brigitta!

      Na das ist ja hier ein feiner Austausch!
      Auf unsere Männer:-) – & auf das Leben!
      Kann deine Gedanken, auch wie du dich in manchen Konstellationen kräftemäßig gefühlt haben musst gut nachvollziehen. Offenbar hast du da doch gute, stimmige Wege für dich gefunden! Zum Energie Geben und Nehmen: Ich merke, ich spüre sehr wohl, wer und was mir Kraft nimmt und wiederum gibt. Durch das Yoga werde ich da immer feiner, bewusster. Zum Glück habe ich mittlerweile auch viele (Yoga-) Werkzeuge zur Hand, mit deren Hilfe ich meine Energie gut halten kann. Nichtsdestotrotz möchte ich nicht ausschließen, dass ich nicht auch mal Energie nehme, auch wenn ich insgesamt hier recht wach und “bei mir” bin. Eine Frage: Was hilft dir denn am besten in deine Kraft zu kommen, oder in dieser zu bleiben?

      Alles Liebe von mir!

  4. Brigitta

    Liebe Carolin,

    ja, das ist ein intensiver Austausch – und um deine Frage zu beatntworten, wie ich in meine Kraft komme: auch durch den Austausch mit dir. Diese Selbstreflexion tut mir gut; ich bin dann ganz bei mir und wenn ich geendet habe, bin ich richtig gut drauf.;-)

    Außerdem tut mir die Natur immer wieder gut: Spaziergänge, das Meer, das wir Gott sei Dank in 30 Min. erreichen können, Gartenarbeit, wenn ich ganz nah und intensiv bei Mutter Erde bin. Das erfüllt mich total; auch hier bin ich ganz bei mir. Keine Gedanken mehr, einfach Stille im Kopf. Danach bin ich auch immer beseelt, zufrieden und glücklich.

    Musik: bestimmte Musik tut mir ebenfalls gut. Da wäre zunächst “IL Divo”. Kennst du sie? Das sind vier Männer mit ausgebildeten Gesangsstimmen, die aber auch moderne Musik auf ihre einzigartige Weise präsentieren. Wenn ich von ihnen das Halleluja von Leonhard Cohen höre, bin ich hin und weg. Ich habe auch eine DVD von ihnen; irgendwann habe ich sie mal anends spät angesehen. Ich war so aufgeladen, dass an schlafen nicht mehr zu denken war.;-)
    In der letzten Adventszeit bin ich auf Pentatonix gestoßen: eine a capella Gruppe, die u.a. ebenfalls das Halleluja interpretiert. Davon konnte ich nicht genug bekommen….Gott sei Dank ist mit you tube ja fast alles möglich….. Auch eine Gruppe, die mich in eine höhere Schwingung versetzt.

    So, nun komme ich ins Schwärmen, denn da wären noch Disturbed. Eine Heavy Metal/ Black Metal oder was-auch-immer-Band. Mein Mann hatte sie im Radio gehört, als sie “Sound of Silence” von Simon and Garfunkel interpretierten. Gänsehaut pur, wie diese “harten Jungs” die gefühlvollen Töne anschlagen! Unglaublich, mit wieviel Seele sie das Lied rüberbringen.

    Es gibt noch viele Lieder und Interpreten, die mich höher schwingen lasssen. Hier seien jetzt nur einige erwähnt.

    Dann wären da außerdem noch Bücher. Mein absolutes Lieblingsbuch ist “Die Hütte” von William Paul Young gefolgt von “Gespräche mit Gott” von Neals Donald Walsh und nicht zu vergessen “Eat, Pray, Love” von Elizabeth Gilbert.

    Zu den beiden letzten Büchern habe ich auch die DVDs. Ich bin skeptisch, wenn ich erst das Buch lese und dann den Film sehe, denn meistens bin ich enttäuscht. Hierbei war es nicht so; die Filme wirken genauso positiv auf mich wie die Bücher.

    Auch die Gespräche mit meinem Mann, meiner besagten Freundin, unserem Sohn und die Treffen mit Freunden, mit denen man offene und ehrliche Gespräche führen kann, geben mir Kraft und Energie.

    Und außerdem wären da auch noch meine Meditationen, von denen ich im Moment eine Pause mache. Irgendwie passt es momentan nicht so. Das wird sich sicher später wieder ändern.

    Ich habe also einen ganzen “Strauß” von Möglichkeiten, der mir wieder Kraft gibt. Leider ist das alles in unserer über drei Monaten andauernden Sanierung/ Renovierung zu kurz gekommen. Aber alles geht eben nicht. Dafür freue ich mich jetzt, dass dafür wieder mehr Zeit bleibt.

    Im übrigen sehe ich es wie du: Energie ist ein Geben und Nehmen und gerät in Schieflage, wenn sie zur Einbahnstraße wird. Und ja, wir “zapfen” auch unsere Mitmenschen an. Nur ist dies kein Dauerzustand, wie es bei manch anderem Zeitgenossen ist.

    Ich freue mich für dich, dass du mit Yoga ebenfalls eine Möglichkeit gefunden hast, dein Energielevel zu halten und zu kräftigen. Sicherlich hast du auch noch andere Möglichkeiten. Magst du sie mir mitteilen?

    Ich sende dir viele und kraftvolle Energien, die dich durch die Nacht und deinen Tag morgen tragen mögen…..außerdem viele Herzensgrüße,

    Brigitta

    • Carolin

      Danke, Brigitta – für solche ausführlichen, bereichernden Zeilen!
      Beim Lesen dachte ich: Welch’ reiches Leben, das nach Erfüllung klingt – ich freu mich sehr für dich! Und Musik – neben Natur, Gesprächen, Büchern & Filmen – scheint eine große Rolle zu spielen. Bei Gelegenheit werde ich deine Interpreten und Künstler mal recherchieren. Gestehe, dass ich sie nicht kenne. Allein von Berufswegen bin ich jedoch offen und neugierig!
      Ja, mir schenkt unser Austausch auch Kraft: ein eigenes Sortieren & gleichzeitig Inspiriert-Werden.
      Was mir noch Kraft schenkt, neben Yoga & Meditation (wobei Meditation bei mir auch gerad unterrepräsentiert ist, interessanterweise):
      Ganz klar Zeit für mich (lesen, interessante Videos, Dokus schauen, in die Stadt fahren & mich in einen Buchladen setzen), spazieren allein oder zu zweit, Sauna & Therme mit Sohnemann, der liebt das auch, Thai-Massage, nach Sylt fahren, gute, lebendige Gespräche mit Mann, Schwester & Freunden, & ja, auch: Musik hören (alles Mögliche: von Stevie Wonder über die alten Michael Jackson-Songs bis hin zu neuerdings Ed Sheeran, dann auch wieder Bach und Brahms). Was mir tatsächlich am meisten Kraft schenkt: das Schreiben.
      Ich wünschte ich könnte auch Klavierspielen in meine Liste aufnehmen, doch ehrlich gesprochen ist das stark ans Arbeiten gekoppelt. Wobei ich Kraft spür wenn ich mit meiner Schwester auftrete, insbesondere wenn wir das Publikum auch – ich sag mal – herzlich-energetisch berühren und mitnehmen können.

      So, jetzt schließe ich die digitalen Medien und sage “Gute Nacht”:-)

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